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Nachrichten zum Thema: Hardware
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Hilfe bei Übertaktung S775 Mein Xeon oder RAM wehren sich

#1 Mitglied ist offline   SchroederX 

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geschrieben 14. März 2017 - 11:30

Hallo,

ich brauche Hilfe beim Übertakten meines Rechners - ich glaube, das wird nicht ganz einfach, mir fehlt beim Übertakten die Erfahrung. Guides, HowTos und andere Anleitungen habe ich gelesen, ich stehe auf dem Schlauch oder habe mich durch unterschiedliche Hinweise verwirren lassen. Oder meine Komponenten verhindern weiteres.

Kurz zu meinem System:
Abit IP35-E
Xeon X5460 mit S775-Mod, Microcode-Mod im BIOS und Noctua NH-D15
4x2GB OCZ2T800C42G
Asus Strix GTX 970
Eine SSD, eine Festplatte, ein USB3-Controller im PCIe-Slot
BeQuiet 650W Dark Power Pro 11 und ein Silverstone FT02-Gehäuse,
Win10 x64

Ja, das ist für heutige Verhältnisse alt, aber bisher läuft er sehr stabil. Bis jetzt hat er für mich auch ausgereicht, so langsam merke ich, dass eine gewisse "Schwuppartigkeit" fehlt und auch FPS. Ich hatte mir auch schon einige neue Rechner zusammengestellt (6850K etc.), aber jetzt mit dem Erscheinen von Ryzen habe ich (wieder) abgewartet und möchte mal sehen, was man noch so rausholen kann. Ich erwarte keine Wunder und auch keine 4GHz, aber ebenso wie ich vom E6750 zum gemoddeten X5460 aufgerüstet habe (weil der schneller und günstiger zu haben ist als ein Q9650, und weil man es kann), will ich noch mal an den letzten möglichen Schrauben drehen und mich ans Übertaken heranwagen - außer etwas FSB herausgekitzelt zu haben.

Meine Probleme bisher:
Die Speicheriegel sind nicht ganz benutzerfreundlich. Früher hatte ich erst 2GB, dann 4GB und jetz den Maximalausbau auf dem Board, immer OCZ. Dieser war damals als Übertakter-RAM ausgezeichnet, aber außer nem silbernen Hitzeblech habe ich davon noch nicht viel feststellen können. Immerhin laufen die 8GB mit BIOS-Default auf 1.8V stabil.

Aber: Default ist DRAM/FSB-Ratio von 1.2, d.h. bei FSB333 komme ich auf 400MHz DRAM. Das ist für den RAM auch OK, der läuft dann mit 6-6-6er Timings. Mit mehr als 408MHz bekomme ich den Rechner nicht mehr an den Start. Als muss ich die DRAM/FSB-Ratio ändern. 1:1 kann ich auch noch einstellen, aber bisher habe ich ihn damit in keiner Weise zum Laufen bekommen. Den Multiplikator (9.5) würde ich gerne so lassen, damit Speedstep weiterhin funktioniert.

Also hatte ich zuerst den Verdacht, dass das Board mit dem FSB kleiner als 800 (mit 1:1 lande ich bei etwas über 666 logischerweise) bzw. zwischen 670 und 770 Probleme haben könnte, die JEDEC-Timing zu erkennen, also habe ich die letzten stabilen Timings manuell gesetzt (6-6-6-18-24 lt. CPU-Z) - ohne Erfolg. Die RAM-Spannung zu erhöhen hat nicht geholfen, auch wenn das eigentlich nicht das Problem sein sollte. Ebenso habe ich die NB-Spannung etwas erhöht, aber auch damit startet Windows nicht. Dabei bin ich nicht mal in der Nähe der FSB-Einstellung gewesen... Ich könnte nun einfach den FSB so lange hochdrehen, bis ich wieder bei 800MHz bin mit 1:1, aber dann bin ich definitiv in Regionen, wo NB und CPU mehr Spannung wollen. Ich denke, hitzetechnisch sollte das zwar keine große Hürde sein, aber...

Was mich nun außerdem noch verwundert hat, ist die EPP-Spalte in CPU-Z. Musste zuerst auch Googeln, was das sein soll, aber auch wenn ich die dort hinterlegten Timings einstelle (4-4-4-15 bei 400MHz und 2V) bootet er nicht.

