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Windows 10 und meine Meinung


#1 Mitglied ist offline   KingGozza 

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geschrieben 16. November 2015 - 17:56

Ich muss das hier mal loswerden.

Mich haben einige schon in verschiedenen Threads gesehen und sicher teile ich nicht jedermanns Meinung.
Ich bin nicht der Meinung, dass Microsoft seine User direkt ausspionieren will, zumindest nicht geheim und nicht für kommerzielle Zwecke. Das sie Daten sammeln müssen, um ihre Dienste weiter zu entwickeln, hatte ich in einem anderen Thread schon ausführlich erklärt.

Nun aber einfach mal zum System selbst, denn das geht oft unter in den Diskussionen, da es immer wieder auf andere Dinge hinausläuft.

Ich fange mal da an, wo alle Probleme anfingen, bei Windows 8/8.1.
Viele mochten das System nicht, meist wegen den Tiles. ich hatte Windows 8 von Anfang an. Da ich schon ein Windows Phone 7 hatte, war ich die Tiles ja eigentlich gewohnt aber sie am PC zu haben, war doch wieder eine ganz andere Geschichte und ich brauchte meine Zeit, um mich mit ihnen anzufreunden, indem ich das "Startmenü" nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr aufrief.
Viele User hier meinten ja, man muss es nicht aufrufen und es funktioniere nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn".
Irgendwie ist es doch immer da, sei es einfach das Wissen darum, was zu einem Gefühl der "Beklemmnis" wird.
Nun gut, Windows 8.1 kam und es hat sich doch nichts gebessert, was fehlte wurde nur teils nachgereicht und der Rest war einfache Fehlerbehebung. Kurzum: Windows 8/8.1 war ein netter Versuch, meiner Ansicht nach und nur für mich gesprochen, war es einfach nicht das Wahre.

Also freute ich mich auf Windows 10 und wieder ein "unbeschwertes" arbeiten am PC.
Im Juli war es endlich soweit und ich habe es auch direkt installiert. Ich muss zugeben, ich war im Insider Programm und wusste was auf mich zu kam aber produktiv, hatte ich zuvor nicht mit dem System gearbeitet.
Microsoft hat vieles an der GUI geändert, endlich wieder ein Startmenü, was kein Vollbild benötigt und auch die Tiles gefallen mir so, die ich auf 3 Breite gesetzt habe, damit das Startmenü nicht zu groß ist, alles gegliedert in Social, News, Multimedia, Games etc.
Und dennoch war auch Windows 10 TH1 nichts ganzes und nichts halbes. Unfertige Icon-Packs, dass Design war noch immer nicht durchgängig, Systemsteuerung und Einstellungs-App... Nach vielem hin und her switchen hab' ich dann auch Windows 10 angepasst. Wirklich zufrieden war ich aber noch lange nicht, also die nächste Freude auf TH2, da viele doch beschworen (ich auch), damit wird alles besser.
Wie erwartet kam dann auch TH2 vor wenigen Tagen. Ich war einer der glücklichen, die es sofort angeboten bekamen.
Das Upgrade lief problemlos, doch Probleme sollten erst kommen. OK wie zu erwarten war, war vieles zurückgesetzt, was man zuvor mühevoll eingerichtet hat. Also gibt das ganze switchen wieder los, das Startmenü wollte auch komplett neu eingerichtet werden. Die neuen Apps, störten mich dabei gar nicht so sehr, wie andere hier, mich störte eher, dass trotz eingeschalteter Synchronisierung, ich alles wieder neu einrichten durfte, da frag' ich mich doch, wozu es diese Synchronisation gibt, wenn nicht einmal das Startmenü gespeichert wird... Egal.
Endlich das System ans laufen bekommen, sprich eingerichtet, testete ich meine tägliche Software, die keine Probleme machte und auch beim Upgrade wurde mir nichts als inkompatibel angezeigt, also war es nicht verwunderlich.
Die Fehler kamen aber man nächsten Tag. Ich hatte nur noch halbe Kontextmenüs. Die wurden zwar aufgebaut aber ohne Schrift und dementsprechend waren sie sehr Schmal und nur die Pfeile zu weiteren Optionen waren zu sehen, die auch leer waren. Kein Ding, Rechner neustarten... Das gab dem ganzen aber keine Abhilfe. OK das ignorierte ich erst einmal und wollte Battlefield 4 zocken, was sich als unmöglich herausstellte, da ich nun massig FPS Drops habe.
Ja, dann wird Windows eben sauber neu aufgesetzt. Media Creation Tool gestartet, einen Stick fertig gemacht und gestartet. Partition komplett gelöscht (auch die Sicherungspartition) und Windows neu drauf gebügelt.
Die Sicherungspartition ist nun unter Windows 10 mal satte 500MB groß, fiel mir dabei auf.
Nachdem also Windows 10 TH2 komplett neu und sauber installiert wurde, konnte ich wieder von vorn anfangen... Ich wiederhole das nun nicht alles... Fazit, es läuft mehr schlecht als recht.

