Zitat (ph030: 08.02.2007, 21:43)
KDE:
- ist langsam - in Bedienung, Start und Arbeitsfluss
- schluckt Ressourcen ohne Ende - ~90MB RAM ohne Anwendungen zu öffnen(ausser die Autoloads im Tray) - was fast 10x mehr ist, als meine Umgebung
- ist häßlich
- ist überladen - ich hasse Icons, Titlebars, Menüs und Bunt
- ist schlecht zu bedienen - siehe oben, desweiteren ist die Shortcut-Config ein Graus
- hat nur Anwendungen, mit denen ich nichts anfangen kann - ausser KMail
- QT - siehe oben
- hat ein Controll-Center - wozu zum Henker? Texteditor reicht mir.
- schonmal auf nem Athlon XP 2400+ kompiliert? - da darf ich mal locker 22h auf eine "emerge kde" warten
So und nu, was bringt dir das? Nischt, ist ja schließlich meine Meinung.
Also dazu muss ich jetzt auch mal meinen Senf dazu geben, weil man es meiner Meinung nach nicht so stehen lassen kann...
1 - KDE startet etwas langsam, in diesem Punkt gebe ich Dir recht. Aber der "Arbeitsfluss" ist rein technisch gesehen nicht langsam, eher das Gegenteil. Das liegt daran, das KDE den verfügbaren Arbeitsspeicher sehr effektiv nutzt. Dies sieht man z.B. am Konqueror, welcher beim ersten laden manchmal etwas träge ist, aber bei den folgenden Starts innerhalb von Sekundenbruchteilen erscheint. Dies wirst Du bei jeder KDE/QT Applikation feststellen...
2 - QT ist nicht langsam. QT ist immerhin teilweise bis zu 50x schneller als Dein geliebtes GTK. Dies liegt unter anderem daran weil QT eine kommerzielle Bibliothek ist, und so auch gewisse Standards erfüllen muss, aber auch weil die Programmierer es einfach drauf haben, wie man es z.B. an Zack Rusin immer wieder sieht. Weiteres zu der Geschwindigkeit von QT kannst Du hier nachlesen... Es wird nicht umsonst über die KDE Entwickler gesagt das sie ihren Code nicht auf Geschwindigkeit optimieren müssen, denn sie haben QT
3 - Der Speicherverbrauch von KDE hält sich gemessen an dem was es zu leisten imstande ist auch in Grenzen. Dies liegt auch wieder an der guten Speicherverwaltung, das heisst: Wurde z.B. eine Library von einem Programm geladen, so muss ein anderes diese nicht auch erst laden wenn es diese Funktionen verwenden will... Dies ist bei GTK-Anwendungen oder DE`s wie Gnome oder XFCE, die ja auf GTK basieren, nicht der Fall... Selbst ein Desktop mit Windowmaker kommt schon fast an den Speicherverbrauch von KDE ran, weiteres dazu kannst Du hier lesen...
4 - Das mit dem hässlich und überladen ist natürlich Geschmackssache, allerdings ist KDE sehr flexibel und lässt sich sehr gut anpassen und schlanker machen...
5 - Du kannst jeder Zeit die Konfiguration von KDE auch mit einem Texteditor bearbeiten, ist auch nicht so schwer weil alles gut lesbar ist
6 - Die Shortcuts lassen sich nach belieben einrichten, und KDE ist auch in dieser Sache sehr flexibel. Ich würde sogar behaupten das es die beste Konfiguration in dieser Hinsicht ermöglicht... Und so langsam denke ich das Du hier nur auf Defaults abgehst, und Dich noch nie wirklich damit beschäftigt hast...
7 - Du solltest Dich vielleicht neben KMail auch mal mit der Konsole (schnellstes Terminal unter X mit den meisten Features) oder Kate oder einfach dem Konqueror auseinandersetzen... Vielleicht merkst Du dann was Du bei GTK Anwendungen vermisst
8 - Da ich eine komplette KDE Distribution maintaine, kann ich sehr gut sagen wie lange man für einen kompletten Build braucht... Und das waren auf meinem alten Athlon 1600 mit 512mb beiweiten keine 22 Stunden... Aber vielleicht liegts auch daran das Gentoos Tools mit der Zeit immer langsamer geworden sind
Wie ich diese Leute mag, die immer alles schlecht machen müssen was sie nicht mögen

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