WinFuture-Forum.de: Bereinigen des WinSxS-Ordners - WinFuture-Forum.de

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Bereinigen des WinSxS-Ordners Eine immer wieder gestellte Frage


#1 Mitglied ist offline   wolf22 

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geschrieben 01. März 2015 - 19:52

Es geht eigentlich nicht um das Löschen des Ordners sondern um eine Reduzierung seiner Größe, da er doch zu beträchtlichen Größen anwachsen kann.
Windows selbst führt dort auch alle 30 Tage eine Bereinigung durch bzw. überprüft ihn, aber dazu muss auch der Dienst gestartet sein.
Das kann man auch per cmd Admin aktivieren mit:

schtasks.exe /Run /TN "\Microsoft\Windows\Servicing\StartComponentCleanup"


Thema: Bereinigen des WinSxS-Ordners aus:

Zitat

Eine häufig gestellte Frage lautet: Kann ich den WinSxS-Ordner löschen, um Speicherplatz freizugeben? Die kurze Antwort ist: nein.
Es gibt jedoch Möglichkeiten, den WinSxS-Ordner zu verkleinern.
Weitere Informationen zum WinSxS-Ordner finden Sie unter Verwalten des Komponentenspeichers.
Dieses Thema enthält Informationen zu den verschiedenen Methoden zum Verkleinern des WinSxS-Ordners unter einer ausgeführten Version von Windows 8.1.


Auch wenn WinSxS in der Ordnerübersicht scheinbar mehrere Gigabyte frisst, ganz so viel Platz nimmt der Ordnerinhalt dann doch nicht ein. Da es sich in dem Ordner nur um Verweise handelt, wird im Windows Explorer die tatsächliche Dateigröße und nicht die der Verknüpfung angezeigt.
Der Explorer kann nicht unterscheiden, wenn dort Dateien in Form eines Hardlinks (http://de.wikipedia.org/wiki/Hardlink) in den Zielordner, also dem Windows-Ordner verlinkt.
Der Explorer täuscht also gewaltig.

Es muss aber nicht beim - nein - bleiben, denn es gibt Möglichkeiten mit Bordmitteln da mal "auf zu räumen", ohne, dass mit Problemen zu rechnen ist.
Es werden entsprechende Befehle zur Verfügung gestellt.
(Die Angaben sind Beispiele von durchgeführter Bereinigung)

1. Bestimmen der tatsächlichen Größe des WinSxS-Ordners
cmd admin

Dism.exe /Online /Cleanup-Image /AnalyzeComponentStore
Tatsächliche Größe des Komponentenspeichers : 9.26 GB
Freigegeben für Windows : 5.04 GB
Sicherungen und deaktivierte Features : 3.55 GB
Cache und temporäre Daten : 683.20 MB
Anzahl von Paketen, die freigegeben werden können : 6
Bereinigung des Komponentenspeichers empfohlen : Ja


2. Bereinigen des WinSxS-Ordners
Dism.exe /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup /ResetBase

[==========================100.0%================== ========]
[==========================100.0%================== ========]
 Der Vorgang wurde erfolgreich beendet.


3. Nachkontrolle

Dism.exe /Online /Cleanup-Image /AnalyzeComponentStore
Tatsächliche Größe des Komponentenspeichers : 5.95 GB
Freigegeben für Windows : 5.03 GB
Sicherungen und deaktivierte Features : 604.59 MB
Cache und temporäre Daten : 335.65 MB
Anzahl von Paketen, die freigegeben werden können : 0
Bereinigung des Komponentenspeichers empfohlen : Nein

Der Vorgang wurde erfolgreich beendet.


Im SpeedCommander wurden dazu folgende Werte angezeigt:
11.099.135.865 (vorher) - 6.621.609.794 (nachher) = 4.477.526.071 und das ist doch schon ein erheblicher Wert, der da frei geräumt wurde.

Da der Ordner WinSxS im Laufe der Einsatzzeit des Systems wächst ist seine Größe natürlich von System zu System unterschiedlich.
Ich hatte hier Werte zwischen 300 MB bis 4.5 GB, die anschließend frei gegeben wurden.
Manuell könnte der C:\Windows\WinSxS\Backup bzw. sein Inhalt gelöscht werden und haben auch schon User ohne anschließende Probleme gemacht.

