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Nachrichten zum Thema: Linux
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Muss Linux Kompliziert Sein?

#121 Mitglied ist offline   .nano 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 09:46

Treiber sollten keine Luxusware sein, sondern eher zum guten Support dazugehören...

Und sry, aber so muss der schwarze Peter zu den Hardwareherstellern geschoben werden. Linux kann nunmal nichts dafür, das Windows damals schneller auf dem Desktopmarkt Fuß gefasst hat als Linux. Und wenn sie keine Treiber für Linux bereitstellen, dann ist das nicht die Schuld von Linux, wenn es sich dewegen nicht weiter auf dem Desktop verbreiten kann.
Ergo trifft die Hardwareindustrie eine gewisse Mitschuld bei der Ausbremsung von der Entwicklung zum desktopfähigeren OS...
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#122 Mitglied ist offline   andreas726 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 09:59

Beitrag anzeigenZitat (.nano: 29.10.2006, 09:46)

Treiber sollten keine Luxusware sein, sondern eher zum guten Support dazugehören...

Und sry, aber so muss der schwarze Peter zu den Hardwareherstellern geschoben werden. Linux kann nunmal nichts dafür, das Windows damals schneller auf dem Desktopmarkt Fuß gefasst hat als Linux. Und wenn sie keine Treiber für Linux bereitstellen, dann ist das nicht die Schuld von Linux, wenn es sich dewegen nicht weiter auf dem Desktop verbreiten kann.
Ergo trifft die Hardwareindustrie eine gewisse Mitschuld bei der Ausbremsung von der Entwicklung zum desktopfähigeren OS...

Es ist eben doch die Schuld von Linux. Die Industrie hat nichts zu verschenken sonst geht sie Pleite und unter. Du kannst nicht erwarten das sie dir etwas kostenlos zur Verfügung stellen nur aus reinem Idealismuss herraus. Linux wird aber genau von diesem Idealismuss getragen. Wenn du den Herstellern die Entwicklung von Treibern für dein kostenloses Linux bezahlst, dann werden sie dir auch Treiber zur Verfügung stellen. Nur würde das glaube ich deine finanziellen Möglichkeiten überschreiten. Du gehst doch auch nicht aus reinem Idealismuss zur Arbeit, sonder wegen dem monatlichen Gehaltsscheck. Die Programierer bei den Hardwareherstellern müssen ihre Brötchen auch bezahlen. Das sind nun mal unvereinbare Tatsachen die sich nicht zusammenbringen lassen.
Mfg Andreas
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#123 Mitglied ist offline   Graumagier 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 10:04

andreas726 sagte:

Es ist eben doch die Schuld von Linux.

Nein, wieso? An dem von dir Beschriebenen hat "Linux" als solches keine Schuld. "Idealismus" schreibt man übrigens mit einem "s".

Das Problem ist IMO vor allem, dass sich die durchaus große Allianz der Hardware-Hersteller, die Linux am Servermarkt unterstützt, bisher noch nicht zu ähnlichen Projekten im Desktop-Bereich durchgerungen hat.

Dieser Beitrag wurde von Graumagier bearbeitet: 29. Oktober 2006 - 10:06

"If you make something idiot proof, someone will invent a better idiot." - Marvin

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#124 Mitglied ist offline   .nano 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 10:25