Mein Fazit zu Windows:
Windows hat sich seit Windows 8 in eine ganz miese Richtung bewegt, was die Usability betrifft.
Ein System, was nicht mehr das macht, was es machen soll, dem User arbeit abnehmen, ist aus Windows geworden.
Sicher musste sich Microsoft etwas neues einfallen lassen, denn wenn ich zurückdenke, an Windows 7, hatten sie es doch erreicht, das fehlerfreiste und am angenehmsten zu gebrauchen OS zu schaffen. Das zu toppen, war bestimmt keine leichte Aufgabe. Doch es mit halb garen System zu versuchen, die es dem User eher schwer anstatt leicht machen, ist bestimmt nicht der richtige Weg.

Windows 7 hat mir in jeglicher Hinsicht gefallen, sei es das Design oder die Usability, dass hat Microsoft seither nicht mehr geschafft.

Ich bin das warten, auf ein funktionierendes System leid. Seit Windows 8 hoffe ich, dass es mit der nächsten Version besser wird, wird es aber nicht und ob Windows 10 in den nächsten Upgrades wirklich besser wird, wage ich langsam zu bezweifeln.
Microsoft hat seinen Fokus woanders drauf gerichtet, warum sollte ein Windows as a Service auch je brauchbar werden, dann müsste es nicht weiterentwickelt werden. Soll keine Behauptung sein aber sie werden sich bestimmt nicht beeilen, ein wirklich brauchbares OS zurecht zu basteln, denke ich.

Ich erwähne noch einmal explizit, dass sind meine Erfahrungen und meine Meinung und eure würde mich auch interessieren aber bitte lasst die "Spionage" au?en vor, lasst uns wirklich allein um das System Windows und die Usability reden.

Danke fürs lesen und ich bin gespannt, was ihr für eine Meinung habt. :)
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#2 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 16. November 2015 - 18:42

Nur so als Diskussionsgrundlage - hab ich ja schon anderswo so kundgetan:

- Wir sind uns alle einig, daß "Windows 7+1", also der unmittelbare Nachfolger von Windows 7, spektakulär gegen den Baum gehen würde. Windows 7 war "zu" gut ausgewogen, und das auch recht schnell, auf seine Lebensdauer bezogen, und wurde vor allem von allen Seiten hochgelobt. Microsoft mußte also - ob sie wollten oder nicht - einen anderen Weg einschlagen; keiner hätte Geld für *noch* einen Neuaufguß von Windows Vista ausgegeben, insbesondere deswegen nicht, weil ja schon mehr oder weniger alle (die man interessieren konnte und nicht auf XP bestanden haben) bereits 7 verwendeten.

Das wußte man auch bei Microsoft: Der Nachfolger von 7 würde mehr oder weniger zwangsfloppen, egal was man tut.

