Hi zusammen,
ich hätte mal eine Frage in die Runde, vielleicht hat hier ja jemand praktische Erfahrung aus Lager/Logistik.
Es geht um ein eher kleines Lager, in dem regelmäßig Paletten bewegt und umgestellt werden. Aktuell läuft das Ganze noch ziemlich unstrukturiert, einfache Handhubwagen sind vorhanden, aber ein richtiges System fehlt.
Mich würde interessieren, wie ihr das in so einer Größenordnung handhabt. Reicht ein vernünftiger Handhubwagen im Alltag aus oder lohnt sich der Umstieg auf elektrisch? Ab wann macht eurer Meinung nach ein Stapler wirklich Sinn? Und wie organisiert ihr euer Lager, damit es nicht schnell chaotisch wird?
Ich hab mich dazu schon ein bisschen umgeschaut und bin u.a. auf Hubwagen.de gestoßen, dort gibt es z.B. recht günstige Standard-Handhubwagen und auch elektrische Modelle (https://www.hubwagen...Elektrohubwagen) u.a. auch für kleinere Betriebe. Hat da jemand schon Erfahrungen gemacht mit diesen oder dieser Art von Geräten?
Hab außerdem ein ganz passendes Video gefunden, wo mal verschiedene Hubwagen/Typen kurz gezeigt und erklärt werden. Fand ich ganz hilfreich, wenn man sich noch nicht so tief mit dem Thema beschäftigt hat:
Würde mich über ein paar Erfahrungswerte freuen, egal ob aus dem Job oder aus kleineren privaten Projekten.
Danke schon mal 👍
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Erfahrungen mit Hubwagen, Staplern & Lagerorganisation?
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#2
geschrieben Gestern, 22:50
Lagerlogistik ist im Kern weniger Wissenschaft als vielmehr ein sehr langes Missverständnis mit Rollen auf Rädern.
Wir haben damals auch mit Handhubwagen angefangen. Das ging so lange gut, bis einer versucht hat, einen kompletten Palettenstapel gleichzeitig diagonal durch eine Tür zu fahren. Ab da war klar: Es muss eskalieren.
Zum Thema elektrisch vs. manuell:
Elektrisch lohnt sich genau dann, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
-der Kaffeeautomat ist weiter weg als die Paletten
-jemand sagt „das geht auch schnell zu Fuß“
-oder der Hubwagen hat bereits begonnen, sich emotional von euch zu distanzieren
Stapler hingegen ist so eine Art Endgegner. Den holt man sich nicht, den ruft man versehentlich herbei. Sobald ein Stapler im Betrieb ist, gelten neue Naturgesetze:
-Paletten werden schwerer, sobald sie höher als 30 cm stehen
-Wege werden automatisch enger
und jeder Kollege entwickelt plötzlich eine starke Meinung zu Rückwärtsfahren in Kurven
Zur Lagerorganisation haben wir einen sehr stabilen Ansatz entwickelt: „visuelles Gedächtnis + Hoffnung“. Das bedeutet konkret:
Alles hat einen festen Platz, außer wenn es gerade woanders sinnvoller aussah. Dann bleibt es dort, bis es vergessen wird oder sich von selbst wieder zurückteleportiert (passiert überraschend oft nach dem dritten Umräumen).
Wir hatten auch mal so ein System mit Markierungen am Boden. Das hat exakt 4 Tage funktioniert. Danach wurden die Linien als „grobe Richtungsangabe“ interpretiert und später als „kreative Zone für spontane Paletteninterpretation“.
Zu dem Video: Sehr gut zur Orientierung, aber wichtig ist, dass man sich nicht zu sehr darauf verlässt. Theorie und Praxis im Lager verhalten sich ungefähr wie IT-Dokumentation und Realität nach dem ersten Deployment.
Abschließend sei gesagt: Ein gut geführtes Lager erkennt man nicht daran, dass alles seinen Platz hat, sondern daran, dass niemand mehr sicher ist, ob dieser Platz jemals existiert hat.
Wir haben damals auch mit Handhubwagen angefangen. Das ging so lange gut, bis einer versucht hat, einen kompletten Palettenstapel gleichzeitig diagonal durch eine Tür zu fahren. Ab da war klar: Es muss eskalieren.
Zum Thema elektrisch vs. manuell:
Elektrisch lohnt sich genau dann, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
-der Kaffeeautomat ist weiter weg als die Paletten
-jemand sagt „das geht auch schnell zu Fuß“
-oder der Hubwagen hat bereits begonnen, sich emotional von euch zu distanzieren
Stapler hingegen ist so eine Art Endgegner. Den holt man sich nicht, den ruft man versehentlich herbei. Sobald ein Stapler im Betrieb ist, gelten neue Naturgesetze:
-Paletten werden schwerer, sobald sie höher als 30 cm stehen
-Wege werden automatisch enger
und jeder Kollege entwickelt plötzlich eine starke Meinung zu Rückwärtsfahren in Kurven
Zur Lagerorganisation haben wir einen sehr stabilen Ansatz entwickelt: „visuelles Gedächtnis + Hoffnung“. Das bedeutet konkret:
Alles hat einen festen Platz, außer wenn es gerade woanders sinnvoller aussah. Dann bleibt es dort, bis es vergessen wird oder sich von selbst wieder zurückteleportiert (passiert überraschend oft nach dem dritten Umräumen).
Wir hatten auch mal so ein System mit Markierungen am Boden. Das hat exakt 4 Tage funktioniert. Danach wurden die Linien als „grobe Richtungsangabe“ interpretiert und später als „kreative Zone für spontane Paletteninterpretation“.
Zu dem Video: Sehr gut zur Orientierung, aber wichtig ist, dass man sich nicht zu sehr darauf verlässt. Theorie und Praxis im Lager verhalten sich ungefähr wie IT-Dokumentation und Realität nach dem ersten Deployment.
Abschließend sei gesagt: Ein gut geführtes Lager erkennt man nicht daran, dass alles seinen Platz hat, sondern daran, dass niemand mehr sicher ist, ob dieser Platz jemals existiert hat.
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