WinFuture-Forum.de: Test - LG 23ET83V-W - WinFuture-Forum.de

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Nachrichten zum Thema: Peripherie & Komplett-PCs
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Test - LG 23ET83V-W


#1 Mitglied ist online   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 19. April 2013 - 15:43

Stand: 01.06.13

Hallo Forum,

durch das WinFuture Forum, habe ich Kontakt zu LG erhalten, die mir einen neuen 23" Touchscreen Monitor zum Test zuschickten. Ich möchte Euch herzlich einladen, Fragen, Kritik, Anregungen, Wünsche los zu werden. Ich tue, was ich kann und in meiner Macht steht .

In den nächsten 8 Wochen wird hier ein umfangreicher Testbericht zum LG 23ET83V-W entstehen, dem neusten Touchscreen Monitor mit 23" Bilddiagonale von LG. Ich möchte Euch vorab gern die groben Punkte nennen, die meinen Bericht prägen werden:

Verpackung

Der LG Monitor wird in einem 63x47x26cm großen Karton geliefert. Auf dem Karton selbst finden sich die ersten Hinweise, um welchen Monitor es sich handelt: LG 23ET83 – FullHD, LED, 10 Punkt Touchscreen, IPS Panel, geringer Stromverbrauch und natürlich Windows 8 kompatibel, das ich während des Testberichts nutzen werde. Die Verpackung ist zum großen Teil, genauso wie der Monitor, in weiß gehalten worden.


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Öffnet man den Karton, so ist der Monitor an einem Stück in Styropor gehüllt, sowie das Zubehör im Karton verteilt. Der Monitor lässt sich daher schnell entpacken und das Zubehör anschließen. Eine frustvolle Verpackung, wie sie zum Beispiel Logitech bei Mäusen gern nutzt, hat LG somit nicht gewählt.

Inhalt und Lieferumfang

Im Lieferumfang des Monitors befinden sich:

  • LG 23ET83
  • Netzteil
  • Stromkabel
  • VGA-Kabel
  • USB-Kabel
  • Kabelhalter in schwarz
  • Easy Setup Guide
  • Installation Guide For Touch
  • Manual & Software CD
  • Garantiekarte

LG legt dem Monitor kein digitales Kabel, etwa HDMI, bei. Der Test wurde jedoch, um bestmögliche Bildqualität zu erhalten, in Verbindung mit einem HDMI-Kabel durchgeführt. Warum LG einen schwarzen Kabelhalter zu einem weißen Monitor legt, ist mir nicht ganz klar. In der Regel sieht man diesen zwar hinter dem Monitor nicht, doch der Optimalfall sollte eine einheitliche Farbe darstellen. Laut Anleitung sollen mit diesem Kabelclip lediglich alle Kabel gebündelt und sauber nach hinten abgeführt werden. Ob dies bei drei, vier Kabeln notwendig ist? Ich habe die Kabel alle am Standfuß gebündelt (siehe Bild).

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Über das externe Netzteil lässt sich streiten. Vorteil dieser externen Lösung ist der einfache Austausch des Netzteils bei einem Defekt; der Monitor muss nicht ausgetauscht werden. Nachteil solch einer Lösung ist der zusätzliche klobige „Kasten“ unter dem Schreibtisch, der verstaut werden muss, wobei das Netzteil von LG wirklich klein und kompakt gehalten wurde. Weiterhin kann es sein, dass das Netzteil auch dann Strom verbraucht, obwohl der Monitor aus ist. Doch dazu später mehr. Das Netzteil gibt 19V bei 1,3A aus, wird im Betrieb nur handwarm und wiegt ca. 75g (ohne Kaltgerätekabel).

Optik und Aussehen

Kommen wir zur Optik und dem äußeren Erscheinungsbild des neuen Monitors. Er ist nahezu komplett in weiß gehalten. Lediglich der Rahmen um das Display herum ist in schwarz gehalten worden. Vorne auf dem Displayrahmen befindet sich das klassische LG Logo, nebst den berührungsempfindlichen OSD-Tasten, die gut beschriftet worden sind und auch leicht reagieren. Auch der Ein- und Ausschalter setzt auf Berührung, obwohl die darunter liegende rote Status LED samt gläsernem „Button“ dazu einlädt, diesen zu drücken. Doch dies ist nicht der Fall. Durch das Plastik schimmert nur die Betriebsanzeige. Dezent und unauffälliger wäre es gewesen, einen kleinen roten Punkt in den schwarzen Rahmen zu integrieren. Doch wem die rote LED zu auffällig ist, kann diese im OSD abschalten.