Also haben sie es mit einer grundsätzlichen Überarbeitung versucht. Das fand und finde ich immer noch einen mutigen Schritt; die Mehrheit spricht zwar von "übermütig", aber die Meinung kann ich nicht teilen.


Windows 8 hatte und hat aber das Problem, daß - leider - Otto Normalwindowsnutzer inzwischen komplett eingefahren ist. Daran hat Microsoft auch einen gut Teil selber Schuld: effektiv nichts wurde am Benutzerschnittstellenkonzept seit Windows 95 geändert. Das waren an dieser Stelle nicht ganz 18 Jahre (1995-2012), wo sich auch noch der letzte Änderungs-Aufgeschlossene hemmungslos an das Startmenü-basierte UI gewöhnen konnte.

Es lag also auf der Hand, daß man sich mit 8 und seiner "Metro UI" da ein Problem ins Haus holen würde. Ich geh mal davon aus, daß man das bei Microsoft ebenfalls wußte; die Frage stellt sich, ob man das unterschätzt oder in Kauf genommen hat oder wie oder was.


Dennoch denke ich, daß man mit 8 bis auf Ausnahmen alles richtig gemacht hat: die Benutzerschnittstelle wurde vereinfacht, während man die "komplexe" Schnittstelle aber erhielt; das Bedienkonzept blieb grundsätzlich erhalten, wurde aber erweitert um die Apps; und Microsoft hat sogar versucht, der Stagnation in bezug auf Hardwareanforderungen entgegenzuwirken durch signifikantes Augenmerk auf Touchscreen-Steuerung (welche als Bedienkonzept ebenfalls einfacher und auch reaktionsfreudiger ist als die mit der Maus).


Daß sich dann alle Welt ausgerechnet am Startmenü(!) aufhängen mußte... weiß nicht, ob man damit hätte rechnen sollen. Man kann MS ankreiden, daß sie es ersatzlos gestrichen haben und nicht wie bei Windows Vista und 7 einen "klassischen" Modus implementiert haben, in welchem sich 8 dann mehr oder weniger analog zu 7 und Vista verhalten würde.



Windows 10 hingegen ist ein reines Zurückgerudere, fast von Anfang an und, zumindest in meinen Augen, ein klassisches Beispiel von "viele Köche verderben den Brei".

Windows 10 schmeißt die guten Aspekte der "Desktop-UI" von 7 &Co. weg (und plant, das noch weiter zu tun) - Stichwort Systemsteuerung und was Microsoft lakonisch als "Konsolidierung" bezeichnet.

Windows 10 schmeißt die guten Aspekte der "Metro-UI" von 8 aber ebenfalls weg, zB die Gestensteuerung, die Charms Bar, die ausgezeichnete Suchfunktion, den Startscreen im Sinne eines Klicke-Start-und-hab-alles-auf-einen-Blick-vor-Dir, und so weiter.

Was bleibt? Gute Frage eigentlich. Wenn ich mir das so anschaue, hab ich hier eine Betriebsumgebung, die sich Mühe gibt, wie Windows 7 auszusehen und die Einflüsse von 8 möglichst unter den Tisch zu kehren... während es aber stur an der Store-Konzeption festhält (immerhin muß man ja irgendwie weiteres Geld einnehmen damit).

Windows 7 war toll. Windows 8 auch, wenn man sich an die geänderte Konzeption gewöhnen konnte. Aber Windows 10 ist nichts Halbes und nichts Ganzes und ich persönlich hoffe immer noch, daß Microsoft mittelfristig gewillt ist, Windows wieder in Entwicklungszweige aufzutrennen - beispielsweise "Beginner", "Gamer", "Prosumer" und "Enterprise", die dann alle verschiedenen Schwerpunkten folgen und dann aber konsequent Konzepte *verfolgen* (können) statt sich hinzustellen und mit einem Uni-Windows es irgendwie allen rechtzumachen versuchen.