Als komplexer Befehl geht auch :
cmd admin
DISM /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup
DISM /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup /ResetBase
DISM /Online /Cleanup-Image /SPSuperseded

Diese Schritte muss jeder für sich entscheiden und "Platzprobleme" könnten eigentlich nur bei der Nutzung einer kleineren SSD als Systemplatte auftreten, so dass man zu dieser Aktion greift.

Mit dem Programm "Link Shell Extension (LSE)" kann man im Windows Explorer sehen, ob eine Datei ein Hardlink ist oder nicht.

Dieser Beitrag wurde von wolf22 bearbeitet: 02. März 2015 - 20:36

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#2 Mitglied ist offline   ^L^ 

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geschrieben 02. März 2015 - 13:48

Sehr informativ - danke! :cheers:
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#3 Mitglied ist offline   DON666 

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geschrieben 02. März 2015 - 14:19

Jau, von mir auch ein Dankeschön! :smokin:
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#4 Mitglied ist offline   Nemo_G 

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geschrieben 02. März 2015 - 15:39

Beitrag anzeigenZitat (wolf22: 01. März 2015 - 19:52)

...
DISM /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanupDISM /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup /ResetBaseDISM /Online /Cleanup-Image /SPSuperseded
...

Fehlen da nicht zwei Zeilenumbrüche jeweils vor DISM?

Trotzdem: Danke für den informativen Beitrag.
0

#5 Mitglied ist offline   DK2000 

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geschrieben 02. März 2015 - 17:26

Anzumerken sei noch, dass es in einigen Fällen zu Problem kommen kann.

schtasks.exe /Run /TN "\Microsoft\Windows\Servicing\StartComponentCleanup"

Das aktiviert gleichzeitig die Komprimierung selten genutzter Dateien im Komponentenspeicher. Das klingt zwar erst einmal nicht schlecht, hat aber in der Vergangenheit schon dazu geführt, dass sich ein Update nicht installieren lässt. Beim Update KB2919355 hat Microsoft daher das kleine Tool clearcompressionflag.exe beigefügt, welches die Komprimierung wieder rückgängig macht. Ansonsten lässt es sich nicht installieren. In wie weit Microsoft das Problem generell gelöst hat, kann ich nicht sagen. Da es aber in letzter Zeit nicht mehr aufgefallen ist, gehe ich mal davon aus, dass es ab dem KB2919355 keine Rolle mehr spielt.

DISM /Online /Cleanup-Image /SPSuperseded

Das hat ab Windows 8 keine Bedeutung mehr, da Microsoft bis lang keine Service Packs für Windows 8.x ausgeliefert hat.

DISM /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup /ResetBase

Dieser Befehl bringt zwar die höchste Verkleinerung des Komponentenspeichers, aber nach dessen Ausführung lassen sich keine installierten Updates mehr entfernen. Sollte Microsoft also wieder mal ein defektes Update ausliefern und man hat den Komponentenspeicher sofort nach der Installation des Updates damit aufgeräumt, hat man vorerst ein Problem. Man sollte diesen Befehl wirklich nur dann ausführen, wenn man sich sicher ist, das alle installierten Updates wie erwartet arbeiten.

---

Der Komponentenspeicher lässt sich dabei noch weiter verkleinern, in dem man nicht genutzte bzw. nicht benötigte Features aus ihm entfernt.

Dism /online /Get-Features /Format:Table

Damit erhält man eine Liste aller Features, welche man theoretisch entfernen könnte:

----------------------------------------------------- | ---------------------------------
Featurename                                           | Status
----------------------------------------------------- | ---------------------------------
Microsoft-Hyper-V-All                                 | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
Microsoft-Hyper-V-Tools-All                           | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
Microsoft-Hyper-V                                     | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
Microsoft-Hyper-V-Management-Clients                  | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
Microsoft-Hyper-V-Management-PowerShell               | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
Printing-Foundation-Features                          | Aktiviert
Printing-Foundation-LPRPortMonitor                    | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
Printing-Foundation-LPDPrintService                   | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
Printing-Foundation-InternetPrinting-Client           | Aktiviert
FaxServicesClientPackage                              | Aktiviert
ScanManagementConsole                                 | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
LegacyComponents                                      | Deaktiviert und Nutzlast entfernt
...

In der Spalte 'Status' erkennt man, ob eine Komponente aktiviert o. deaktiviert ist un ob die 'Nutzlast' vorhanden ist oder nicht. Mit 'Nutzlast' ist hier die Komponente an sich gemeint, welche sich i.d.R. im Komponentenspeicher befindet.

