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m2 => ssd - Datentransfer sehr langsam


#1 Mitglied ist offline   sturdy 

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geschrieben 27. Januar 2021 - 20:35

Hallo zusammen,

ich habe eine 2TB Corsair MP600, M.2 PCIe 4.0 sowie eine Samsung 870 QVO 4TB SSD verbaut - neuer Rechner, angeschlossen an ein MSI MEG X570 Ace Board.

Das "Ausschneiden" von Dateien von der Corsair auf die Samsung ist jedoch merkwürdigerweise sehr langsam und ich bekomme am Anfang irgendwie 500-600MB/s, die dann aber direkt abfallen und sich dann bei 140-150MB/s einpendeln.

Von den Schreib/Lesewerten sind wir da ja noch weit entfernt, weshalb ich gerade irritiert bin, woran das wohl liegen mag?

Die Dateien, die ich verschiebe sind alle recht groß (teilweise mehrere GB) und sollten daher nicht zu viel Overhead erzeugen.

Ich habe auch reines kopieren probiert, aber Geschwindigkeit ist nicht anders.

Hat hier jemand eine Idee, was hier der Flaschenhals ist? Theoretisch müsste über SATAIII die Samsung an ihre Grenzen kommen können.

//Nachtrag: Eben noch über "TeraCopy" gestoßen - auch hier die Transferraten ähnlich wie über die Windows-Kopierfunktion.

Dieser Beitrag wurde von sturdy bearbeitet: 27. Januar 2021 - 20:44

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#2 Mitglied ist offline   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 27. Januar 2021 - 21:04

Zitat

Samsung 870 QVO 4TB SSD
Da liegt das Problem. Die SSD arbeitet mit QLC Zellen und daher kennt jede Zelle 4 Ladezustände, anhand derer die Daten gespeichert werden. Je mehr Ladezustände eine SSD kennt, umso langsamer wird sie: SLC, MLC, TLC und nun QLC.

Die ersten paar Sekunden greift die SSD auf einen super schnellen Cache zurück; danach ist der voll und es wird direkt in die Zellen geschrieben.

Siehe auch Testbericht von computerbase.de. Auch dort werden maximal 158MB/s erreicht, bei sehr großen Dateien.

Also: technisch alles OK. Wenn Du mehr Speed brauchst, muss man die Samsung QLC SSD gegen eine TLC oder MLC SSD austauschen, die aber in der Größe von 4TB deutlich teurer als die aktuelle Samsung ist. Irgendwoher muss der Preis ja kommen ;).

Steht auch im Datenblatt bei geizhals.de drin:
Schreiben: 530MB/s SLC-Cached (160MB/s QLC)

Dieser Beitrag wurde von DanielDuesentrieb bearbeitet: 27. Januar 2021 - 22:08

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#3 Mitglied ist online   DK2000 

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geschrieben 27. Januar 2021 - 21:30

Wobei 158MB/s noch schnell sind. Nach längerer Nutzung und wenn der TurbeWrite nicht mehr greift, dann fällt die Datenrate beim Schreiben auf unter 80MB/s. Sehr frustrierend, wenn man sieht, dass die alte externe HDD im Schnitt mit 100MB/s beim Schreiben arbeitet.
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#4 Mitglied ist offline   Ler-Khun 

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geschrieben 28. Januar 2021 - 02:10

Erklär mir doch mal einer bitte was es mit diesen Ladezuständen auf sich hat. Manche haben ja sogar 8 wie ich gerade gelesen habe.

Und noch mal was ganz Anderes zu SSDs.
Ich habe mir gerade das Datenblatt einer durchgelesen und da stand "Kapazität pro Zelle: 4 Bit"
Da kam mir folgender Gedanke: Bei klassischen HDDs ist es ja von Vorteil eine möglichst kleine Clustergröße zu wählen um Speicherverschwendung vorzubeugen.
Sehe ich das richtig, dass man ergo bei SSD sich eine mit möglichst geringer Zellenkapazität zulegen sollte?

Dieser Beitrag wurde von Ler-Khun bearbeitet: 28. Januar 2021 - 02:11

MfG


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#5 Mitglied ist online   DK2000 

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geschrieben 28. Januar 2021 - 10:19

Also bei HDDs eine möglichst kleine Clustergröße zu verwenden, hat da nur sehr begrenzt Vorteile.

Eine Clustergröße unter 4096 Byte mach nur dann sinn, wenn man auf dem Datenträger extrem viele Dateien kleiner 4096 Byte speichert. Das Ganze geht dann aber auf die Performance. Aber, das Ganze macht nur dann wirklich noch sinn, wenn man noch echte 512n Platten verwendet, also Platten welche tatsächlich noch 512 Byte große Sektoren verwenden. Die meisten Platten heutzutage sind aber 512e Platten, also übermitteln Windows eine logische Sektorengröße von 512 Byte, intern werden aber pro Sektor 4096 Byte verwende. Hier bringt es rein gar nichts, die Cluster auf unter 4096 einzustellen, jedenfalls nicht, wenn es um "Speicherverschwendung" geht. Da ein Sektor nur in Cluster aufnehmen kann, würde ein 512 Byte Cluster auf der HDD dennoch 4096 Byte belegen.

Aber das hat mit SSDs relativ wenig zu tun. SSDs benötigen eigentlich keine Sektoren im Sinne der HDDs. Um mit Windows kompatibel zu bleiben, melden die SSDs dennoch eine Sektorengröße von 512 Byte oder 4096 Byte. Was anderes unterstützt Windows nicht. Wie die Daten dann letztendlich auf der SSD verteilt werden, ist Dache des Controllers.

Was jetzt aber die einzelnen Zellen angeht, das ist wieder etwas ganz anders. Die QLC Varianten verwenden 4 Bit/Zelle, was zwar eine deutlich höhere Kapazität bei niedrigerem Preis ermöglicht, aber das Ganze geht auf Haltbarkeit und Performance. Daher verwendet die Hersteller diverse Tricks, um das zu kaschieren. Samsung nennt das "Intelligent TurboWrite". Hier wird ein Teil der SSD als SLC angesprochen, also nur 1 Bit/Zelle, was eine Hohe Schreibrate ermöglicht. Aber irgendwann ist dieser SLC Speicher aufgebraucht, so dass direkt das 2 Bit in der Zelle geschrieben werden muss, dann das 3 Bit und letztendlich das 4. Bit. Und das Schreiben des 4 Bits dauert prinzipbedingt extrem lange, was man dann auch ohne Benchmark deutlich mitbekommt. Das lässt sich dann ab dem Punkt auch nicht mehr verbessern, außer man löscht wieder ein Großteil der Daten auf der SSD, so dass wieder mehr SLC Cache zur Verfügung steht. Aber langfristig wird die QLC SSD langsamer, je mehr man die Kapazität der SSD ausnutzt.

Selber habe ich da auch eine Samsung 860 QVO mit 2 TB, aber die liegt jetzt im Schrank. Die wollte ich als Speicher für die virtuellen Datenträger für die VMs nehmen, aber sobald da zu viele Daten drauf waren, fiel die Schreibrate auf gut 80 MB/s herab und verbleib dort. Bei der 870 QVO hat Samsung da wohl noch etwas verbessert, aber an die vergleichbaren EVO oder PRO Laufwerke kommt die QVO da immer noch nicht ran, jedenfalls nicht, wenn man viele Daten auf der SSD speichern will.
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