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Kurztest: Knight Rider 2


#1 Mitglied ist offline   newbasti 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 492
  • Beigetreten: 03. Oktober 04
  • Reputation: 0

geschrieben 10. November 2004 - 17:38

Zitat

Ende 2002 veröffentlichte Autobahn-Raser-Macher Davilex eine recht brauchbare Versoftung der bekannten Knight Rider-Serie. Ziemlich genau zwei Jahre später gibt es nun den zweiten Teil im Handel. Davilex verlangt für Knight Rider 2 gut 30 Euro. Ob ihr die investieren solltet, erfahrt ihr im folgenden Kurztest.

Story
Michael Knight´s Erzfeind Garthe ist zurück und will die Welt mit einem Killersatelliten bedrohen. Grund genug für Michael und seinem
intelligenten Pontiac Trans-Am K.I.T.T. sich auf die Suche nach dem Bösewicht zu machen. Wie ihr sicher schon unschwer erraten konntet, übernehmt ihr die Steuerung von K.I.T.T. und müsst bis zum Finale elf gefahrenvolle Levels durchqueren. Das Adjektiv "gefahrenvoll" habe ich weniger wegen eines saftigen Schwierigkeitsgrades gewählt, sondern wegen der absolut klobigen und ungenauen Steuerung. Man hat stets das
Gefühl einen Schwertransporter auf einer Eisfläche zu rangieren, anstatt einen flinken Flitzer zu fahren.

Wenigstens sind die Missionen einigermassen abwechslungsreich gestaltet und werden regelmässig von In-Game-Zwischensequenzen fortgeführt. So stehen unter anderem die Flucht vor einem Helikopter und zahlreiche Geschicklichkeitseinlagen auf dem Plan. Mittels ständig verfügbarem Turbo Boost "hüpft" ihr mit K.I.T.T. über Hindernisse, was nicht nur lächerlich aussieht, sondern das Spiel zeitweise zu einem Jump´n´Drive mutieren lässt. Ebenfalls lachhaft sind die häufigen Kämpfe gegen Kampfroboter. Warum? Erstens gibt es nur drei
Robotertypen - klein, mittel und gross. Zweitens gestaltet sich die Ballerei wegen der verkorksten Steuerung als Glücksspiel und drittens sind die Blechbüchsen dermassen dumm, dass selbst die Gegner aus Serious Sam im Vergleich wie wahre Intelligenzbestien wirken.

Technik, die nicht begeistert
Auch was die technische Seite angeht bewahrt Davilex seinen Humor und "verwöhnt" eure Ohren mit einer peinlichen, amateurhaften Synchronisierung, die jedes Kindergartenkind besser hinbekommen hätte. Da rettet auch die originale Musikuntermalung wenig. Was die Grafik
angeht könnte man Knight Rider 2 loben. Allerdings nur dann, wenn man mit dem Spiel mindestens fünf Jahre zurück in die
Vergangenheit reist. Animationen, Explosionen und Texturen sind absolut nicht mehr zeitgemäss und Michael Knight sieht aus wie ein zu gross geratenes Baby mit Langhaarperücke. Selbst die Integration der lizensierten Havok-Physikengine, die unter anderem bereits in Max Payne 2 und Tribes: Vengeance zum Einsatz kam, hat Davilex ordentlich in den Sand gesetzt. Lediglich Gegner, Hydranten und Schilder sind aktiv physikalisch beeinflussbar, was aber eigentlich sowohl qualitativ als auch quantitativ nicht im Geringsten nennenswert wäre.


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