Was, wie die Geschichte immer und immer wieder lehrt (bzw lehren sollte), noch nie funktioniert hat.
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#3 Mitglied ist offline   KingGozza 

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geschrieben 16. November 2015 - 19:08

@RalphS Danke für deinen, trotz Subjektivität (geht ja auch hier bei darum), objektiven Beitrag. :)

Im Grunde spiegelt dein Beitrag das wieder, was ich aussagen wollte. Es war mutig von Microsoft, wurde aber nicht angenommen, der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier.
Ich hatte mir damals echt mühe gegeben, mich an das neue Startmenü zu gewöhnen aber irgendwann gab ich es doch auf.

Was mich besonders stört, ist die Inkonsistenz im gesamten System, seit Windows 8 und auch, dass es immer wie zu mal mehr, mal weniger schwerwiegenden Problemen kommt. Jedes mal wenn ich den Rechner hochfahre, ist es wie ein Überraschungsei... Funktioniert auch alles und wenn nicht, wie schlimm ist es?

Ich hätte gerne wieder ein System, wo ich nicht dran rum basteln muss, damit alles sauber läuft und wenn etwas nicht läuft, ich das OS ausschließen kann als Fehlerquelle. Wie halt zu Zeiten von Windows 7.
Zu Windows 7 zurückkehren ist keine Lösung, da das Support-Ende schon feststeht und man sich spätestens dann eh an ein neues System gewöhnen muss.
Es lässt einen schon verzweifeln, wer weiß wie lange noch, mit einem inkonsistenten System arbeiten zu müssen.

Ich hoffe auch Microsoft bekommt es hin, wenn sie denn gewillt sind.
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#4 Mitglied ist offline   Doodle 

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geschrieben 16. November 2015 - 19:09

Der nächste Rechner, den ich für mich aufsetze, bekommt ein Win7. Die gratis Upgrades auf Win10 habe ich mitgenommen, überzeugt hat mich Win10 aber nicht. Ich vermisse die gradlinige Struktur von Win7 und mag diese Schnüffelfunktionen von Win10 nicht(okay, kann man wohl überwiegend abschalten, aber sie sind erstmal da), dann das Update 1511, das eigentlich ein Upgrade ist und mal eben ohne Vorwarnung über 15GB auf der Systempartition blockiert, usw.. Nein Danke. Meine Entscheidung für das nächste BS steht fest.
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#5 Mitglied ist offline   KingGozza 

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geschrieben 16. November 2015 - 19:13

@Doodle ich wollte hier gerne die "Spionage" außen vor lassen.
Mich interessiert aber detailliert, was dir an Windows 10 nicht gefallen hat. Ich würde zu gern deine Meinung zu dem wissen, was hier schon geschrieben wurde. Und danke für deinen Beitrag. :)
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#6 Mitglied ist offline   Doodle 

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geschrieben 16. November 2015 - 19:28

Beitrag anzeigenZitat (KingGozza: 16. November 2015 - 19:08)

Zu Windows 7 zurückkehren ist keine Lösung, da das Support-Ende schon feststeht und man sich spätestens dann eh an ein neues System gewöhnen muss.

Der erweiterte Support endet am 14. Januar 2020. Also da ist noch reichlich Luft.
Und nochmal zum Stichwort Systemsteuerung. Die gibt es ja bei Win10 irgendwie zweimal. Einmal unter Einstellungen und dann noch einmal als altbekannte Systemsteuerung von Win7. Verwirrend. Dass die Programme jetzt unter Apps zu finden sind, finde ich nicht schlecht, aber wenn ich da zwangsweise auch die Xbox finde, die ich ja gar nicht habe, fällt mir schon wieder ein Argument mehr gegen Win10 ein.
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#7 Mitglied ist offline   KingGozza 

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geschrieben 16. November 2015 - 19:40