Naja, was ist daran so schwer, mal einen Treiber mit zu produzieren? Den rechnet man dann in den Preis ein. Wieviel höher dann der Preis ausfällt ist mehr oder weniger egal. Bei einer gewissen Stückzahl hat man dann das Geld als Unternehmer wieder rein, erst recht, wenn der Support gut uist, und die ware beliebt ist und überall läuft... Mundpropaganda macht vieles möglich. Wenn es erstmal bei einem läuft, und er davon überzeugt ist, dass er funktionierende Hardware günstig erstanden hat, dann wird er es jedem weiterempfehlen, im Forum, auf der Verkaufsseite, sofern sie eine Kommentarfunktion hat, im Fruendeskreis, auf Arbeit, wenn er sogar in einem IT-Shop arbeitet, wird er es den Kunden empfehlen. Und das Ganze ist letztenendes das Beste, was einem Unternehmen passieren kann. Jeder ist also ein bisschen sienes Glückes Schmied. Und wenn das Management eines Unternehmes es nicht auf die Reihe bekommt, das alles ordentlich einzuplanen, dann sind die selber Schuld.
Mal angenommen, eine WiFi-Karte wird entwickelt, die ordentlichen Treiber für Linux liefert und überall funktioniert. Diese wird dann allerdings seehr knapp berechnet, sodass evtl. 1€ pro Karte übrig bleiben als Nettogewinn. dann wird jeder Linuxuser begeistert sein von dieser Hardware und jeder, der sich eine neue WiFi-Karte zulegen will, und Linux hat, wird sich dann diese kaufen, weil andere User geschrieben haben, das diese Karte bei ihnen ohne Probleme läuft. Dann hätte das Unternehmen sein Geld doch recht schnell wieder rein, die es für die Entwicklung der Treiber investiert hat.

Und wenn du sagst, es ist alles ein bisschen knapp kalkuliert, dann kann ich dir das so nicht glauben.Wie kommen dann die Manager auf so hohe Gehälter? Wie kann dann ien Unternehmen so übergroßen Gewinn machen. Ich mein, ein Unternehmen muss Gewinn machen. Das ist schon klar. Aber ab einem gewissen Grad ist es meiner Meinung nach Ausbeutung, sowohl von Arbeiter als auch Kunde. Siehe hier. Ok, MS hat viele Zweige, sowohl Hard- als auch Software, aber ein zweistelliger Wachstum? Das geht imo nicht, ohne da jemanden ausgenommen zu haben...

Dieser Beitrag wurde von .nano bearbeitet: 29. Oktober 2006 - 10:34

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#125 Mitglied ist offline   ph030 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 10:39

Da geht man einmal früher aus dem Haus...

Zitat

Bei Slackware ist das zum Glück so; die Politik ist hier, nicht die Distro vollzustopfen,


Debian, Gentoo und Arch richten sich genau wie Slack eher an die erfahrenen Nutzer und packen entsprechend nichts dazu, was man nicht wirklich braucht, um das Sys zu booten und in einer Shell anzukommen - also Lob mal dein Slack nicht über den grünen Klee, wenn du hier schon dauernd von Objektivität sprichst.

Zitat

sondern von jedem Gebiet nur 1-2 Programme, aber die besten, auszuwählen.


Wenn die Situation deiner Meinung nach ja achso schlimm ist, warum regst du dich diesbezüglich nicht über halbgare oder mit Absicht schlecht gemachte Software unter Windows auf? Da ist es wohl jedem Kind erlaubt, ein schrottiges Programm mit .NET zusammenzuflicken und zu verbreiten, von offentsichtlichem Mist wie P.Firewalls mal ganz zu schweigen.
Was hab ich mich letztens erst wieder aufgeregt, als ich das aktuelle Ubuntu testen wollte. Totem als Standard-Mediaplayer - geht's noch, was soll das, wo mplayer und vlc anerkannte bessere Alternativen sind. Genauso ist's z.B. mit Sylpheed-Claws, da kann das vergammelte und total kaputtgecodete Evolution nicht gegen anstinken und dennoch ist letzteres dabei - nicht weil es gut wäre, sondern weil es Outlook ähnlich und damit angeblich gut ist.

Zitat

Aber bislang isses noch nicht allzuoft passiert, das ich leute hab schmoren lassen mit den Worten "Das hab ich dir schon zig mal gezeigt"


Bei mir kommt das dauernd vor, egal ob jemand Hilfe zu Windows oder *nix von mir will - ich seh's nicht ein, da teilweise noch x Kilometer auf eigene Kosten zu fahren und dann angeflaumt zu werden, weil ich das System platt machen will, weil da Malware ohne Ende drauf ist/war. Interessanterweise sind das dann meistens immer die Menschen, die sonst nie was von sich hören lassen, aber wenn's mal ein Problem gibt, kann man sich ja immer an ph wenden - scho klar, f.o.a.y.