Nun hatte ich mit dem vorherigen Speicherkit (eigentlich identische Riegel nur mit jeweils 2 statt 1GB) schon mal Probleme, wo ich mit dem OCZ-Support in deren Forum sprach und mir letztendlich ein Riegel ausgetauscht wurde und wir zusammen etwas bessere Timings statt Default herausgearbeitet haben. Da besteht jetzt das Problem, dass ich den Artikel nur als Link auf meinem Rechner gespeichert habe, OCZ inzwischen nicht mehr existiert und ich damit meine ursprünglichen Timings oder den Weg dorthin nicht mehr nachvollziehen kann.
Ich kann mich noch erinnern, dass der Support mir sagte, dass die Riegel problemlos 2.2V mitmachen würden und dass bei Vollausbau die NB-Spannung evtl. etwas erhöht werden muss. Nun habe ich beides nicht benötigt - evtl. liegt das auch am jetzt qualitativ besseren Netzteil, da hatte ich vorher auch ein OCZ 600W - und um meine Verwirrung komplett zu machen, habe ich vorhin spaßeshalber die Timings auf 5-5-5-17 mit Ratio 1.2 und Trfc 42 gestellt und bin gerade im damit laufenden Windows, was eigentlich meinen vorherigen Erkenntnissen widerspricht (weil das abgesehen von tRAS und tRC die JEDEC-Timings des RAMs sind, aber für 333 MHz), sofern ich da nichts übersehen habe.

Der Kühler war bis vor Kurzem ein Arctic Freezer Extreme 2, mit dem Noctua sind die Temperaturen um rund 10% (Idle) bis 18% (Load) besser - damit jetzt Tmax bei 57°C (Load lt. Mainboard, 64/55/60/60°C lt. HWInfo für die einzelnen vier Kerne), ein Hitzeproblem schließe ich damit erstmal aus.

Kann mich jemand aufklären oder hat mit dem Xeon-Mod und Übertakten Erfahrung, oder mit diesem Board und diesem RAM? Habe ich eine falsche Herangehensweise?

Dieser Beitrag wurde von SchroederX bearbeitet: 14. März 2017 - 11:47

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#2 Mitglied ist offline   RalphS 

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geschrieben 14. März 2017 - 19:34

Du bist Dir sicherlich im Klaren, daß Dein x5460 performancetechnisch hinter einem i3-4330*T* mit einer TDP von 35W zurückbleibt?

Gut gemeinter Rat und ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel - ich war mit meinem Q8400 auch lange zufrieden --- aber die Core-i Architektur ist mit der C2D-Architektur in keinster Weise vergleichbar, nicht mal im Hinblick auf die nächste (= die erste Core-i) Generation.

Statt Zeit und Streß und Kosten da rein zu investieren kannst Du Dir genausogut "irgendein" System zusammenbauen, idealerweise ab i5 oder evtl auch als Xeon, damit die vier Kerne erhalten bleiben.

Aus dem Hut gezogenes Beispiel: Ein "simpler" i7-3770 leistet mehr als das Doppelte als Dein Xeon, und da paßt dann sogar der Chip zum Chipsatz; wenn Du stattdessen in Richtung i7-7700 schauen würdest wären wir bei nicht-ganz-aber-fast 300% Performance.
"If you give a man a fish he is hungry again in an hour. If you teach him to catch a fish you do him a good turn."-- Anne Isabella Thackeray Ritchie

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#3 Mitglied ist offline   SchroederX 

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geschrieben 15. März 2017 - 09:25

Danke für die Antwort, RalphS.

Ja, Du hat völlig recht, mit so ziemlich jedem neuen PC würde ich den vorhandenen leistungsmäßig problemlos überflügeln können.

Aber: Ich will ja das nutzen, was vorhanden ist, so lange wie möglich. Einen neuen Rechner kann ich mir immer zusammenstellen, habe ich auch schon getan, aber jetzt ist für mich da nicht der richtige Zeitpunkt - Ryzen gerade erschienen, X99 wird abgelöst... Deswegen habe ich auch für das alte System noch ein neues Netzteil und einen guten Lüfter gekauft, damit ich beides beim Aufrüsten weiter benutzen kann. Ich würde mich dann auch wieder etwas zulegen wollen, was sich noch locker aufrüsten lässt und idealerweise für viele Jahre langt.

Letztendlich ist es ja auch nur ein Einstellungs- bzw. Softwareproblem - es nicht wenigstens zu versuchen, wäre bei einem eigentlich zum Übertakten ausgelegten System auch zu schade. Mit Geld beschmeißen kann ich ihn immer noch und andere haben es auch schon geschafft. Ich habe den Verdacht, dass es eine ganz simple Einstellung sein könnte, die ich regeln muss.

Dieser Beitrag wurde von SchroederX bearbeitet: 15. März 2017 - 09:26

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