Um diese Nutzlast einer nicht benötigten Komponente zu erntfernen, z.B. Hyper-V, muss man nur eingeben:

Dism /online /Disable-Feature /FeatureName:Microsoft-Hyper-V-All /Remove

Falls die Komponente aktiviert ist, wird sie deaktiviert und anschließend aus dem Komponentenspeicher entfernt.

Will man die Komponente später doch mal wieder verwenden, so ist das kein Problem. Die Komponenten lassen sich wieder Online über das Windows Update hinzufügen:

Dism /Online /Enable-Feature /FeatureName:Microsoft-Hyper-V-All /All

Alternativ kann man auch wiedereine Offlinequelle angeben, z.B. einen anderen Komponentenspeicher (WinSxS Ordner) oder eine install.wim:

Dism /Online /Enable-Feature /FeatureName:Microsoft-Hyper-V-All /All /Source:X:\WinSxS /LimitAccess
Dism /Online /Enable-Feature /FeatureName:Microsoft-Hyper-V-All /All /Source:wim:D:\sources\install.wim:1 /LimitAccess


Das funktioniert aber nur, wenn man eine normale Windows Installation besitzt. Ist Windows nach der 'WIMBoot' Methode installiert, funktioniert das nicht, da man hier keinen direkten Zugriff auf die Komponenten mehr hat.

---

Desweiteren erweisen sich noch folgende Befehle in Zusammenhang mit dem Komponentenspeicher als sehr nützlich (ab Windows 8):

Dism /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
Dism /Online /Cleanup-Image /CheckHealth

Beide Befehle dienen dazu, die Integrität und Fehlerfreiheit des Komponentenspeichers zu überprüfen. Wenn ein Fehler gefunden wird, kann man diesen in den meisten Fällen reparieren:

Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Hierzu muss eine Onlineverbindung bestehen, da versucht wird, unter zur Hilfenahme des Windows Update eventuell defekte Dateien oder Pakete zu reparieren. Sollte die Onlinereapratur fehlschlagen, kann man auch eine Offlinequelle angeben:

Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth /Source:X:\windows /LimitAccess

X:\Windows muss dabei der Pfad (lokal o. Netzwerk) zu einer anderen gleichwertigen Windowsinstallation sein. Es wird dann versucht, die Reparatur mit Hilfe dieses Komponentenspeichers vorzunehmen.

Alternativ hilft kann es auch helfen, eine passende install.wim als Reparaturquelle anzubieten:

Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth /Source:wim:D:\sources\install.wim:1 /LimitAccess

In dem Falle hier wird jetzt der Komponentenspeicher des in der install.wim enthaltenen Image 1 zur Reparatur herangezogen. Das ist immer dann nützlich, wenn Dateien im Komponentenspeicher beschädigt wurden, für welche es noch keine Updates gab. Diese Methode hatte mir gerade erst wieder den Tag geretten (s. hier).
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#6 Mitglied ist offline   wolf22 

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geschrieben 02. März 2015 - 20:29

@ DK2000
Erst mal Danke fürs verschieben und die umfangreiche Ergänzung.
Hatte nicht so richtig was gefunden, da es ja für alle OS zutrifft und wird dann, wie geschehen vom Mod. , schon entsprechend "passend" gemacht.

Das mit dem WinSxS hatte mich schon lange geärgert aber irgendwie nie die "passenden" Links" , Gedanken, Zeit usw. gefunden oder gehabt.

Der von @Nemo_G angemerkte Zeilenumbruch wurde berichtigt.

@DK2000

Zitat

Man sollte diesen Befehl wirklich nur dann ausführen, wenn man sich sicher ist, das alle installierten Updates wie erwartet arbeiten.

Das ist eigentlich klar und die "Bereinigung" macht man nun ja auch nicht jeden Tag oder gleich nach dem Patchday.
Es reicht meiner Meinung nach, wenn man sich ab und zu mal die "vermeintliche" Größe des Ordners anschaut und ein - zwei Mal im Jahr da vielleicht ran geht.

Zitat

eine Liste aller Features, welche man theoretisch entfernen könnte:

Würde ich z.B. nicht machen denn vielleicht braucht man es doch mal und mit der Bereinigung muss man es auch nicht übertreiben, auch wenn man es wieder hinzu fügen kann.
Es kann sich also jeder auswählen was er machen möchte.

