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Festplatte nach Defekt weiter verwenden

#1 Mitglied ist offline   Future010 

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geschrieben 12. Juli 2017 - 10:49

Hallo zusammen,

ich habe aktuell folgendes Problem. Ich habe den Key meiner Windows 10 Version geändert, da mich das Enterprise Updaten/Upgraden langsam ziemlich nervt. Ich habe dann einen Key für Windows 10 Pro eingegeben. Kurz danach habe ich via ShutUp10 die Updates wieder aktiviert. Ich musste dann das System neustarten, was leider fehlschlug. Er kam nicht einmal in die Automatische Reparatur (das Fenster dort blitzte Kurz auf und verschwand dann).

Ich habe dann erstmal die SSD und die HDD entnommen um die Daten zu sichern. Bei der SSD kein Problem, die HDD konnte leider kein anderes System lesen (Sata zu USB Adapter). Toll dachte ich mir, sind die Videos und Bilder weg. Soviel dazu. Ich habe dann NUR die SSD wieder eingebaut, siehe da, die Kiste startet wieder. Sehr komisch. Als nächstes habe ich dann versucht das System zusammen mit SSD und HDD zu starten, was dann auch klappte. Leider waren dann viele Daten auf der HDD weg, wobei der Festplattenplatz der gleiche geblieben ist, die Daten mussten als irgendwo sein. Windows hat dann die Platte überprüft und konnte mir (ich vermute mal sogar alle Daten) wiederherstellen. Es gibt ein Video da steht jetzt 0KB, das ist vermutlich für immer weg...

Mein aktuelles Problem ist jedoch, dass die HDD irgendwie sehr langsam geworden ist. Das abspielen der Videos ist eine Qual, das dauert lange und ist manchmal etwas ruckelig. Die Smart Werte sind fast alle Optimal, außer wieder zugewiesene Sektoren, dort steht aktuell Bester und Schlechtester Wert die gleiche Zahl. Crystal Disk warnt dort mit Vorsicht.

Meine Frage ist, wie verfährt man weiter. Wie kann ich noch Daten retten und wie kann man die Platte wieder beschleunigen.
Die Datenträger Überprüfung konnte schon sehr viel herstellen, ich meine ein Video ist jetzt kein großer Verlust, aber die Langsamkeit der Platte hindert mich etwas...
Ich denke, dass man die Platte noch verwenden kann und die Warnung nur deshalb kommt, weil Windows nicht alles wieder vernünftig herstellen konnte. Nebenbei bemerkt ist das Upgraden bei Windows mehr als schlecht, wie kann man sich nur soweit zurück entwickeln. Ich denke fast, dass es demnächst zur Routine wird, die Systeme jedes 1/2 Jahr neu aufsetzen zu müssen. Das freut einen Eingefügtes Bild

Dieser Beitrag wurde von Future010 bearbeitet: 12. Juli 2017 - 10:55

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#2 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 12. Juli 2017 - 11:46

1- Sektorbasiertes Image ziehen und irgendwo verstauen, wo es sicher ist
2- Tonne auf
3- HDD rein
4- Tonne wieder zu

Abschließend eine, ggf mehrere Kopien des in (1) erstellten Images anlegen und von dort versuchen zu restaurieren. Das unter der Annahme, daß die bisherigen Versuche nicht bereits unumkehrbaren Schaden angerichtet haben.
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#3 Mitglied ist offline   Future010 

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geschrieben 12. Juli 2017 - 12:52

OK, dann nehme ich an ist die Windows interne Reparatur nicht das Werkzeug der Wahl... Zu Punkt 1 haste da nen Vorschlag?

Aber mir erschließt sich auch kein Zusammenhang zwischen Key geändert und Festplatten defekt Eingefügtes Bild

Dieser Beitrag wurde von Future010 bearbeitet: 12. Juli 2017 - 12:53

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#4 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 12. Juli 2017 - 14:15

Der Key geändert ist dem Festplatte sein Tod. ;D


Nein im Ernst, die defekten Sektoren sind halt einfach da. Solange da keine Daten reingeschrieben werden, passiert auch nix. Wenn aber doch, dann gibt es die beschriebenen Symptome.