Zitat

Die Paket auswahl zudem mit besseren Beschreibungen versehen werden.

Bessere Beschreibung? Wofür gibt's denn die entsprechende Homepage? Als ob man alle Infos in 2-3 Sätze packen könnte. Nene, wer was über ein Programm wissen will, der soll sich selbst informieren.

Zitat

Aber die hauptsächliche Konsequenz ist eben, dass nur halbfertige oder nur halbfunktionierende Progs auf Distros rigoros nichts zu suchen haben - da jedoch oft auftauchen !!!!


Nochmal, selbst Windows ist allerhöchstens halbgar, und das obwohl da x Hunderte/Tausende Menschen dran arbeiten und einen Arsch voll Kohle dafür bekommen.
Ein Programm ist genau dann fertig, wenn es so funktioniert, wie es vom Ersteller gedacht war und nicht, wenn sich das ganze noch per GUI bedienen läßt. Sicher könnte man es forken, aber warum macht es keiner? Weil diejenigen, die es benutzen entweder so zufrieden sind, oder keine Zeit/Lust/Fähigkeit haben, es weiterzuentwickeln. Man beachte hierbei auch v.a. den Grundsatz "one task one program", man sieht ja z.B. an Nero unter Windows, was aus einem einst guten Programm geworden ist, nachdem da x unnötige Funktionen reingebaut wurden - besser ist es dadurch nicht geworden, dafür hat es mehr Fehler.

Zitat

Erstens hat der Ersteller dieses Beitrags eine simple Frage gestellt


Frage: Muss Linux kompliziert sein?
Antwort: Nein, wenn man sich damit beschäftigt, ist es nicht kompliziert. Zu Beginn hatte auch keiner Ahnung von DOS, OS/2, Windows, we aber da hat man sich noch die Mühe gemacht, es zu lernen.

Zitat

Nun haben aber 95% der User nicht Informatik studiert.


Gut, zugegeben, ich bin Informatikstudent, trotzdem ist das nur eine Ausrede für all jene, die keine Zeit investieren wollen und damit auch nicht erwarten können, dass andere Zeit für sie investieren.

Zitat

Eine GUI, und hier als Hauptbeispiel Windows, hällt die komplizierten Vorgänge von dem Anwender fern.

Und genau das sorgt für Gefahren, da die Leute nicht wissen, was sich im Hintergrund abspielt. Als Beispiel kann man hier z.B. die ganzen Tweak-Progs ala TuneUp, Registry-Cleaner, P.Firewalls, etc.pp. anführen.

Zitat

hr seid auch nicht mit C++ oder Compilern oder Eingabekonsolen aufgezogen worden.


Nein sind wir nicht, aber warum können wir es jetzt - richtig, weil wir uns damit beschäftigt haben.

Zitat

In den Zeiten von Befehlsstrings und Shell und andere damals üblicher Bedienungsmethoden des Computers kostete eine Maschine auch so viel das es sich nur ein elitärer Teil der Gesellschaft leisten konnte.


Wieviele Leute erzählen hier immer ganz stolz, dass sie mal einen C64 hatten? Schau dir mal an, was die ganzen Kiddies hier für einen Penis-Wettstreit mit ihren Systemen in ihrer Sig veranstalten - aber dann beschweren, es ginge uns in diesem Land ja sooo schlecht - an Geld mangelt's wahrlich nicht, wohl aber an geistigen Kapazitäten und Motivation, mit diesen und sich selbst etwas anzufangen.

Zitat

Erst wenn Linuxer es lernen mit dem Strom zu schwimmen werden sie schneller voran kommen und dem verbreitetsten Betriebssystem ein ernstzunehmender Konkurrent sein.


