Linux und der Kopf schwirrt mir
#16
geschrieben 04. Juni 2011 - 00:55
Ich habe Windows gestartet und mit easyBCD einen Linux-Eintrag erstellt. Ich hatte gehofft, dass sich der GRUB dadurch deaktiviert. Leider war dem nicht so. Beim darauffolgenden Neustart kam erst der GRUB und dann der Win7 Bootloader.
Also hatte ich die Win7 DVD eingelegt, damit gebootet, DOS gestartet und die fixmbr und fixboot Befehle etc. durchgeführt. Beim nächsten Neustart kam dann nur noch der Win7 Bootloader, ausser wenn ich die Linux-Installation auswählte. Dann kam zusätzlich nochmal der GRUB-Loader. Meine Frage jetzt: Kann ich den Grub-Loader irgendwie deaktivieren? Mit den DOS-Befehlen hat es ja leider nur suboptimal geklappt. Immerhin nervt er jetzt nicht mehr beim Windows-Start.
Meine weiteren Eindrücke von Linux sind auch nicht so berauschend. Es fängt, wie gesagt, mit dem GrubLoader an, dann kriegt der Bildschirm beim Bootvorgang kein Signal und schaltet sich unnötigerweise ein und aus. Dann bootet das Num-Lock nicht mit, das Anmeldefenster muss unnötig angeklickt werden, der Mauszeiger fühlt sich träge an (die Konfiguration ändert daran auch nichts), ich werde mit Sicherheitsabfragen genervt, wo ich immer das Passwort eintippen muss und mein WLAN-Empfänger funktioniert nicht. Scheinbar muss ich den Treiber irgendwie umständlich da drauffrickeln - ich freu mich schon. Also jede Menge Kleinigkeiten, die in ihrer Gesamtheit keinen guten Eindruck hinterlassen.
Auf mich scheint es so, als wäre es ein OS für gelangweilte Windows-Nutzer, die Spass am basteln und experimentieren haben. Ich weiss nicht, wie lange ich das Ding noch auf der Festplatte behalte. Wenn ich - zumindest in Teilen - keine nennenswerten Vorteile gegenüber Win7 finde, sehe ich keinen Grund es länger zu behalten. Ich hatte mir wirklich mehr davon versprochen.
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#17
geschrieben 04. Juni 2011 - 01:25
Du kannst mit EasyBCD ganz bequem mit einem Klick den Windows-Bootloader wieder in den MBR schreiben. Damit ersetzt du GRUB. Einfach einen Linux-Eintrag anlegen reicht natürlich nicht.
EDIT: Grub deaktivieren nicht, aber du kannst z.B. nach einer Sekunde den Default-Eintrag booten lassen.
Zum Rest kann ich nichts sagen. Solche Probleme hatte ich unter Linux (in den letzten 5 Jahren) nie - evtl. auf inkompatible Hardware zurückzuführen. Übriges ist einfach Konfigurationssache und 'dein Ding'.
Ahja, und schau dir mal Sabayon an. Das hat meiner Erfahrung nach eine bessere Hardwareunterstützung als Ubuntu order Fedora. Bei Linux lässt sich alles anpassen, wie es einem gefällt. Man muss halt Zeit investieren oder sich eine Distri suchen, mit der man Out-of-the-box zufrieden ist.
Dieser Beitrag wurde von mush bearbeitet: 04. Juni 2011 - 01:31
#18
geschrieben 04. Juni 2011 - 08:23
Ein komplett Umstieg ist zu einem so frühen Zeitpunkt einfach nicht möglich. Ich hab ein halbes Jahr damit verbracht, Linux zu meinem Hauptsystem werden zu lassen. Doch wenn du mit Linux vertraut bist und die Kiste richtig läuft(was ja nicht so ganz einfach ist
Vorteile gegenüber Windows musst du für dich persönlich herausfinden. Ist eben ein Subjektiver Eindruck.
Ich schlage dir vor du gehst so vor wie mush das gesagt hat, lässt Windows einfach normal starten und lässt Linux auf der 2. Platte. Und immer wenn du grad Bock drauf hast, startest du einfach Linux und bastelst mal ein wenig rum. Vielleicht möchtest du dann ja mehr erfahren was es mit Linux so auf sich hat und irgendwann lösen sich dann auch die Probleme.
Hast du allerdings kein Spaß am Frickeln und Erkunden, lässt du Linux einfach Linux sein und erfreust dich an einem gut laufenden Windows (sieh es als Ansporn). Und dass man bei Linux noch teilweise Frickeln muss, sieht man ja, deswegen jedem das was einem besser gefällt.
So nun zu deinen Problemem:
Hardware: Je älter die Hardware desto besser. Lad dir hier mal die neusten Nvidia Treiber runter. Das behebt vielleicht das Problem mit der Maus und sonst einfach mal googlen. Leider hab ich von Nvidia Treibern keine Ahnung. Aber ich glaube Nvidia bietet da ganz gute Unterstützung und es sollte alles laufen. Achte aber noch auf deine Bit Version.
