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Österreichs Bundesheer setzt Zeichen: LibreOffice löst Microsoft Office ab


#1 Mitglied ist offline   d-hubs 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 585
  • Beigetreten: 15. Dezember 21
  • Reputation: 3
  • Geschlecht:unbekannt

geschrieben Heute, 10:20

Österreichs Bundesheer setzt Zeichen: LibreOffice löst Microsoft Office ab :: Bundesheer goes Open Source: 16.000 PCs von Microsoft Office auf LibreOffice umgestellt :: Österreichs Bundesheer setzt Zeichen🎯: LibreOffice löst Microsoft Office ab: ein bemerkenswertes Open-Source-Projekt aus dem öffentlichen Sektor🏵️: Das österreichische Bundesheer hat den Wechsel von Microsoft Office zu LibreOffice auf rund 16.000 Arbeitsplätzen abgeschlossen. In einem aktuellen Interview mit der Document Foundation gewähren die Verantwortlichen spannende Einblicke – von den Beweggründen über die mehrjährige Vorbereitung bis hin zu den begleitenden Schulungsmaßnahmen. Besonders erfreulich: Das Bundesheer finanziert nicht nur den eigenen Einsatz, sondern sponsert auch aktiv die Weiterentwicklung von LibreOffice - und dieser Beitrag kommt der ganzen LO-Community zugute;

Hier ein Auszug der wichtigsten Fakten - kurz zusammengefasst.



Liebe Community,😇


ein bemerkenswertes Open-Source-Projekt aus dem öffentlichen Sektor: Das österreichische Bundesheer hat den Wechsel von Microsoft Office zu LibreOffice auf rund 16.000 Arbeitsplätzen abgeschlossen. In einem aktuellen Interview mit der Document Foundation gewähren die Verantwortlichen spannende Einblicke – von den Beweggründen über die mehrjährige Vorbereitung bis hin zu den begleitenden Schulungsmaßnahmen. Besonders erfreulich: Das Bundesheer finanziert nicht nur den eigenen Einsatz, sondern sponsert auch aktiv die Weiterentwicklung von LibreOffice - und dieser Beitrag kommt der ganzen LO-Community zugute;

Hier ein Auszug der wichtigsten Fakten - kurz zusammengefasst.


Hintergrund und Entscheidung:

Die Überlegungen für einen Wechsel reichen bis ins Jahr 2020 zurück. Auslöser war der zunehmende Cloud-Trend: Das Bundesheer prüfte, ob Microsoft Office dauerhaft ohne Cloud-Anbindung lokal betrieben werden kann. Anfang 2023 fiel dann auf höchster Ebene – im Kabinett des Verteidigungsministers – die Entscheidung für LibreOffice. Im Mittelpunkt standen nicht die Lizenzkosten, sondern Datenschutz, Unabhängigkeit von externen Diensten und digitale Souveränität. Ziel war es, sicherzustellen, dass Daten die eigene Infrastruktur nicht verlassen und Office-Anwendungen ohne externe Abhängigkeiten betrieben werden können.

...aus dem Artikel auf dem Blog der DocumentFoundation: https://blog.documen...eoffice-part-1/

Zitat

Why and how the Austrian Military moved to LibreOffice (Part 1)

Many government departments around the world are moving away from vendor lock-in by tech giants, and switching to free and open source software like LibreOffice. This helps with privacy, security, and digital sovereignty. One such example is the Austrian Military (Bundesheer), which has moved 16,000 PCs from Microsoft Office to LibreOffice. We talked to them, to find out why and how they did it…


When did all of this start? When were the first decisions made?
It began in 2020, with the trend toward running software increasingly in the cloud and less on-premises on devices within companies. At that time, we examined what guarantees existed for running software – specifically Microsoft Office – directly in the workplace without any cloud connection. So the review and preparation began in 2020.
Many government departments around the world are moving away from vendor lock-in by tech giants, and switching to free and open source software like LibreOffice. This helps with privacy, security, and digital sovereignty. One such example is the Austrian Military (Bundesheer), which has moved 16,000 PCs from Microsoft Office to LibreOffice. We talked to them, to find out why and how they did it…

When did all of this start? When were the first decisions made?
It began in 2020, with the trend toward running software increasingly in the cloud and less on-premises on devices within companies. At that time, we examined what guarantees existed for running software – specifically Microsoft Office – directly in the workplace without any cloud connection. So the review and preparation began in 2020.
In late 2022 and early 2023, the decision was made to switch to LibreOffice. The goals were to ensure that data never leaves the company and that the Office applications can be used without external dependencies.
Who made the decision?


The decision was structured in such a way that our “corporate leadership” – that is, the Federal Ministry of Defence – could decide, based on the information compiled regarding future software development and cloud dependencies, that we would switch to LibreOffice. It was actually decided by the Federal Minister’s cabinet and the relevant departments – so at the very top.