@○Doodle danke :)
Wie gesagt, die Apps stören mich gar nicht mal so sehr und ich glaube, aus dem Konsolen-Namen xBox, wollen die jetzt eher eine Art "Service" machen, also alles was spiele und Multimedia ist, lang- oder mittelfristig als xBox vermarkten.
Bei der Einstellungs-App/Systemsteuerung muss ich dir recht geben, mir passt das auch nicht so ganz und ich würde es begrüßen, wenn es bei der Systemsteuerung bliebe.
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#8 Mitglied ist offline   adrianghc 

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geschrieben 16. November 2015 - 19:45

Das mit der Xbox sehe ich weniger so, die Umbenennung von Xbox Music und Xbox Video in Groove und gar nichts (bzw. wurde der Video-Store in den Windows Store integriert und besitzt kein eigenes Branding mehr) zeigt meiner Meinung nach, dass Microsoft wieder diese Bestrebungen aufgibt und die Marke Xbox wieder verstärkt auf den Gaming-Bereich fokussieren möchte.

Bezüglich Apps stören mich persönlich die vorinstallierten nicht, aber viel seltsamer als die Xbox-App finde ich, dass sich die Wetter-App nicht einfach deinstallieren lässt, zumal das unter Windows 10 Mobile sogar geht.

Momentan sieht alles danach aus, dass nicht die Systemsteuerung, sondern die neue App bleiben wird. Solange keine Einstellungen verloren gehen (außer vielleicht irgendwelcher obskurer, die keiner mehr nutzt), habe ich eigentlich kein Problem damit. Mittlerweile finde ich der neuen App auch fast alles, was ich im "normalen Betrieb" brauche. Ich denke, bis die Systemsteuerung verschwindet, vergeht sowieso noch eine Weile.

Dieser Beitrag wurde von adrianghc bearbeitet: 16. November 2015 - 19:46

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#9 Mitglied ist offline   KingGozza 

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geschrieben 16. November 2015 - 19:54

@adrianghc Danke für deine Meinung. :)
Stimmt, an die Music-App Groove und den Store hatte ich jetzt nicht gedacht.
Da es aber "Windows Games" (hieß doch so?) nicht mehr, wird das sicher einfach unter dem Namen xBox weiter vermarktet.

Mit der neuen Einstellungs-App komme ich auch klar und finde soweit alles.
Dennoch fühlt es sich "gezwungen" an, diese zu benutzen, wie auch das gesamte System aber vielleicht ist es nur eine Gewohnheitssache.
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#10 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 16. November 2015 - 20:02

Also in Kombination mit Classic Shell benutze ich Win 8.1 fast wie Win 7. Nur ab und zu komme ich mit der Maus mal zu weit an den Rand und dann geht irgendwas Komisches auf. Und ich krieg diese Apps irgendwie nicht komplett weg. So stören sie ja nicht aber manchmal geht beim Doppelklicken auf eine Datei so ein Doofes Ding dann auf und dann Halleluja, bis das dann immer alles weg und aus und zu ist und so wie vorher, das dauert dann immer.
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#11 Mitglied ist offline   KingGozza 

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geschrieben 16. November 2015 - 20:46

@Holger_N Ich hatte weitestgehend auf ein Startmenü verzichtet und meinen Desktop und die Taskleiste mit Verknüpfungen vollgepackt, war dann mein Ersatz für ein Startmenü, was zumindest die Programm-Verknüpfungen betrifft. :D
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#12 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 16. November 2015 - 20:56

Für Programmaufrufe nehme ich das Startmenü nichtmal oder sagen wir mal nicht immer. Dafür habe ich eigentlich RocketDock, dass ich oben angeheftet habe. Wenn ich aber gerade mit der Maus unten links am Monitor unterwegs bin, dann nehme ich auch mal das Startmenü, da muß ich dann nicht extra mit dem Pfeil bis ganz noch oben fahren. Ist ja auf einem 24" doch ein ganz schönes Ende.
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#13 Mitglied ist offline   Sturmovik 

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geschrieben 16. November 2015 - 21:12

@Holger: Das Startmenü öffnet man doch nicht mit der Maus, dafür hat man den Daumen :blink:

