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Grml: XXL-Toolbox für alle, die mehr wollen mit sehr vielen Open-Source-Werkzeugen


#1 Mitglied ist offline   d-hubs 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 585
  • Beigetreten: 15. Dezember 21
  • Reputation: 3
  • Geschlecht:unbekannt

geschrieben Gestern, 21:37

Grml: die XXL-Toolbox für alle, die mehr wollen - mit sehr vielen Open-Source-Werkzeugen - zur Datenrettung u.v.a. mehr: seit 20 Jahren entwickelt:: Grml (sprich: grummel) ist eine seit Januar 2005 existierende, auf Debian basierende Linux-Distribution und läuft vorrangig als Live-System. Mit über 2 GB an Open-Source-Werkzeugen stellt Grml einen riesigen Werkzeugkasten bereit. Auch im Jahr 2026 bleibt Grml die erste Wahl, wenn es darum geht, verunglückte Systeme wiederzubeleben. Das neue Release 2026.04 -jetzt mit Kernel 6.19 setzt auf den Bootloader GRUB2, tauscht den DHCP-Client aus und rüstet sich für die Zukunft – inklusive Raspberry Pi Support.


guten Abend liebe WinFuture-Communtiy,

1. Ein kurzer Blick zurück: Was ist Grml?

Seit Januar 2005 ist Grml der treue Begleiter für Systemadministratoren, die auf textbasierte Werkzeuge setzen. Ursprünglich als Ableger von Knoppix gestartet, hat sich die Distribution längst zu einem eigenständigen Debian GNU/Linux-Derivat entwickelt.

Ihr Herzstück ist das Live-System: Keine Installation nötig, sondern einfach von CD, DVD oder (heutzutage üblich) vom USB-Stick booten. Die Philosophie ist kompromisslos auf Effizienz getrimmt. Während andere Distributionen mit GNOME oder KDE glänzen, setzt Grml auf schlanke Fenstermanager wie Fluxbox. Der Fokus liegt komplett auf der Kommandozeile – hier kommt die Zsh als interaktive Shell zum Einsatz. Ob Datenrettung mit Tools wie `ext3rminator`, Hardware-Analyse oder das Retten eines nicht mehr bootenden Servers: Grml stellt viele Open-Source-Werkzeugen bereit, die dank Komprimierung auf eine einzige CD passen.

2. Das neue Release 2026.04 "CashFloh"
Die Version 2026.04 (Codename "CashFloh") ist eine klassische Produktpflege mit einigen tiefgreifenden Änderungen unter der Haube, die besonders für die USB-Erstellung relevant sind .

Hier sind die wichtigsten Neuerungen im Detail:

Neue Basis & Kernel: Gebaut auf Debian Testing / Forky (das zukünftige Debian 14) mit Linux Kernel 6.19.13.
Bootloader-Wechsel (BIOS): Auf BIOS-Systemen kommt nun GRUB2 statt ISOLINUX zum Einsatz. Das ist ein großer Schritt für die Zukunftssicherheit.
Neues Netzwerk-Backend: `isc-dhcp-client` wurde durch das modernere `dhcpcd-base` ersetzt.
Lokalisierungs-Update: Die berüchtigten deutschen Standardwerte für `LC_TIME` und `LC_COLLATE` gehören der Vergangenheit an. Standard ist jetzt `en_DK.UTF-8` (Englische Oberfläche mit europäischem Datumsformat).
ARM & Raspberry Pi: `grml-debootstrap` unterstützt jetzt das Generieren von Raspberry Pi Images. Zudem gibt es den Terminalserver (`dnsmasq`-Support) nun auch für ARM64.

Lest noch mehr auf der aktuellen Changelog: https://grml.org/cha...E-grml-2026.04/

3. Diskurs in der Community (Reddit)
Das Thema "Grml vs. alternatives Rettungssystem" ist immer wieder für Diskussionen gut. Während viele bei SystemRescue hängen bleiben, schwören andere auf die Minimalität von Grml. Grml begeistert viele User auf Reddit:


Reddit Thread: grml-rescueboot. How did it take me so long to discover this awesome utility ?

https://www.reddit.c...mlrescueboot/11

mit vielen Upvotes und Beiträgen:


zwei Videos - die geben noch mehr Aufschluss über Grml:

a. Grazer Linuxtage 2025 - Lessons learnt aus 20 Jahren Grml



b. eine Einführung in den Einsatz



noch einige weitere Links, Daten und mehr:

die Projektseite: https://grml.org/

grml @Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Grml

die aktuelle Changlog: https://grml.org/cha...E-grml-2026.04/

Dieser Beitrag wurde von d-hubs bearbeitet: Heute, 11:49

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