Dass ich nun wieder hier ins Forum gefunden habe, hat vor allem den Grund, dass ich (nach 5 Jahren fast ausschließlicher Mac-Nutzung) wieder zu Windows zurückkehre. Vorab möchte ich nur dazusagen, dass das Ganze hier jetzt nicht zu einem Apple-Bashing oder dergleichen ausarten soll! Ich möchte lediglich von meinen eigenen Erfahrungen berichten, und ich denke, dass ich sowas immer recht sachlich tue.
Jedenfalls bin ich 2007 zum Mac geswitcht, Gründe dafür (dass ich z.B. mit Windows unzufrieden gewesen wäre) gab es eigentlich nicht, im Prinzip war es eher Neugier. Mein erstes Gerät war ein weißes MacBook, dann folgten ein MacMini, ein MacBook Pro (damals noch das alte, komplett silberne), später noch ein iMac, zwischenzeitlich ein betagter Powermac mit PPC-Architektur, und schließlich gesellten sich noch iPhone, iPad und AppleTV dazu. Welche Geräte ich davon wirklich genutzt habe, hat sich mit der Zeit herauskristallisiert, sodass ich am Ende mit einem Setup aus iMac, MacBook, iPhone, iPad und AppleTV gearbeitet habe. Die anderen Geräte hatte ich schon vor mehreren Jahren verkauft.
Dass ich nun wieder zu Windows zurück switche, ist schlicht und ergreifend darauf zurückzuführen, dass mich (speziell die Plattform OS X) immer mehr enttäuscht hat. Zuletzt habe ich "Lion" verwendet, dass besonders am Anfang so viele Probleme verursacht hat, dass es wirklich keinen Spaß machte, das System überhaupt zu nutzen, geschweige denn, produktiv damit zu arbeiten.
Jedenfalls hat sich mit der Zeit herausgestellt, dass ich in der Summe (speziell im Vergleich zu Windows 7) weniger Probleme mit meinen Windows-Maschinen hatte, als mit meinen Macs, und ich letztendlich die Macs für meine Anwendungsbereiche mehr "zurechtmodeln" musste als es unter Windows der Fall ist. Auch hatte ich oft das Gefühl, dass vieles an Software in den Windows-Versionen wesentlich besser und performanter lief. Ich nehme einfach mal an, dass es daran liegt, dass wohl ein Großteil der Programme, die ich nutze, von Grundauf eher für Windows entwickelt und optimiert wurde. Dazu kommt noch, dass ich vieles in einer virtuellen Maschine machen musste, weil ich unter OS X einfach keine adäquaten Pendants gefunden hatte.
Überhaupt ist die Software-Auswahl unter OS X so ein Punkt, der schon am Anfang aufgefallen ist. Sicherlich bietet diese Plattforme eine Fülle toller Anwendungen, die es teilweise für andere Systeme nicht gibt. Allerdings ist es schon irgendwie so, dass es ein bisschen an "semi-professioneller" Software mangelt. Das heißt, dass es sich oft entweder um ganz simple, intuitive Applikationen handelt, oder gleich um ausgesprochene Profi-Software, die ziemlich aufgebläht ist und dementsprechend kostet. Dazwischen gibt es oft nur sehr wenig, was es für den Anwender, der "ein bisschen mehr" mit seinen Geräten macht, erheblich erschwert.
Ich will jetzt nicht bestreiten, dass Apple ein wirklich homogenes System geschaffen hat, in dem die ganzen Geräte tatsächlich nahtlos miteinander kommunizieren. Und die iOS-Devices werde ich vorerst auch behalten. Was mich aber immens stört, ist die Richtung, in die sich Apple selbst und mit seinen Produkten entwickelt. Spätestens mit Lion kann man z.B. den Eindruck haben, dass der Konzern seine Ressourcen vornehmlich darauf fokussiert, die mobile "Erfolgs-Plattform" voranzubringen, einen Store nach dem anderen hochzuziehen und man das Desktopsystem nur noch dahingehend "weiterentwickelt", die User, die mit iOS an Apple geraten sind, auch zum Kauf eines Macs zu bewegen. Wirkliche Innovationen erfährt OS X mittlerweile nicht mehr, und ich muss tatsächlich sagen, dass "Lion" im Großen und Ganzen leider ein ziemlicher Reinfall war.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich die enge Bindung, die man zum Konzern eingeht, wenn man weitestgehend "Apple-only" unterwegs ist. Ist z.B. ein Mac irreparabel defekt, ist man gezwungen, entweder eine kostspieleige Instandsetzung durchführen zu lassen (die man auch nicht selbst durchführen kann, weil man kaum an Ersatzteile rankommt, und wenn, dann sind sie unerschwinglich) oder sich gleich ein neues Gerät zu holen, wenn man flott mit seinem System weiterarbeiten will. Da ich aber gerne selbst an meinen Rechnern schraube, recht technikaffin bin und im Schadensfall die Kosten niedrig halten möchte, kommen für mich eigentlich eher Rechner infrage, die man problemlos selbst instandsetzen kann.
Es gibt da auch noch viele andere Gründe (hauptsächlich softwareseitige), weshalb ich nun nach 5 Jahren Mac-Nutzung wieder zum Redmonder System zurückkehre. Alles in allem ist (aktuell Windows 7) für mich die "rundere" Arbeits-Plattform, und ich bin froh, dass ich als User mit diesem Switch einen enormen Teil an Freiheit zurückgewinne!
So, und nun genug geschwafelt...

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