Ich glaub das hab ich in dem anderen (kaputtgetrollten) Thread schonmal geschrieben, aber egal: Das Userinterface nehm ich irgendwie kaum wahr.
Die ersten paar Tage ja, aber dann hab ich die wichtigsten Abläufe verinnerlicht und bediene das System quasi blind.
So hüpf ich auf Arbeit zwischen Windowsen der letzten 20 Jahre hin und her, nebenbei noch Gnome3 o. Cinnamon auf meinen privaten Gerätschaften, das einzige was mich da wirklich stört, ist das Startmenü von XP/2003 u. älter, weil man da mit der Maus suchen muss.
Deswegen war mir auch die sog. Verkachelung von Windows8.x relativ wurscht. Hauptsache man kommt an alle wichtigen Funktionen ran, ohne suchen zu müssen (und damit meine ich nicht die Startmenüsuche) und sieht auf den ersten Blick, welches Fenster den Fokus hat.
Gerade in den letzten beiden Aspekten gefällt mir Win10 nicht wirklich, ich muss allerdings zugeben, bisher keine eigene Maschine mit Win10 ausgestattet zu haben, ich hab nur bei Kollegen mal reingeschaut.

Viel wichtiger als die ganze UI-Geschichte ist mir allerdings Systemstabilität und Kompatibilität.
Dazu gehört auch, dass das System sich nicht mal eben verändert, wenn MS es will (die Geschichte mit den Zwangsupdates, die nebenbei auch nicht brauchbar dokumentiert sind), damit Software nicht von jetzt auf gleich den Dienst versagt.
Und wie ich es erwartet habe (Ich habe von MS noch nicht einmal ein Betriebssystem gesehen, was bei Release keine Beta mehr war) hört man aus allen Ecken "dies&das funktioniert nicht". Das Produkt reift wie üblich beim Kunden (hoffentlich, Win8 hat ja immer noch ein paar ungefixte Fehler)

Von daher: lassen wir Win10 mal reifen, so wie die anderen Bananen zuvor, und sehen dann weiter.
«Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich» (Mark Twain)

Unix won't hold your hand. You wanna shoot your foot, Unix reliably delivers the shot.

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#14 Mitglied ist offline   Gajus-Julius 

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geschrieben 17. November 2015 - 08:04

Microsoft verfolgt ein Ziel, dem sich alles unterordnen muss:

Der Marktanteil der Windows Server- und Desktopsysteme sowie der Office Produkte muss erhalten bleiben.

Und die Befürchtungen, dass dies immer schwerer fallen wird, kamen offensichtlich schon vor vielen Jahren auf. Anwendungen in Winform programmiert, waren Standard. Dann wurde das Programmieren von Windows-WPF Anwendungen gehypt. Dumm nur, dass hier viele Programmierer nicht mehr folgten, weil es ungleich komplizierter wurde und vor allem Datenbankanbindungen nur mit großen Verrenkungen programmierbar waren. Windows-WPF aber sollte den Umstieg auf browserbasierte Anwendungen einleiten. Seinerzeit die größte Sorge für MSFT, weil diese Anwendungen auf jedem System ablauffähig sind.

Dann kamen Windows 8 und Windows 8RT als Versuchsballons, RT vor allem, um zu testen, ob der Kunden auch eine Einschränkung der Programmvielfalt hinnehmen würde. Denn RT lief auch auf ARM-CPUs, und Geräte mit dieser CPU wuchsen als nächsten Konkurrenten von Microsoft in raschen Schritten heran.

Beide Windows Versionen wurden zum Flop. RT mittlerweile eingestampft und W8 / W8.1 mit weit geringerem Marktanteil als W7. Trotz Abermillionen für Marketing und Werbung.

Mittlerweile haben transportable Geräte mit anderen als den Intel CPUs einen höheren Verkaufsanteil als Desktops mit Intel CPUs. Auch diese Entwicklung zu kleineren Geräten mit Bildschirmgrößen, die völlig geänderte Anwendungen erfordern, wurde komplett verschlafen.