Jetzt könnt man sich hinstellen und mit chkdsk /B schauen, was hinten bei rum kommt. Evtl bringt es sogar ein bißchen. Aber das Problem geht davon nicht weg, sondern wird nur unter den Tisch gekehrt.
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#5 Mitglied ist offline   Future010 

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geschrieben 12. Juli 2017 - 14:35

Ja das ganze hat mich sehr verwirrt, weil eine Key Änderung ja erstmal nichts mit der Hardware zutun hat. Ich werde jetzt wahrscheinlich auch bei der Pro Version bleiben, weil die Enterprise zu Upgraden ist irgendwie immer nen bisschen speziell...

Dieser Beitrag wurde von Future010 bearbeitet: 12. Juli 2017 - 15:04

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#6 Mitglied ist offline   js1 

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geschrieben 14. Juli 2017 - 21:38

Und, .... man muss noch dazu sagen. Wenn schon einmal einige defekte Sektoren vorhanden sind, werden mit großer Wahrscheinlichkeit weitere hinzu kommen.
Vielleicht mal auf die Arbeitstemperatur der Harddisk achten. Zu hohe Arbeitstemperaturen schicken eine Harddisk in den Tod. Das ist ein leidiges Problem bei Laptops. Ein Laptop wird auch gern mal im Bett, auf dem Sofa oder in anderen bequemen Ecken verwendet. Dabei sind dann schnell mal die Gehäuseöffnungen für die Kühlung verdeckt so dass die Temperatur im Geräteinneren steigt. Wenn das oft vorkommt ist es das Aus für die Harddisk.
Viele Grüße js1
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#7 Mitglied ist offline   Future010 

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geschrieben 15. Juli 2017 - 09:13

Ja das ist mir klar, so verwende ich ein Laptop auch nicht, das war rein zum arbeiten da :)

Nur was mich etwas nachdenklich gemacht hat in dieser Situation war, dass dieser Defekt aufgetreten ist, nachdem ich den Key geändert hatte. Eigentlich sollte das eine nichts mit dem anderen zutun haben. Nur wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für ein solches Ereignis?

Dieser Beitrag wurde von Future010 bearbeitet: 15. Juli 2017 - 09:13

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#8 Mitglied ist offline   joe13 

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geschrieben 15. Juli 2017 - 10:32

zu "Die Smart Werte sind fast alle Optimal"

Ich hatte schon mal 'ne Festplatte mit ausgezeichneten Smart Werten, und die war definitiv defekt & wurde bei Conrad problemlos ersetzt.
Diese Werte sind unzuverlässig.
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#9 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 15. Juli 2017 - 13:28

Passiert einfach irgendwann mal, normalerweise unmittelbar zur Anschaltzeit (Initialisierung), aber natürlich nicht ausschließlich dann.

Irgendwas macht man zu dieser Zeit meistens. Sonst wär der PC ja aus. Von Korrelation kann man also nicht wirklich sprechen.

Womit der reale Ausfall aber tatsächlich korrelliert ist die Temperatur (s.o.) und der altersbedingte Verschleiß selber => das Ausfallrisiko steigt mit steigendem Ausfallrisiko => "Selbstbeeinflussung".

Das kommt zum einen daher, daß mit steigendem Ausfall von einzelnen Speicherbereichen auf dem Datenträger diese nicht unmittelbar als defekt bekannt sind. Lesefehler sorgen zunächst dafür, daß die betroffenen Bereiche mehrfach gelesen werden müssen; dadurch steigt der Aufwand (und die Temperatur) und die Leseraten sinken. Das hat wieder Auswirkungen auf benachbarte Bereiche, die nun höher belastet werden als normal und deshalb eher ausfallen als normal.

