Ist die WD My Cloud wirklich eine Cloud?
#1
geschrieben 28. März 2014 - 10:44
Ich bin mir nicht sicher, ob das in diese Abteilung gehört.
Ist die NAS WD my cloud wirklich eine "private Cloud"? So wie ich das sehe, ist das eine ganz normale Client-Server-Architektur: 1 Server und ein paar Clients. Das hat m.E. überhaupt nichts mit einer Cloud zu tun, es ist so ziemlich genau das Gegenteil einer Cloud.
Dass die NAS weltweit erreichbar ist, ist ja lediglich dank einer Kombination von Dyn DNS und Port Forwarding möglich; d.h. nichts anderes wie bei einem normalen Webserver.
Eine Cloud wäre, wenn es mehrere NASs wären und die Daten selbst dann vorhanden sind, wenn eine davon ausfällt, also ein verteiltes System. Bevor die Daten nicht verteilt sind, handelt es sich nicht annähernd um eine Cloud. Eine Cloud ist ja nicht transparent, eine NAS aber schon. Man weiss haargenau, wo und auf welcher Maschine die Daten gespeichert sind.
Ist das alles nur ein Marketing-Gag (Oh mein Gott, eine Cloud! Wie unglaublich cool! Schnell kaufen!) oder verstehe ich da was falsch?
Gruss chevarri
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#2
geschrieben 28. März 2014 - 10:50
daten u. rechenleistung zentral irgendwo abstellen und für "jedermann" von überall zugänglich machen.
demnach, je nach auslegung finde ich das ok, klar marketing wird da auch eine rolle spielen
vor 3 jahren wär es einfach nur ein NAS gewesen
Dieser Beitrag wurde von Timm0 bearbeitet: 28. März 2014 - 11:09
#3
geschrieben 28. März 2014 - 11:26
Selbst das von chevarri beschriebene verteilte Szenario ist lediglich der Teilbereich "Cloudstorage".
Unix won't hold your hand. You wanna shoot your foot, Unix reliably delivers the shot.
True Cloudstorage
#4
geschrieben 28. März 2014 - 11:39
Zitat (Timm0: 28. März 2014 - 10:50)
demnach, je nach auslegung finde ich das ok, klar marketing wird da auch eine rolle spielen
Besser kann man es eigentlich nicht umschreiben...
"Cloud" (extra in Anführungszeichen) ist im Modebegriff nichts weiteres als ein simpler Netzwerk/Onlinespeicher)
Cloud (im eigentlichen Sinne) ist die zentrale Rechenleistung eines Großservers bei dem man sich quasi nur anmeldet und somit die "mangelnde" Rechenleistung der Clients durch den Server abgefangen wird.
Vorteil:
-> Clienten können auch rechenschwache Geräte sein - sie müssen lediglich im Stande sein eine Anmeldung zum Server auf zu bauen
-> Softwarehersteller erhoffen sich ua. auch auf diesem Wege eine Eindämmung der Raubkopien
Nachteil:
-> Server benötigt je nach Anzahl und Anwendungsgebiet immense Rechenleistung
-> Der Datenstrom zwischen Server und Client kann expotentiel steigen. Eine schnelle Anbindung ist vom Vorteil
In der Windows-Familie sind "Terminalserver" und "Windows Azure" sehr gute Beispiele für eine ECHTE CLOUD.
du siehst: mit "Cloud" hat DIE CLOUD nicht viel gemeinsam.
Auch für interessierte hier nachlesbar:
http://de.wikipedia....Cloud-Computing
Dieser Beitrag wurde von Stefan_der_held bearbeitet: 28. März 2014 - 11:41
#5
geschrieben 28. März 2014 - 11:49
wenn mein vadda
wiegesagt finde es ok, solche begriffe zu verwenden. dank den medien kann sich vllt manch halb-wissender zumindest darunter mehr vorstellen als unter dem antiquierten begriff NAS etc
so und ich geh mir nun ein beiseitig-weiß-brot-schnitt-halbautomatik-rösst-automatkaufen, öööh toaster
#6
geschrieben 28. März 2014 - 11:59
PS: Achte bei dem "beidseitig-weiß-brot-schnitt-halbautomatik-rösst-Automat" bitte auf "Cloudanbindung" und "Smart-Funktion"
#7
geschrieben 28. März 2014 - 11:59
D.h. ich kann den Begriff "Cloud" bei einem NAS einfach ignorieren? Ich dachte nämlich immer, das sei ein spezielles Feature zusätzlich zur NAS-Funktion. Zum Glück habe ich mir noch keine solche Marketing-Kampagne names Fake-Cloud in der Erwartung einer richtigen Cloud gekauft. Meine NAS stammt noch aus der Urzeit, als eine Cloud noch kein Hipster-Begriff war.
@ Sturmovik: Im Zusammenhang mit Speicher ist mit Cloud natürlich nur der Bereich Cloudstorage gemeint. Das ist mir schon klar.
#8
geschrieben 28. März 2014 - 12:05
Kurz zusammengefaßt, ist eine Cloud damit nichts als ein Abstrakt:
- Client-Server-Architektur: Man meldet sich mit seinem BENUTZER an einem RECHNER an.
- Cloud-Architektur: Man meldet sich mit seinem BENUTZER bei einem PROVIDER an.
Man beachte, daß bei der Cloud KEINE Rechner angesprochen werden. Das passiert alles transparent. Man kommuniziert mit der Cloud und die Cloud kümmert sich um die Verwaltung der Rechner, stellt also eine Abstraktionsebene zwischen Benutzer und PC dar.
Damit ist EIN Netzwerkgerät (wie zB das WD) genausowenig eine Cloud wie ein individueller Server.
Daher auch ein bißchen der Name. Cloud, also Wolke = nicht klar umrissenes Konstrukt aus vielen kleinen nicht voneinander unterscheidbaren "Einzelteilen", welche aber in ihrer Gesamtheit doch eine (sichtbare) Wolke bilden.
Dieser Beitrag wurde von RalphS bearbeitet: 28. März 2014 - 12:08
#9
geschrieben 28. März 2014 - 12:12
Zitat
meiner persönlichen meinung nach kann man alles was DICK und FETT auf der verpackung steht eh meist in der pfeife rauchen.
das A und O ist und bleibt immer selbst recherchieren, das wissen was man eigendlich will und ein wenig zeit
#10
geschrieben 28. März 2014 - 12:13
#11
geschrieben 02. April 2014 - 09:42
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