Daher Windows 10. Eine Version auf allen Geräten. Was man auf dem Smartphone oder dem Tablet zu arbeiten begonnen hat, soll man auch mit dem Desktop beenden oder verfeinern können.

Und hier liegt eine Chance für MSFT. Denn bei Apple klappt das nicht wirklich. Deren neue Anwendungen, die in Zusammenarbeit mit IBM für die Firmenkunden entwickelt wurden, laufen nur auf den transportablen Geräten mit deren OS ab. Deshalb auch die Sprüche des Apple CEOs, nach denen der Desktop keine Zukunft mehr habe.

Apple hatte immer ein Problem mit Anwendungen, die eine Datenbank erforderten und wurde es auch mit Hilfe von IBM nie für den Desktopbereich los.

Genau dieses Schicksal will Microsoft nicht erleiden. Dumm nur, dass man die Millionen von Programmierern, die nach wie vor mit Winform und ADO-Net ihre Anwendungen planen, komplett vor den Kopf stößt. Das angekündigte und versprochene Tool, mit dessen Hilfe eben solche Anwendungen zu Universalapps konvertiert werden können, gibt es noch nicht. Dafür aber schon das SP1 für Windows 10.

Alle Schwierigkeiten, von denen nicht nur hier im Forum die Nutzer berichten, müssen als Kollateralschäden für die Verfolgung des einzigen Ziels von MSFT betrachtet werden. Wer schon mal einen Blick auf "Redstone" dem Nachfolger von W10 1511 werfen durfte und konnte, wird erkennen, dass die Einschränkungen noch viel größer werden, was Kompatibilität mit bisherigen Windows Anwendungen angeht. Ehemals als Winform programmierte Anwendungen laufen dort nämlich auch nicht mehr wirklich einwandfrei ab. Wer unbedingt ein OS an den Mann bringen will, dass keine bestimmte CPU-Architektur mehr benötigt, muss Federn lassen.

Sehr viel Federn. Sonst hätte Apple dieses System schon längst eingeführt. Apple wusste, dass dies zu einer Mission Impossible verkommen würde. Unabhängig davon, dass hier völlig verschiedene Bedienkonzepte bedient werden müssten.

Derzeit sind die Kunden von Microsoft nur Leidtragende von Managementfehlentscheidungen in der Vergangenheit. Und daran wird sich so schnell nicht viel ändern.

Es sei denn, MSFT kauft AMD von Rudis Resterampe und lässt eine CPU herstellen, die dann in den tragbaren Geräten als Konkurrenz zu ARM und Co. dienen sollen. Dann, aber erst dann, können Marktanteile gewonnen werden, wenn man das Design dieser CPU dann nicht an Dritte lizensiert.

G.-J.

Dieser Beitrag wurde von Gajus-Julius bearbeitet: 17. November 2015 - 08:08

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#15 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 17. November 2015 - 09:51

Ja, diese Einstampferei werden wir noch deutlicher zu spüren bekommen - spätestens dann, wenn ältere Spiele nicht mehr laufen (also für Privat, meine ich). Für Produktiv... mag ich lieber nicht nachdenken; aber, hier gibt es ja den LTSB, in den man seine Hoffnungen setzen kann...

... naja. "Muß" trifft es wohl besser.

Hab das erst gestern wieder vor die Nase gehalten gekriegt: Windows 10 macht kein Direct Draw mehr mit (schon 8 hatte das eingeschränkt, tat aber noch). DPlay ist auch auf dem Weg nach draußen. Was bedeutet, daß ältere Software, die das nutzt, entweder schwer oder gar nicht außerhalb der VM lauffähig bleiben wird.


Wenn wir das dann mit der Zwangsupdaterei zusammenwerfen... eh.

Für mich sieht das so aus, zumindest so ein bißchen, als ob MS grundsätzlich alles, was nicht Universal App heißt, loswerden will.
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