Dieser Beitrag wurde von wolf22 bearbeitet: 03. März 2015 - 09:44

0

#7 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 03. März 2015 - 00:30

Das größte Problem in bezug auf Windows' Side-by-Side (WinSxS) Architektur ist ja ein komplett anderes, eher unverwandtes Problem: nämlich jenes, daß Windows' Benutzerschnittstelle nicht sauber mit Hardlinks umgehen kann (oder will).

Stattdessen gibt es nur die Trennung in "logisch belegt" und "physisch belegt" und man erhält insbesondere keine Auskunft darüber, wieviele Dateinamen einer konkreten Datei zugeordnet sind (plus vielleicht sogar deren Pfad). Man hat also keine Information darüber, wieviel Platz eine jede Datei auf dem Datenträger *real* belegt. Anders wäre es, wenn man - wie unter Unixoiden - angezeigt bekäme, daß (beispielsweise) die Datei namens "image.iso", die 5 Gigabyte auf dem Datenträger belegt, über fünf ihr zugeordnete Dateinamen (vulgo Hardlinks) verfügt: dann wüßte man, aha, es gibt fünf einzelne Dateien, die jeweils für sich 5GB belegen, aber *insgesamt* eben NICHT 25GB ausmachen, sondern *auch nur fünf*.

Bleibt zu hoffen, daß Microsoft da noch nachzieht. Die Möglichkeiten sind ja da - mit Tools aus cygwin und MinGW kommt man an diesen Zähler schließlich auch ran.




Die Payload aus dem ComponentStore werfen... würde ich persönlich auch eher vermeiden wollen, zumindest als "Standard"ansatz. Dann ist die nämlich weg und man kommt nicht mehr so ohne weiteres ran.

ABER - wie so oft gibt es ein Aber:

1. Was nicht da ist, kann auch nicht mißbraucht werden. Kurz: Payload der nicht benutzten Windowsteile zu entfernen bedeutet, Angriffsfläche zu vermindern. Das kann also durchaus Teil eines (stringenten) Sicherheitskonzeptes sein.

2. Wenn der Platz auf dem Systemvolume signifikant beschränkt ist und es auf jedes Byte ankommt UND man nicht die Möglichkeit hat, das Systemvolume zu vergrößern (warum auch immer).


NB: Beides opfert zwar keine Funktionalität, aber Funktionspotential und macht daher nur Sinn, wenn man die fraglichen Windows-Komponenten weder benötigt, noch benötigen *wird*, und/oder weil sie aus technischen (oder logischen) Gründen nicht verwendet werden *können* (zB Hyper-V auf einem System, dem die CPU-Unterstützung dafür fehlt), und/oder weil sie schlicht nicht verwendbar sein *sollen*.


Aber für Ottonormalbenutzer ist es meines Erachtens sinnvoller, die Finger komplett von der Side-by-Side-Konfiguration zu lassen - es sei denn, es bestünde ganz konkreter Handlungsbedarf (zum Beispiel, weil man bereits Hunderte Updates installiert hat und nun mehr Dateileichen als Sinnvolles im ComponentStore herumschwirrt).

Inzwischen kann sich Windows da allerdings selber drum kümmern, sodaß man "normalerweise" nicht mehr selbst Hand anlegen muß; aber, wenn man es doch tut, dann möglichst NUR ober die im OP dargelegten Funktionen und Befehle --- und insbesondere KEINESFALLS und UNTER KEINEN UMSTÄNDEN mal eben mit dem Explorer vorbeisurfen und wahllos Teile aus \Windows\WinSxS löschen, die unnötig/zu groß/sonstwas erscheinen.
"If you give a man a fish he is hungry again in an hour. If you teach him to catch a fish you do him a good turn."-- Anne Isabella Thackeray Ritchie

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#8 Mitglied ist offline   DK2000 

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geschrieben 03. März 2015 - 03:02

Beitrag anzeigenZitat (RalphS: 03. März 2015 - 00:30)

Die Payload aus dem ComponentStore werfen... würde ich persönlich auch eher vermeiden wollen, zumindest als "Standard"ansatz. Dann ist die nämlich weg und man kommt nicht mehr so ohne weiteres ran.

Das ist seit Windows 8 kein Problem mehr. Das hat Microsoft ja extra eingeführt. Solange man Zugriff auf einen WinSxS Ordner hat, kann man jederzeit die Payload wieder hinzufügen. Microsoft verwendet ja auch die selbe Methode beim nicht vorhandenem .NET Framwork 3.5. Solange man sich an die Regeln hält und nichts erzwingt oder manuell drin rumlöscht, stellt das kein Problem dar.