Nochmal, es geht bei Linux weder um Massentauglichkeit noch um Konkurrenz zu Windows, sondern einzig und allein um ein System, das so läuft, wie die Nutzer es wollen. Und wenn das gegen den Strom schwimmen so uneffektiv war, warum sind dann so viele Windowsnutzer so neidisch auf unser XGL/AIGLX, die Sicherheitsmerkmale, die auch nicht durch 80% Marktanteil geknackt werden, den SELinux-Unterbau, etc. und wollen von Windows weg? Geht's denen dabei um Coolness, wollen sie nichts für ein OS zahlen oder worum geht's diesen Leuten?

Zitat

Und du musst deine Posts nicht extra dick machen, deswegen lesen es nicht unbedingt mehr Leute...


Du glaubst garnicht, wie ätzend das aussieht, wenn man mal die Schriftgröße auf 130% gestellt hat, weil die Auflösung allgemein sonst nicht mehr lesbar ist ;D

Zitat

Und würden das alle Programmierer und Distro-Leute lesen und konsequent beachten, wäre Linux nächste Woche desktoptauglich, denn genau hier liegt das Problem ...


Auch für dich nochmal: Ich(!) code meine Apps zunächstmal für mich und wenn ich diese als fertig/gut ansehe, gebe ich die meisten davon frei. Ob es jemand ausser mir benutzt ist mir erstmal Latte, eine Doku liefere ich aber immer mit. Was du erwartest und prophezeist ist absoluter Blödsinn, aber du kannst mir gerne den Gefallen tun und deine Ansichten mal in den großen Foren von Debian, Gentoo und FreeBSD posten, ich garantiere dir, dass du da sowohl von den Usern als auch den Devs zerissen wirst - nicht weil deine "Idee" bescheuert wäre, sondern einfach, weil es unnötige arbeit ist, die keiner (kostenlos) auf sich nimmt, um irgendwelchen Leuten zu helfen, die man garnicht in seinem Lager haben möchte.
Nochmal: Fordere und du kannst dich verpissen, lerne und du bist herzlich willkommen.

Zitat

Seitens vieler Linux User wird immer wieder der schwarze Peter den Herstellern von Hardware bezüglich der mangelnden Treiberunterstützung zugeschoben.[...laaaanger Text...]


Zunächst einmal, ist dir bewußt, dass verdammt viele Linuxanwender nebenbei Windows oder MacOS fahren? Diese User kaufen die Hardware sowieso nur einmal, so dass für die Hersteller kein x-facher Gewinn von diesen Usern drin ist.
Die andern haben nur Linux und werden von den Hardwareherstellern nicht bedient, obwohl sie es locker könnten. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die kommerzielle Erstellung eines Treibers für Basisgeräte(Grakas z.B.) in der Regel um die 50.000 Euro kostet, dass ist lächerlich wenig und mit 10 Euro Aufschlag pro Karte zu lösen. Wenn die Firma das aber nicht macht, sind es genau die Dual-Boot-User, die von dieser Firma gar nichts mehr kaufen, da sie von anderen Herstellern genauso gute Karten mit Treibern für alle Systeme bekommen können und dafür sind die meisten sogar bereit, tiefer in die Taschen zu greifen.
Abgesehen davon gibt es natürlich immer die Möglichkeit, die Doks offenzulegen, damit sich die Com die Treiber selber schreiben kann, aber da haben die Firmen ja schiss, dass auffliegt, dass sie selbst bei anderen geklaut haben.
Ich selbst kaufe nur noch Serverarchitektur und baue daraus meine Rechner, da ich weis, dass es dafür immer Treiber gibt. Abgesehen davon werden Firmen mit OSS-Support natürlich unterstützt und andere ad acta gelegt - z.B. würde ich niemals nen Server bei Dell kaufen(obwohl die mittlerweile auch Angebote mit Linux haben) und mich stattdessen eher bei BigBlue umsehen.
Es ist eine verdammte Frechheit, dass verdammt viele Firmen sich OSS-Errungenschaften zu nutzen machen, aber nichts an die Com zurückgeben, wohl aber eigene OSS-Treiber bereits fertig haben und diese nur nicht releasen.
0

#126 Mitglied ist offline   ShadowHunter 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 10:48

Beitrag anzeigenZitat (andreas726: 29.10.2006, 09:59)

Es ist eben doch die Schuld von Linux. Die Industrie hat nichts zu verschenken sonst geht sie Pleite und unter. Du kannst nicht erwarten das sie dir etwas kostenlos zur Verfügung stellen nur aus reinem Idealismuss herraus.