Did you create a “timeline” at the beginning – something like “Y should happen by X” and so on?

After we received the assignment, we carried out the planning to determine how the transition could take place and what needed to happen. The plan included, from an early stage, that we would guide our users to LibreOffice in a timely manner, partly by installing LibreOffice at the user’s request. That is, we made it available, and the users who wanted it could have it installed. We saw very high adoption rates – not 100%, but about half.


Half of 16,000? Yes. And the next step we planned was to make its use mandatory, because it’s crucial not only to announce that something new is coming but also to require its use so that people have to start working with the tool early on. Of course, switching from an Office suite that’s been used in the company for over 30 years to a completely new product – even if it looks similar but behaves differently – requires practice.


Kontinuierlicher Umstieg - ohne "harten Schritt"
Die Umstellung erfolgte bewusst über mehrere Jahre und nicht als harter Schnitt: Zunächst konnten Beschäftigte LibreOffice freiwillig installieren – rund die Hälfte der 16.000 Anwender machte davon Gebrauch. Ab 2023 wurde die Nutzung in ausgewählten Bereichen verbindlich vorgeschrieben. Im Dezember 2024 wurde LibreOffice schließlich zum Standard für die interne Zusammenarbeit erklärt – die Anwender hatten also mehrere Jahre Zeit, sich an Writer, Calc, Impress und Base zu gewöhnen.


Open-Source-Engagement über den eigenen Einsatz hinaus
Das Bundesheer setzt LibreOffice nicht nur ein, sondern finanziert auch die Entwicklung von benötigten neuen Funktionen, die anschließend in das freie Projekt einfließen. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie öffentliche Einrichtungen aktiv zur Weiterentwicklung von Open-Source-Software beitragen können.


Ausblick Die Document Foundation hat für die kommende Woche einen zweiten Teil des Interviews angekündigt. Darin soll es detaillierter um die vom Bundesheer finanzierten LibreOffice-Verbesserungen sowie um Erfahrungen und Empfehlungen für andere Organisationen gehen, die eine vergleichbare Migration planen.


Fazit: Die Migration des Bundesheeres ist so gesehen wirklich ein gut gelungenes Beispiel dafür, wie eine große öffentliche Einrichtung den Schritt in die digitale Souveränität schaffen kann – mit einem durchdachten Fahrplan, frühzeitiger Einbindung der Nutzer und kontinuierlicher Begleitung. Und es zeigt einmal mehr, dass LibreOffice auch in sicherheitskritischen Umgebungen eine ernsthafte Alternative zu proprietärer Software ist.


Europas Weg aus der Microsoft-Cloud: Der aktuelle Stand






Noch ein kurzer Seitenblick auf weitere Projekte dieser Art:

LibreOffice ersetzt Microsoft: Schon fast 80 Prozent der Arbeitsplätze auf quelloffene Office-Lösung umgestellt – Schleswig-Holstein zeigt, digitale Souveränität ist möglich und wirtschaftlich https://www.schleswi...cds_open-source


weitere Literatur - Hintergründe


ps. de Artikel: Open-Source-Software (kurz: OSS) und Freie Software in öffentlichen Einrichtungen
Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen – Wikipedia
https://de.wikipedia...n_Einrichtungen


Mit Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen bzw. Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung verfolgen die Einrichtungen, die auf Open-Source-Software setzen, ganz unterschiedliche Ziele, die von einem Bemühen um Kostenreduktion bis hin zur Durchsetzung eigener Datensouveränität reichen können. Open-Source-Software (kurz: OSS) und Freie Software, häufig mit Linux als Kernbestandteil, wird als Alternative für proprietäre Software auf Computern in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. Innerhalb Deutschlands größere Medienpräsenz zu dieser Entwicklung erzielte die Großstadt München, die seit 2003 wesentliche Bereiche ihrer EDV auf freie Software umrüstete, nach einem Stadtratsbeschluss 2017 dieses Vorhaben jedoch wieder aufgab (siehe LiMux). Das Land Schleswig-Holstein gab 2025 bekannt, seine gesamte Bürosoftware bis zum Herbst auf Open-Source-Produkte umstellen zu wollen
Gründe für den Umstieg

  • Unabhängigkeit von einem Hersteller
  • Kosteneinsparungen
  • Maximale Flexibilität
  • Hardwareplattform-Unabhängigkeit
  • Sicherheit
  • Wirtschaftsförderung



und nochmals der Artikel auf dem Blog der DocumentFoundation: https://blog.documen...eoffice-part-1/ - das ist erst der erste Teil - wenn der zweite veröffentlicht ist - wird wieder berichtet.
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