Beitrag anzeigenZitat (RalphS: 03. März 2015 - 00:30)

Bleibt zu hoffen, daß Microsoft da noch nachzieht.

Wobei es hier schön wäre, wenn der Explorer das wiederspiegeln würde. Ansonsten bringt die WIMBoot Methode nur bedingt etwas. Was nützt es, wenn nach einer frischen Installation gesamte der Windows Ordner gerade mal 800 MB belegt, der Explorer nach wie vor aber 11.5 GB anzeigt.
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#9 Mitglied ist offline   wolf22 

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geschrieben 03. März 2015 - 09:43

Muss noch mal etwas zur WinSxS-Bereinigung schreiben, denn da wurde mal ein Fehler gemeldet und all zu viele Infos gibt es in der Richtung nicht.
Hatte ich vergessen hier mit zu teilen und war auch nur ein mal innerhalb von 7 Bereinigungen aufgetreten.

Die Log-Datei selbst sagt mir nicht all zu viel und die Fehlermeldung
- Fehler: 14098
Der Komponentenspeicher wurde beschädigt. -
ist im Moment noch etwas unklar wo man dazu Infos her bekommt.
Eine Suche im Netz brachte keinen Treffer.

Gefunden habe ich dazu in der Log-Datei mehrere "Warning bzw. Error"-Einträge
Nur mal ein paar Beispiele:
2015-03-01 11:54:39, Warning DISM DISM Provider Store: PID=2408 TID=3620 Failed to Load the provider: C:\Temp\B3C5DE67-74FC-486B-8536-4F050D894AC7\PEProvider.dll. - CDISMProviderStore::Internal_GetProvider(hr:0x8007 007e)

2015-03-01 11:54:39, Warning DISM DISM Provider Store: PID=2408 TID=4692 Failed to get the IDismObject Interface - CDISMProviderStore::Internal_LoadProvider(hr:0x800 04002)

2015-01-13 09:51:42, Error DISM DISM Driver Manager: PID=4308 TID=4372 Failed to install the driver package 'C:\Program Files (x86)\EaseUS\EaseUS Partition Master 10.2\BUILDPE\x64\Drivers\Custom\00000003\oem2.inf' . - CDmiDriverStore::Import(hr:0x80070002)

2015-01-13 09:51:42, Error DISM DISM Driver Manager: PID=4308 TID=4372 Failed to install the driver package 'C:\Program Files (x86)\EaseUS\EaseUS Partition Master 10.2\BUILDPE\x64\Drivers\Custom\00000003\oem2.inf' . - CDriverPackage::InternalInstall(hr:0x80070002)

[4536] ImageUnmarshallHandle: Reconstituting wim at E:\Temp\7bb57001-087e-49b8-a45a-b014d205e49d\ISO\sources\boot.wim.

2015-03-01 12:46:49, Warning DISM DISM Provider Store: PID=4664 TID=1292 Failed to Load the provider: C:\Temp\A1882B4A-9DAD-486F-A5C1-B1F42073499E\EmbeddedProvider.dll. - CDISMProviderStore::Internal_GetProvider(hr:0x8007 007e)

Ich habe einfach die Bereinigung noch mal laufen lassen und da war dann alles sauber.
Vielleicht hatte sich irgend etwas "verschluckt", was bei den PC-Systemen nun nicht gerade ungewöhnlich ist.
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#10 Mitglied ist offline   DK2000 

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geschrieben 03. März 2015 - 16:56

Das sind zwei verschiedene Baustellen.

Der Fehler 14098 erhält DISM vom CBS (Component Based Servicing) und/oder CSI (Component Servicing Infrastructure) und bedeutet genau das, was dort steht:

ERROR_SXS_COMPONENT_STORE_CORRUPT (The component store has been corrupted.)

Allerdings bedeutet das nicht, dass die aktuelle DISM Sitzung für die Beschädigung verantwortlich ist. Es bedeutet nur, das der Komponentenspeicher beschädigt ist und DISM desselbe seine aktuelle Sitzung nicht fortsetzen kann. Wann die Beschädigung genau auftrat und was genau beschädigt ist, lässt sich so nicht sagen. Dazu muss man alle CBS.Log Dateien auswerten.