Tja was is dann mit Nvidia? Die gehen zumindest in die richtige Richtung, sie kümmern sich um die Linuxcommunity und die Betatreiber sind wirklich eine feine Sache geworden, bis auf die Probleme die ich jetzt mit Cedega habe ;D
Ich werde momentan nur Nvidia Karten kaufen und diese auch meinen "Privatkunden" empfehlen. Das Ergebniss? Ati verkauft weniger, da sie sich ja nicht viel um Linux kümmern, Nvidia hingegen schon. Somit erwirtschaft Nvidia wieder mehr Gewinn, und ich meine die Kosten für die Linuxtreiber haben sich wirklich gelohnt.

[ot]
ph030: welche Infostudiengang hast du genau und welches Semester?
[/ot]
"Wir können Regierungen nicht trauen, wir müssen sie kontrollieren"
(Marco Gercke)
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#127 Mitglied ist offline   andreas726 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 10:51

[quote name='.nano' date='29.10.2006, 10:25' post='766029']
Naja, was ist daran so schwer, mal einen Treiber mit zu produzieren? Den rechnet man dann in den Preis ein. Wieviel höher dann der Preis ausfällt ist mehr oder weniger egal. Bei einer gewissen Stückzahl hat man dann das Geld als Unternehmer wieder rein, erst recht, wenn der Support gut uist, und die ware beliebt ist und überall läuft...
[/quote]
Eben nicht! Hast du mein Beispiel nicht gelesen? Ich verdeutliche es nochmal. Hersteller A entwickelt ne Graka. Um den passenden Windowstreiber zu entwickeln beschäftigt er fünf Programierer. Um den passenden Linuxtreiber zu generieren muss er nochmal fünf Programierer einsetzen ( oder die anderen doppelt so lange entwickeln lassen) Das sind alles Kosten die sich im Produktpreis wiederfinden. Hersteller B entwickelt die gleiche Graka, spart sich aber die Linuxtreiber. Also kann er seine Graka billiger anbieten und Hersteller A bekommt seine nicht los. Die derzeit zuerwartenden Linux Verkaufsstückzahlen des Produktes rechtfertigen die erhöhten Kosten eben nicht. Und denke nicht das ein korrekt programierter Linuxtreiber weniger Aufwand für den Hersteller bedeutet.

[/quote]
Und wenn du sagst, es ist alles ein bisschen knapp kalkuliert, dann kann ich dir das so nicht glauben.Wie kommen dann die Manager auf so hohe Gehälter?
[/quote]
Der Hardwaremarkt ist so hart umkämpft das die Gewinnmargen eben die erhöten Entwicklungskosten nicht mehr hergeben. Und die Manager geben von ihrem Gewinn nicht einen Cent ab.
[/quote]
Wie kann dann ien Unternehmen so übergroßen Gewinn machen. Ich mein, ein Unternehmen muss Gewinn machen. Das ist schon klar. Aber ab einem gewissen Grad ist es meiner Meinung nach Ausbeutung, sowohl von Arbeiter als auch Kunde. Siehe [url="http://www.winfuture.de/news,28193.html"]hier[/url]. Ok, MS hat viele Zweige, sowohl Hard- als auch Software, aber ein zweistelliger Wachstum? Das geht imo nicht, ohne da jemanden ausgenommen zu haben...
[/quote]
Das hat überhaupt nichts mit dem Gewinn von Microsoft zu tun. Das ist einzig Sache der Hardwarehersteller die sich ausschließlich an der breiten Masse orientieren. Und da ist ein Kundenanteil von fünf Prozent von Linuxern einfach keine Gewinnbringende Größe
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#128 Mitglied ist offline   ph030 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 10:59