Zum zweiten sinken mit steigender Ausfallrate die Auswahlmöglichkeiten. Sektoren werden neu zugeordnet, aber die Daten anderswo auf dem Datenträger werden nicht umgeschrieben. Ergo:

- Es wird nach einer Adresse gefragt, wo ein Datum stehen soll.
- Diese wird gesucht. Dauert bei HDDs.
- Es wird festgestellt, hey hier steht "defekt".
- Jetzt wird gesucht, wo die neue Adresse des Datum steht.
- Danach wird gesucht. Dauert.
- Und jetzt wird dieses Datum gesucht.
- Erfolg! ... Oder, mit Pech, wieder eine kaputte Zelle; d.h. den Vorgang von vorne.


Jeder Vorgang belastet daher die Festplatte um ein Vielfaches mehr als das im "Neu"zustand der Fall war, weswegen angeschlagene Festplatten ungleich unzuverlässiger sind als neuwertige und an dieser Stelle nur noch in die Tonne können.

Das ist in der Badewannenkurve der rechte Teil.
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#10 Mitglied ist online   Gabriel EE 

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geschrieben 16. Juli 2017 - 12:30

Ich habe hiermit bei gewissen HDDs Erfolg gehabt:

http://hddguru.com/s...el-Format-Tool/

Zudem habe ich in einem alten NB eine IDE mit defekten Sektoren, die genau damit schon seit 5 Jahren läuft, ohne sich zu verschlimmern !
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#11 Mitglied ist offline   joe13 

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geschrieben 19. Juli 2017 - 18:08

Letzteres halte ich aber eher für Glück als für einen reproduzierbaren Effekt.
Andersrum wird ein Schuh draus: wenn ich feststellen mußte daß gute Meßwerte bei einer sterbenden Platte auftreten können, dann trau ich diesen Meßwerten nicht mehr. Ne neue Platte kostet weniger als die Mühsal, nach einem Crash alles neu zusammenzusuchen.
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#12 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 19. Juli 2017 - 18:15

Nicht unbedingt, ganz ausschließen kann man das sicher nicht. Insbesondere: wenn ein Datenträger defekte Bereiche hat und ich formatier den (nicht "Quick", sondern "normal") dann wandert Information über die kaputten Bereiche in die Dateisysteminfo und diese Kaputtnos werden von anfang an gemieden.

Es ist nicht so, daß eine Festplatte mit "Pending Sector Count" größer 0 automatisch morgen ausfallen wird. Man hat nur keine Gewißheit mehr und die Datenintegrität ist auch nicht mehr gegeben, weil es nun möglich ist, daß Dten beim Schreiben verlorengehen und entsprechend beim Speichern des eben erstellten Worddokuments (oder dem Kopieren der Urlaubsfotos von der SD-Karte) Datenmüll ankommt.

Wenn man damit leben kann, weil es einem nicht so wichtig ist, dann paßt das schon so.
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#13 Mitglied ist offline   joe13 

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geschrieben 23. Juli 2017 - 10:17

Oh liebes Pelztier,

"Wenn man damit leben kann, weil es einem nicht so wichtig ist.." trifft sicher auf etliches in meiner Datenansammlung zu. Freilich gibt's daneben auch durchaus wichtige Dateien ...
Da sich aber datentechnisch wichtige Daten von Schnullikram nicht unterscheiden lassen, tausche ich fragwürdige Datenträger lieber aus. Kostet nicht viel & erspart mit dafür viel Arbeit, Schweiß & Tränen :)
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#14 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 23. Juli 2017 - 11:09

Huldigt dem Pelztier, denn Ihr seid knusprig und schmeckt gut mit Ketchup!

Und das ist genau der Punkt, weswegen man das auch möglichst bald austauschen sollte, wenn man das mitkriegt. Es gab auch Festplatten vor SMART; da mußte man das auch merken und austauschen. :wink:

Es gibt aber natürlich auch die Situation, wo man zB einen dedizierten Datenträger hat zum sagen wir Windows Insider Images hintun. Oder einen Datenträger als "Temp-Datenträger", der also nur für Swapdateien, Tempdateien und sonst als Arbeits"verzeichnis" verwendet wird.

Sowas muß man nicht sichern. Wenn das kaputtgeht, kann es in die Tonne und man tut einfach was neues rein.
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