Beim Wlan Treiber ist Linux definitiv nicht Schuld. Ich schlage dir vor dich beim Hersteller zu beschweren und auf eine Linux kompatible Alternative zu setzen (kostet natürlich wieder Geld). Das ganze gefrickel mit Ndiswrapper ist einfach dreck.
SIcherheit: Ich hab mich wohl ein wenig Missverständlich ausgedrückt. Also Virenscanner ist definitiv nicht nötig. Aber du solltest an deinem Produktiv System nicht zu viel mit Admin(Root)-Rechten rumschrauben. Deswegen auch die vielen Passwort abfragen. Am "Test System"(was dein Linux zurzeit ist) kannst du ruhig rumbasteln, solange Du Windows in Ruhe lässt
Ich hoffe, dass ich Dir Linux ein wenig näher bringen konnte. Vielleicht bist ja auch ein wenig neugierig geworden. Über neue Linux User freut man sich nämlich immer
Grüße
#19
geschrieben 04. Juni 2011 - 08:55
http://wiki.ubuntuus.../Erste_Schritte
Species!
#20
geschrieben 04. Juni 2011 - 11:47
Nun kann ich auch mal die erste Erfolgsmeldung verkünden. Mein WLAN-Adapter wird zwar nicht nativ unterstützt (dem Hersteller sei Dank), aber mit dem ndiswrapper war das Einbinden nicht das geringste Problem. Einfach die .inf Datei auswählen, auf Ok klicken, Fertig! Es ging im Grunde deutlich einfacher und schneller, als bei Windows. Nachdem ich mir alle Updates runtergeladen, alle unnötigen Programme entfernt, die Taskleiste angepasst und den Desktop-Hintergrund verändert habe, sieht das ganze schon deutlich einladender aus. Auch das Taskleisten-Menü ist gut angeordnet. Wo ich noch nicht so ganz durchblicke ist der Aufbau der Struktur. Ich werde mir gleich mal durchlesen, was es mit den boot tmp usw. Ordnern auf sich hat.
Was leider nicht funktioniert hat, war das vergeben der Lese- und Schreibrechte für die Windows-Partitionen. Bei diesen wollte ich die Schreibrechte für Linux sperren - hat leider nicht geklappt.
Ansonsten werde ich jetzt mal schauen, wie ich die oben genannten "kleinen Mängel" behoben kriege.
@TingoDingo
Mittlerweile gefällt es mir sogar ganz gut, es sind aber eben noch viele Kleinigkeiten, an denen gearbeitet werden muss. Dies hat aber durchaus den Vorteil, dass man das OS und seine Funktionen schneller kennenlernt. Das ganze System erscheint mir jetzt schon deutlich vertrauter.
Was meinst du allerdings damit, dass mein System noch ein "Test-System" ist? Meinst du das, weil ich noch Neuling bin? Das System ist nämlich schon auf der Festplatte installiert.
Wie genau ist das mit den Passwortabfragen? Ich nehme ja an, dass ich als erster Benutzer Adminrechte habe. Aber warum dann noch die Passwortabfragen? Würde das nicht eher bei einem normalen Benutzer Sinn machen? Sollte ich mir noch einen normalen Benutzeraccount, ohne Adminrechte, zulegen? Was erwartet mich dabei, bzw. inwiefern bin ich dann eingeschränkt?
@Mush
Wie kann ich das in Grub einstellen, dass der Countdown nur eine Sekunde dauert?
#21
geschrieben 04. Juni 2011 - 12:00
Zitat
Zitat
Zitat
#22
geschrieben 04. Juni 2011 - 13:02
Zitat (Mr. Floppy: 04.06.2011, 13:00)
Leider werden die Windows-Partitionen dort nicht aufgeführt, sondern nur die Linux-Partition. Muss man die vielleicht manuell eintragen und wie müsste das dann aussehen?
Zitat (Mr. Floppy: 04.06.2011, 13:00)
Momentan arbeite ich mit "individuellen Benutzerrechten" (bei Mint wohl Standard!?). Heisst das also, wenn ich die nun auf normale Benutzerrechte umstelle, dass ich dann trotzdem Admin-Einstellungen vornehmen kann, wenn ich das Passwort eintippe?
Zitat (Mr. Floppy: 04.06.2011, 13:00)
Hat wunderbar funktioniert und hat sogar das unnötige Abschalten des Bildschirms, während des Bootvorgangs, behoben. Die Datei heisst bei Mint allerdings "Grub.cfg".
Nachdem ich nun Mint ausprobiert habe, habe ich mir nochmal den Live-USB-Stick von Ubuntu draufgespielt. Wenn ich beide OS vergleiche, so ist Ubuntu, wenn man den Linux-Einstieg erstmal gefunden hat, die interessantere Alternative.