Zitat

[ot]
ph030: welche Infostudiengang hast du genau und welches Semester?
[/ot]


Dipl.Informatik, 7. Semester hat gerade begonnen.
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#129 Mitglied ist offline   .nano 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 11:03

@Andreas: Wie ph schon schrieb, ich bin gerne bereit mal ein paar Euro mehr auszugeben, wenn ich besseren Support, egal in welcher Hinsicht, hier allerdings bei den Treibern, bekommen. Das sind mir die paar Euro letztenendes Wert, wenn ich weiß, ich kann mich auf die Hersteller verlassen, das mein System auch mit den richtigen Treibern ordentlich funktioniert.
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#130 Mitglied ist offline   blue32 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 11:11

andreas726 sagte:

Nun möchte ich auch mal was dazu sagen. Erstens hat der Ersteller dieses Beitrags eine simple Frage gestellt. Und was ist passiert? Genau was er nicht wollte. Der Kampf der Geister. Und leider ist es IMMER so bei einer solchen Frage. Nur hat er sie wirklich beantwortet bekommen? Ich denke Nein!!!!


Doch! Ein Post auf Seite 2 und mein vorheriger Post in diesem Thread (irgendwo auf Seite 3); eine konstruktive Antwort.

Konstruktiv sind aber auch die meisten der anderen Ausführungen, nur beantworten sie die Frage des Threadopeners nicht. Der Threadopener hat aber auch Linux als Gesamtkonzept in Frage in gestellt und demnach eine Menge von Meinungen dargelegt bekommen. Die zeigen, dass bei der Mehrheit Linux funktioniert und dass man daran nicht weniger effektiv als an einem Windowssystem arbeitet.

Wenn jemand von Windows zu Linux wechselt, dann hat das sicher einen Grund (sollte zumindest). Entweder man akzeptiert dann, dass Linux komplett anders ist und ist bereit zu lernen und damit umzugehen oder man lässt es und kehrt zu Windows zurück. Was manche aber versuchen, nämlich Linux schlecht zu reden, weil es nicht so "komfortabel/selbständig" wie Windows ist, kann ich nur als ein Scheitern beim Umstieg deuten. Diese Leute suchen die Schuld nicht bei sich selbst sondern bei Linux. Dabei liegt es an ihrer Faulheit/Unwillen sich damit vertraut zu machen. Mit dieser Haltung wird man das System nicht ändern.

IMO ist Linux gut, so wie es ist und ich bin froh, dass ich damit zurechtkomme. Zumindest bin ich bis jetzt an nichts gescheitert und in nichts eingeschränkt. Außerdem möchte ich so manches, was mir Linux und die DE per Default bietet nicht mehr missen.

Cheers,
blue32
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Phil, speaking about dolphins
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#131 Mitglied ist offline   ph030 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 11:16

@blue32

Schöner, flamefreier Post mit einer sehr schönen Baseline ;D

(und falls das wieder einer denkt, nein, dass obige ist keine Ironie!)

Es ist doch so, genauso wie es Unterschiede zwischen den verschiedenen Betriebssystemen gibt und Ansätze, sich mit diesen zu beschäftigen, mindestens genauso viele Facetten an unterschiedlichen Menschen gibt es.

Das man es nicht jedem Recht machen kann, sollte wohl klar sein, ebenso dass manche Leute einfach zu Faul sind, ihr eigenes Hirn zu strapazieren. Das ist alles legitim, aber diese können nicht erwarten, dass jemand anderes ihre Arbeit erledigt - ausser sie sind Manager in einer großen Firma ;D

Die freien OSse geben jedem die Mittel an die Hand, sich einzuleben und zu lernen, was man nun daraus macht, ist jedem sein eigenes Problem. Wer nicht will, der hat schon, so einfach ist das und es gibt keinen Grund, über Jahre gewachsene Systeme und Bräuche zu ändern, nur weil eine Minderheit nicht damit zu Recht kommt und eben diese Umsteiger(die meistens nicht wirklich gewillt sind) sind aus Linux-Sicht die Minderheit, so wie Linux-Nutzer aus Windowssicht auch die Minderheit sind. Aber wenn ich sage, mir passt das und das unter Windows nicht, also ändert es, wenn ihr mich als Nutzer wollt, dann interessiert das auch niemanden(obwohl es im Idealfalle dafür Geld von mir gäbe), warum soll es also andersherum so sein?

