WinFuture-Forum.de: WLAN Repeater - halbe Bandbreite - WinFuture-Forum.de

Zum Inhalt wechseln

Nachrichten zum Thema: Netzwerk
Seite 1 von 1

WLAN Repeater - halbe Bandbreite


#1 Mitglied ist offline   js1 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 611
  • Beigetreten: 15. November 12
  • Reputation: 33

geschrieben 02. Januar 2016 - 21:04

Hat hier jemand Fachkenntnisse bezüglich WLAN Repeater?
Mich interessiert, wie verhält es sich genau mit der zur Verfügung stehenden halben Bandbreite bei Verwendung eines WLAN Repeaters im heimischen WLAN Netz, wenn die Bandbreite des Internets auch weit unterhalb der zur Verfügung stehenden halben Bandbreite am WLAN Repeater liegt?
Zum Beispiel am Router und Repeater sind jeweils 300 Mbit/s möglich aber die anliegende Internetverbindung bringt nur 20 Mbit/s. Wenn jetzt am Repeater aufgrund der Teilung nur die halbe Bandbreite zur Verfügung steht, wären das theoretisch immer noch 150 Mbit/s und die Internetverbindung mit 20 Mbit/s wäre damit von der Teilung gar nicht beeinflußt oder kommen dann tatsächlich nur noch 10 Mbit/s Internet über den Repeater?
Viele Grüße js1
0

Anzeige

#2 Mitglied ist offline   DanielDuesentrieb 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 8.770
  • Beigetreten: 15. Januar 06
  • Reputation: 169

geschrieben 02. Januar 2016 - 21:44

Die 300Mbits vom Router sind aber auch nur Theorie und "müssen" halbiert werden (ungefähr, je nachdem wie das Setup aufgebaut ist). Zumindest erreiche ich nie 300Mbits, selbst wenn ich neben dem Router stehe.

Die 20Mbits der Leitung sind aber "echte"; die kommen da auch an.

Ich würde mal behaupten, dass Du per Repeater (je nach Standort) die 20Mbits noch erreichst. Wenn Du was im heimischen Netz kopieren möchtest würde ich ggf. auf DLAN ausweichen.
0

#3 Mitglied ist offline   Sturmovik 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 3.743
  • Beigetreten: 10. Januar 08
  • Reputation: 431

geschrieben 02. Januar 2016 - 22:02

Es sind zwei voneinander unabhängige Netzwerkverbindungen daher bleibt die Bandbreite der Internetverbindung unangetastet.

Allerdings wird es eine geringfügige Beeinflussung der gesamten Verbindung Client<->Internet geben durch die höheren Latenzen im WLAN

Erst wenn die Netto-Bandbreite der WLAN-Verbindung Client<->Router in die Nähe von 20Mbit/s kommt, wird es spürbare Effekte hinsichtlich Bandbreite geben.



Die Angabe von 300Mbit/s ist ein Laborwert, der so in der Praxis nur erreicht wird, wenn absolut keine Störeinflüsse wie Wände, Möbel, Menschen oder gar andere Funkquellen im Weg stehen UND mehrere Kanäle störungsfrei gebündelt werden können

Dieser Beitrag wurde von Sturmovik bearbeitet: 02. Januar 2016 - 22:05

«Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich» (Mark Twain)

Unix won't hold your hand. You wanna shoot your foot, Unix reliably delivers the shot.

True Cloudstorage
0

#4 Mitglied ist offline   RalphS 

  • Gruppe: VIP Mitglieder
  • Beiträge: 8.224
  • Beigetreten: 20. Juli 07
  • Reputation: 941

geschrieben 02. Januar 2016 - 22:09

Da kommt es jetzt drauf an, wie es mit dem Duplex aussieht.

Denn die "halbe Bandbreite" gilt *pro Richtung* und da kommt es dann jetzt drauf an, ob gleichzeitig gesendet und empfangen warden kann oder nicht. Wenn nicht, haben wir ganz plötzlich nur noch 25% der Bandbreite über.

- Ansonsten sind die 300M, wie schon angedeutet, Bruttodaten. Bei WLAN fallen aber Pi mal Fuß 50% Verschnitt an in Form von Steuerdaten, Konfiguration, Kollisionen, Korrekturen, verlorenen Paketen unterwegs und so weiter und so weiter.

Heißt, wir haben von 300M erstmal runde 150MBits/s netto übrig für den Direktversand und wenn wir das über den Repeater schicken, haben wir 300MBits/s brutto am Sender und etwa 150MBits/s (brutto), die am Repeater umgesetzt warden. Davon kommt dann ca. die Hälfte an Nutzdaten an (weniger, wenn die Verbindung ausreichend mies ist). Das pro Richtung. Wenn gleichzeitig zurückgefunkt warden muß (üblicherweise der Fall) verringert sich das entsprechend weiter.

- Protip: Repeater nehmen, der über LAN angebunden warden kann bzw den Repeater, den man hat, bevorzugt über LAN anbinden. Dann hat man die vollen 100% an Funkleistung.
"If you give a man a fish he is hungry again in an hour. If you teach him to catch a fish you do him a good turn."-- Anne Isabella Thackeray Ritchie

Eingefügtes Bild
Eingefügtes Bild
0

#5 Mitglied ist offline   js1 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 611
  • Beigetreten: 15. November 12
  • Reputation: 33

geschrieben 03. Januar 2016 - 11:45

Danke erst mal für Eure bisherigen Antworten.
Dass die von den Herstellern angegebene Bandbreite nur rein theoretische Werte sind ist mir klar. Auch dass die notwendigen Steuerdaten ja schließlich ebenfalls übertragen werden müssen und dass damit die möglichen Nutzdaten am Ende geringer werden.
Im Prinzip gehts um Folgendes:
Bei Bekannten im einem größeren Eigenheim ist im Arbeitszimmer ein WLAN Modem/Router an einem DSL-Anschluss installiert. In den etwas weiter ab liegenden Räumen oder gar draußen im Garten ist damit natürlich nur noch eine sehr schlechte bis gar keine WLAN Verbindung mehr möglich. Großartig LAN Kabel durch ganze Haus ziehen will ich aber auch vermeiden. Also sollte ich wohl das Ganze mal mit Power-Line Adaptern probieren, falls es die Strom Verkabelung dort zuläßt. Damit wäre das Problem der Bandbreitenteilung umgangen.
Viele Grüße js1
0

Thema verteilen:


Seite 1 von 1

1 Besucher lesen dieses Thema
Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0