Also habe ich Mint wieder von Platte gekloppt und Ubuntu draufgespielt. Soweit so gut. Als erstes wollte ich bei GRUB den Countdown verkürzen und habe die GRUB.cfg geöffnet. Da ich nichts eintippen konnte, wollte ich die Datei mit Rechtklick und Admin-Rechten starten - wie bei Mint. Dies ging aber nicht. Beim Aufrufen der Zugriffsrechte war alles ausgegraut und nur "Lesen" erlaubt. Das, obwohl mein Account Admin-Rechte hat. Wie ist das zu erklären?
Dann das nächste Problem. Ubuntu hat den ndiswrapper nicht vorinstalliert. Also habe ich ihn mir runtergeladen, ihn entpackt und wollte ihn dann mit dem Terminal installieren.
Dies habe ich nach der Install-Anleitung, in dem ndwiswrapper Verzeichnis gemacht:
Was läuft da falsch, bei der Installation? Habe ich vielleicht irgendwas übersehen?
Dieser Beitrag wurde von CTL bearbeitet: 05. Juni 2011 - 15:46
#23
geschrieben 04. Juni 2011 - 17:58
Für Grub, gib einfach mal im Terminal folgendes ein:
sudo gedit /boot/grub/menu.lst
Ubuntu denkt hier imho ein wenig zu sicher. Dort gibt es eben kein "Als Root" ausführen oder so. Entweder du beschäftigst dich ein wenig mit der Konsole unter Linux oder du installierst dir dieses kleine Tool für Nautilus, welches dir den Eintrag beim Rechtklick erstellt
Das sollte funktionieren
Grüße
Dieser Beitrag wurde von TingoDingo bearbeitet: 04. Juni 2011 - 18:14
#24
geschrieben 04. Juni 2011 - 18:33
Bzgl. des Ndiswrapper gibt es aber leider immer noch keine Erfolgsmeldung zu verbuchen. Den Link auf der Internetseite kann ich leider nicht anklicken, da ich bei Linux ja keine I-Net Verbindung habe. Das ist ein Teufelskreis. :-))
#25
geschrieben 04. Juni 2011 - 18:45
Dann schieb mal die Installations DVD rein und schau dort unter unter
/pool/main/n
nach folgenden Paketen:
ndiswrapper-utils-1.9
ndisgtk
Diese Pakete mit der Endung .deb einfach anklicken.
Sollte auch funzen
#26
geschrieben 04. Juni 2011 - 18:58
Ordner: ndisgtk - Enthaltene Dateien: ndisgtk_0.8.5-1_i386.deb
Ordner: ndiswrapper - Enthaltene Dateien: ndiswrapper-common_1.56+r2729-1_all.deb, ndiswrapper-utils-1.9_1.56+r2729-1_i386.deb
Muss ich bei dem ndiswrapper Ordner beide Dateien anklicken?
#27
geschrieben 04. Juni 2011 - 19:01
Grüße
#28
geschrieben 04. Juni 2011 - 19:54
FATAL: Could not read '/lib/modules/2.6.38-8-generic/kernel/ubuntu/ndiswrapper/ndiswrapper.ko': No such file or directory
Das Verzeichnis existiert zwar, nicht aber die ndiswrapper.ko. Was tun? Sollte ich nochmal versuchen alles mit make uninstall runterzukriegen und neu zu installieren? Oder sollte ich versuchen, die Datei manuell einzufügen, sofern ich sie irgendwo finde?
Nachdem ich den Treiber installiert hatte, kam zumindest bei "Hardware verfügbar" ein "Ja". Der WLAN-Adapter hatte allerdings nicht gestartet. Auch nicht nach einem Neustart.
EDIT: Ich habe es jetzt mit make uninstall und mit dem Software-Manager deinstalliert. Auch eine Neuinstallation führt zu keinem Erfolg - immer noch der gleiche Fehler.
EDIT2: Ich habe Ubuntu neuinstalliert und die 3 Pakete direkt nach der Installation draufgespielt. Jetzt hat es es problemlos geklappt. Scheinbar waren irgendwelche Reste, von meinem Versuch der Installation über das Terminal, hängengeblieben.
Dieser Beitrag wurde von CTL bearbeitet: 04. Juni 2011 - 23:58
#29
geschrieben 05. Juni 2011 - 15:18
species sagte:
Ja, ja...seit Mint 5.0 (2008) verwende ich Ubuntu nicht mehr und empfehle Mint weiter.
Und hier ein wichtiger Grund, warum viele ihre Ubuntu-Versuche bald wieder beenden. Es scheint sich auch mit der neusten Version nicht viel geändert zu haben: Google-Suche (ubuntu 11.04 flash problem)
species sagte:
Kann man beides bei Bedarf nachinstallieren. Was die verschiedenen Desktopumgebungen angeht, muss man den Geschmack entscheiden lassen, ist so ähnlich, wie mit mit Desktopgehäusen:).
crog!
Dieser Beitrag wurde von crog bearbeitet: 05. Juni 2011 - 15:21
#30
geschrieben 05. Juni 2011 - 15:49
- ← Ubuntu 9.04 Installation fehlgeschalgen
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