Dieser Beitrag wurde von ph030 bearbeitet: 29. Oktober 2006 - 11:22

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#132 Mitglied ist offline   andreas726 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 11:20

Beitrag anzeigenZitat (.nano: 29.10.2006, 11:03)

@Andreas: Wie ph schon schrieb, ich bin gerne bereit mal ein paar Euro mehr auszugeben, wenn ich besseren Support, egal in welcher Hinsicht, hier allerdings bei den Treibern, bekommen. Das sind mir die paar Euro letztenendes Wert, wenn ich weiß, ich kann mich auf die Hersteller verlassen, das mein System auch mit den richtigen Treibern ordentlich funktioniert.


Da gehörst du aber zu einer für die Industrie zu vernachlässigenden Usergruppe. Die meisten sind nun mal von der Fraktion " Geiz ist Geil" und Aldi und Co. Da zählt nun mal jeder Cent billiger am Verkaufspreis.
Mit meinen Argumenten möchte ich doch nur verdeutlichen was die Ursachen sind. Das heist doch nicht das ich das Gut heise. Ich will Linux auch überhaupt nicht verteufeln oder als schlechter wie Windows bezeichnen. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Nur hat Microsoft es mit genialer Marktstrategie geschafft Linux als zu vernachlässigende Alternative da stehen zu lassen. Ob das gut oder schlecht ist ist eine ganz andere Disskusionsfrage.
MFG Andreas
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#133 Mitglied ist offline   .nano 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 11:28

Kommt drauf an wo, spare ich auch. Wenn ich mir Klamotten kaufe, dann schau ich, entsprechend des Kleidungsstückes, auf den Preis. Wenn ich da einen Pullover für mehr als 35€ (was aber auch schon die Schmerzgrenze ist) sehe, dann lass ich ihn links liegen. Wenn ich mir allerdings etwas kaufe, was ich auch länger behalten möchte, und wo ich Qualität erwarte, z.B. bei Sportschuhen, da gebe ich auch mal beruhigt ein bisschen mehr Geld aus.

Genauso hier: Wenn ich mir Peripherie kaufe wie Tastatur oder Maus, dann nehm ich einfach keine, die mehr als 20€ kostet (meine Tastatur und Maus belaufen sich auf 23€, und laufen immernoch top, schon seit 2 Jahren). Wenn ich mir allerdings ein Mainboard kaufe, dann schau ich da schon, wo was gut ist, und was seinen Preis wert ist. Und dann gebe ich auch mal für 'übertuerte' ASUS-Boards mein Geld aus, wei lich bei denen weiß, das alles funktioniert und ich auch darauf vertrauen kann, das alles funktioniert. Das sind mir 10€ mehr wert.

btw: Ich denke nicht, das ich der Einzige bin, der so denkt.

Dieser Beitrag wurde von .nano bearbeitet: 29. Oktober 2006 - 11:29

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#134 Mitglied ist offline   ph030 

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 11:29

Zitat

Da gehörst du aber zu einer für die Industrie zu vernachlässigenden Usergruppe.


Dazu kann ich nur meinen Vater zitieren, "wer billig/Schund kauft, kauft zweimal".

