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Nachrichten zum Thema: Windows Server
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PC als Server verwenden?


#1 Mitglied ist offline   FreeFall23 

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geschrieben 26. November 2019 - 16:45

Hallo zusammen

Kann ich in einer kleinen Firma mit ca. 6 Clients auf einen PC Windows Server installieren und diesen dann als Fileserver aufbauen? Zudem gibt es eine SQL-Datenbank, welche von 1-2 Clients jeweils in Anspruch genommen wird. Muss ich da tatsächlich einen Server für 1500+ Euro verwenden? Ich habe im Internet immer wieder ökonomische Vorteile gelesen und dass die Hardware von PCs nicht für den Dauerbetrieb geeignet ist. Aber ist das bei neuen Geräten immer noch der Fall und wie sieht's aus, wenn der PC mit SSD-Platten läuft? Der PC wird neu gekauft und wird dann ca. für 6 Jahre in Betrieb sein.

Danke für eure Hilfe!
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#2 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 26. November 2019 - 20:08

Ich hatte in der Firma zum »Serverspielen« einen alten Aldi-PC, die NAS-Platten rein, die beim Plattenwechsel des NAS noch die besseren waren, Debian drauf und fertig war der File- und Webserver. Allerdings nur lokal, ohne Verbindung von und nach Außen. Hat eben mehr Strom gebraucht, als ein NAS, dass für die gleichen Zwecke ausgereicht hätte.
Ich bin nicht faul, aber in meiner Work-Life-Balance ist gerade sehr viel Life.
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#3 Mitglied ist offline   Stef4n 

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geschrieben 26. November 2019 - 20:50

In der Regel sind Server Komponenten langlebiger und hochwertiger als Desktop Rechner. Aus eigener Erfahrung kann ich dir da aber sagen, dass du zumindest ein Business Gerät organisierst und wenn die Büchse wirklich rund um die uhr laufen soll wäre auch eine Business Vor Ort Service Garantie angebracht. Wir nutzen bei uns Dell Geräte und auch wir mussten schon Notfall mäßig Dell optiplex Desktop Rechner als 24h Server laufen lassen und das lief auch jahrelang ohne Problem.

Kann gut laufen, aber auch schlecht, wer weiss das schon.

Aber auf 6 Jahre gerechnet, wie können da 1500€ zuviel sein?

Für ne ordentliche Dell Workstation mit mind. 3 Jahren Support (eigentlich müsstest du ja 6 Jahre buchen wenn du Ruhe ham willst), dann legst du auch schon über 1000€ hin.
... aber bitte vorher ein Backup machen! ;-)
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#4 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 26. November 2019 - 22:10

Simple Kostenfrage.

Was mach ich, wenn der Server mal x Stunden / Tage nicht läuft? Was passiert da? Kann noch gearbeitet werden? Was für Umsatzverluste gibt es? Was für andere Verluste gibt es? PC geht nicht => Auftrag kann nicht angenommen werden => Kunde ist sackig und geht zur Konkurrenz und kommt nicht wieder?
Oder: Daten sind hinüber. Funktionierendes Backup gibt es nicht. Was hat das für Konsequenzen => weiß ich dann noch meine eigenen laufenden Aufträge und wer meine Kunden überhaupt erstmal sind?

Derlei Dinge.

Wenn bei Dir wie bei vielen anderen auch die Existenz des Unternehmens am Funktionieren der IT hängt, dann kann man da nicht genug investieren, weil längere Ausfälle oder irreparable Verluste signifikante Folgen haben, einschließlich Konkurs, bevor man noch kapiert hat, daß die eigene Firma gerade gestorben ist.


Das ist wie bei einer Versicherung: Es geht nicht so sehr darum, daß Unfälle ausgeschlossen werden, sondern darum, daß Folgekosten minimiert werden. Sonst könnte man auch sagen, naja, bricht eben ein Feuer aus, macht nichts, ich kümmer mich selber um alle Folgeschäden --- macht aber keiner, stattdessen wird Geld in eine passend dimensionierte Versicherung investiert.

-- Wenn das niemanden interessiert, weil der PC nur dafür da ist, am Ende des Tages ein paar Einträge in eine Exceltabelle zu schreiben... geschenkt.
Dann reicht der Desktop-PC.

-- Wenn auf der anderen Seite pro Stunde Zehntausende Euro Verlust anfallen, weil Aufträge verloren gehen, nicht erfüllt werden können oder sonstwas, dann müßt ihr schon einen gewissen Anteil dieses Verlustrisikos in die Sicherung der IT anlegen, DAMIT diese funktioniert und die ausfallbedingten Verluste minimiert werden.

Das geht bei der Hardware los und reicht bis zum Desaster-Recovery-Plan, wenn die Bude abgefackelt ist, der Server nur noch aus nem Haufen Wellblech besteht und die Daten definitiv NICHT wiederherstellbar sind, weil die genauso wie der ganze Rest über den Horizont davongeschwebt sind.


Deshalb: Systemhaus kontaktieren, Lage besprechen und dann gemäß der Umstände Hardware einkaufen, Supportverträge abschließen und, je nach Bedarf, weitere Dienstleistungen buchen.


Das gilt nicht weniger, sondern stattdessen umso mehr für kleine Unternehmen.
"If you give a man a fish he is hungry again in an hour. If you teach him to catch a fish you do him a good turn."-- Anne Isabella Thackeray Ritchie

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