Alle Einträge in der DISM.log beziehen sich ausschließlich nur auf die Abläufe von DISM selber. 'Warning' kann man i.d.R. ignorieren, so auch Deine beiden geposteten Warnungen in Zusammenhang mit den fehlenden Providern. Die sind nur dann interessant bzw. treten nicht auf, wenn DISM in der entsprechenden Umgebung läuft:

PEProvider.dll -> Windows Preinstallation Environment (Windows PE)
EmbeddedProvider.dll -> Windows Embedded


In einer normalen Client oder Server Umgebung haben die beiden Provider keine Bedeutung.

Die anderen zwei 'Error' Meldungen stammen von einer DISM Sitzung, in welcher versucht wurde, eine angepasste Windows PE Umgebung zu erstellen. Ich schätze mal, es wurde versucht, eine Boot DVD für den EaseUS Partition Master zu erstellen und hier gab es Probleme, ein Treiber von diesem Programm zu integrieren (oem2.inf -> wurde nicht gefunden). Vermute ich mal so. Aber dazu müsste man die Zeile DISM.EXE: Executing command line:... aus dem Log passend zu der Sitzung kennen, damit man überhaupt weiß, womit DISM beauftragt wurde.

Auch ist es in dem Zusammenhang wichtig, auf die Zeiten zu achten. Wenn genau trat der Fehler 14098 auf und was steht genau zu dieser Zeit in der DISM.log und CBS.log. In einem der beiden Logs muss es einen Eintrag mit dem Fehlercode 0x3712, 0x00003712 oder 0x80073712 geben und genau von hier muss man jetzt das Log rückwärts durchforsten, um überhaupt ansatzweise zu verstehen, was da passiert ist. Das ist teilweise sehr schwierig, da die CBS.log doch sehr umfangreich ist.
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#11 Mitglied ist offline   wolf22 

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geschrieben 03. März 2015 - 20:38

Danke für die Erklärung.
Mit umfangreich hast du recht - es sind insgesamt schon 3144 Zeilen und ich habe mir nur die angeschaut, die auch zeitlich passen.
Deine Zuordnungen bezüglich EPM usw. treffen zu und waren eben Meldungen, die mit dem "Aufräumen" selbst nichts zu tun haben, sondern rückwärtige Probleme gewesen sind.
Die EPM-Boot wurde trotzdem richtig erstellt bzw. es war eher erst mal die ISO, die dann in/mit EasyBCD zum booten aus dem Speicher genutzt wird.
Da es dann beim zweiten mal richtig durchgelaufen ist habe ich mir auch keine großen Kopf mehr gemacht und war eigentlich auch nur als Hinweis gedacht, wenn diese Meldung bei anderen mal auftritt und wie man dann doch zum guten Ende kommt.
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#12 Mitglied ist offline   Nemo_G 

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geschrieben 05. März 2015 - 19:16

Zu dem o.a. Thema für Win 8.1 hier der Hinweis auf einen Beitrag im Technet.
Hier wird auch auf die gleichen Möglichkeiten für Win7 bzw. Win2012 Server verwiesen.
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#13 Mitglied ist offline   wolf22 

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geschrieben 05. März 2015 - 20:04

Auch wenn hier am Anfang auf 8.1 Bezug genommen wird läuft es auch problemlos unter/mit Windows 10

Dieser Beitrag wurde von wolf22 bearbeitet: 05. März 2015 - 20:07

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#14 _d4rkn3ss4ev3r_

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geschrieben 03. April 2015 - 13:10

Seit Version 1.7 meines Batch-Scripts sind auch einige DISM Befehle vorhanden, was die Tipparbeit erleichtert.
Aber auch da gilt das man die oben genannten Ratschläge befolgen sollte.
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#15 Mitglied ist offline   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 14. Juni 2015 - 14:51

Mein SxS-Ordner hat satte 11,4GB und ich schätze mal, hier kann man am meisten säubern? Oder kann man auch unter C:\Windows\installer alte Dateien löschen? Da liegen nämlich auch 12,8GB drin.

Wenn ich deine bzw. MS Anleitung durchgehe bekomme ich direkt folgenden Fehler.
Angehängtes Bild: wf.JPG
Angehängtes Bild: wf2.JPG

Ist das normal? Habe Windows 7 Professional x64 SP1 im Einsatz.

EDIT: Okay, wer lesen kann, merkt, dass es für > Windows 8 ist. Und was mache ich jetzt mit Windows 7? Muss ich damit leben? Wollte mir eigentlich mal Windows 10 virtualisiert drauf machen aber dann ist die 128GB SSD voll :(.

Dieser Beitrag wurde von DanielDuesentrieb bearbeitet: 14. Juni 2015 - 15:00

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