Niemand, der das Geld und das Wissen hat, würde ein billiges Plagiat kaufen und diese "G.i.G."-Mentalität ist (imho) so ziemlich das Schlimmste, was diesem Land widerfahren konnte. Wir sind alles andere als arm, wenn ich mich so täglich umschaue, dann nichtmal ärmer als früher, aber mit solchen Sprüchen versuchen die Firmen nur, minderqualitativen Ramsch an die breite (dumme) Masse zu verteilen, wohingegen der intelligente Mensch sich sagt, "da spar ich lieber noch zwei Monate und kaufe mir dann was ordentliches".

Die Industrie kann auf den Markt werfen, was sie will, ob sie damit durchkommt, entscheidet der mündige Bürger und wer einmal verarscht wurde, kauft von diesen Firmen einfach nichts mehr. Da ist es egal, ob Treiber für die Hardware fehlen, der angebliche Ultra-Rechner sich aus billig zusammengewürfelten Teilen zusammensetzt oder die Diät-Cola mehr Zucker enthält als die normale.
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#135 _shiversc_

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geschrieben 29. Oktober 2006 - 13:29

@andreas: diene konstruktion ist nicht unbedingt falsch, leider leigen ihr die gesetze deines marktes zu grunde, die du geschaffen hast um deinen standpunkt verständlich zu machen. ich bin der meinung du hast aber einige sehr reele und alltägliche gesichtspunkte augeblendet.

zum einen ist es so, das linux-user über sehr viel geld verfügen, wenn es darum geht, teure systeme mit z.b. noch viel teureren raidcontrollern zu kaufen. da kann ein "vista-ready" consumer-pc schon mal ganz billig wirken. du musst dich davon loslösen, das ein pc wenn er gekauft wird, das typische dir logische aufgabengebiet abdeckt. es gibt mehr wie windows, es gibt auch gründe dafür.

zum anderen hätte ein hersteller, die möglichkeit um seine käufe mit ausreichenden treibern zu versorgen, die funktionsweise seiner hardware offenzuleben bzw sie in einer guten dokumentation zu veröffentlichen. auch hier scheinst du wieder von dir und deiner umgebung auf den markt zu schließen. der markt den du sehen willst, der funktioniert aber anders, weil der motor der open-source bewegung von dir ausgeblendet wird. hilfe zur selbsthilfe.

der markt hat auch eine funktion, die shadowhunter richtig erkannt hat. selbstreinigung. ich sags mal so: nur die harten kommen in den garten. im von shadowhunter skizzierten fall ist ati nciht hart genug und ich als markteiolnehmen, kaufe mir und empfehle meinen umfeld auf ati zu verzichten.

ich kann dir ja mal was über meinen bruder erzählen. der gute mann hat wenige ahnung von windows und noch weniger von linux. er kauft sich aber teuere hardware(farblaserdrucker und wlan) mit dem auscchlaggebenden kriterium ob diese hardware auch unter linux läuft. als aktzeptiert, dass er in ein einstllungsdatei ein aar zeilen einfügen muss, die er nachgelesen hatte. notfalls assistiere ich dabei. er kann aber nicht so recht akzeptieren, das cups seinen drucker ohne zicken erkannt hat und ihm traumhafte seiten ausdruckt, ohne das er so wie er es von windows kannte, sich mit einen dämlichen hp-windows-treiber rumärgern muss.

selbiges bei meiner freundin und meiner mutter. zum spielen wird einfach mal kurz rebootet.
----------------
blue hat es nochmal auf den punkt gebracht. linux ist nicht kompliziert. es ist anmaßend zu sagen, linux sei schlecht, weil man persönlich nach 6 stunden nicht mit klarkommt und den anspruch hat, ein os zu bedienen, was dem schema von windows folgt. sorry, aber dann bleibt bei windows.

ich denke die frage ist doch die: warum ist linux, so wie es ist und zieht unmengen an frischfleisch an? warum wächst der linux markt so schnell? warum ist der windowsmarkt gesätigt?

lange rede kurzer sinn, wer den nötigen skill hat und den drang nach mehr als ein aufpolierten srv2k3 mit aero-oberfläche, der wird sich bei linux mit seinen fast unendlcihen möglichkeiten wohlfühlen.
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