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Der hintere Standfuß wird von einem grauen Plastik umrandet und ist nicht abnehmbar, um etwa Kabel verstecken zu können. Im Standfuß integriert ist auch ein Kensington-Lock, sodass der Monitor gegen leichten Diebstahl, etwa auf Messen oder in der Firma, geschützt werden kann.

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Man erkennt deutlich, dass das eigentliche IPS-Panel ca. 5mm hinter dem Touchpanel liegt. Dies stört im Betrieb jedoch nicht. Das Touchpanel scheint aus Plastik gefertigt zu sein. Zumindest deutet der Klang beim leichten Klopfen auf Plastik hin. Schade, hier hätte LG gern auf Glas setzen können, um ein hochwertigeres Gefühl im Touch-Betrieb zu gewährleisten.

Glücklicherweise hat LG der Oberfläche eine fettabweisende Schicht spendiert, sodass Fingerabdrücke zwar sichtbar sind (hier: starke Verschmutzung), den Betrieb und das Bild jedoch nicht stark einschränken (vgl. Tablet ohne Fettschutzschicht).

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Ergonomie

VESA Halterungen gibt es keine. Der Monitor muss somit zwingend mit dem Standfuß betrieben werden, der fest verschraubt und nicht abnehmbar ist. Ein Transport wird daher, auch aufgrund des enormen Gewichts, erschwert. Alle Kabel werden nicht unten am Monitor angeschlossen, sondern direkt hinten am Anschlussfeld. Die Flexibilität des Monitors ist daher äußerst schlecht, da er nur 5° nach vorne und 25° nach hinten gekippt werden kann. Drehen oder Erhöhen des Bildschirmes sind nicht vorgesehen. Vor allem für größere Benutzer wird dies ein gravierender Nachteil sein.

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Technische Spezifikationen

Hier nun kurz die wichtigsten Eckdaten des Monitors:

  • 23“ – 58cm
  • IPS LED Panel
  • Auflösung 1920 x 1080 Pixel – 16:9
  • Helligkeit: 250cd/m²
  • Kontrast: 10.000.000:1
  • Reaktionszeit: 5ms
  • Blickwinkel: 178° / 178°
  • 16,7 Mio. Farben
  • Spiegelnde Oberfläche
  • Farbraum: sRGB & ARC

Auf der Homepage von LG wird der Monitor als „nicht spiegelnd“ beworben. Sicherlich ist die Oberfläche nicht mit den aggressiven Spiegeln eines iMacs vergleichbar, doch unter „matt“ verstehen viele Kunden etwas anderes. Wie Ihr seht, könnt Ihr mich wunderbar beim Fotografieren des Modells sehen.

Installation unter Windows 8 Pro x64

Die Installation des Monitors gestaltet sich äußerst einfach. Weder Schraubendreher noch sonstiges Werkzeug werden zur Einrichtung benötigt, da der Monitor fest mit dem Standfuß ab Werk verschraubt ist und er somit nur an den richtigen Platz aufgestellt und angeschlossen werden muss.

Angeschlossen müssen zwingend das Stromkabel, ein Signalkabel (HDMI oder VGA) und das USB-Kabel. Beim Starten des Betriebssystems erkennt Windows ein neues Gerät und installiert die Treiber automatisch. Es wird keine CD zum Einrichten benötigt. Installiert werden die Treiber für den Touch-Controller, der per USB-Verbindung angesprochen wird und von SiS stammt. Nach der Treiberinstallation funktioniert die Touchfunktion einwandfrei und kann unter Windows sofort benutzt werden.

Arbeiten unter Windows 8 x64

Trotz seines Gewichts von 6,4kg ist der Monitor nicht stabil genug, um ihn komfortabel mit den Fingern zu bedienen. Der Monitorstandfuß selbst bewegt sich zwar nicht, doch liegt die Schwachstelle im Neigegelenk. Dies hält die große Bildfläche nicht fest genug, sodass der Monitor bei Touchbedienung unangenehm nachschwingt bzw. nachgibt. Leichte „Tapser“ als Ersatz zum linken Mausklick ergeben eine wackelnde Monitorfläche. Besonders krass wird dieses Phänomen natürlich in den beiden oberen Ecken, die am weitesten von der Verbindung zum Fuß entfernt sind. Hier muss LG unbedingt nachbessern, vor allem, weil die Eingaben nicht immer 100%-ig erkannt werden. Dies liegt an der verbauten Art des Touchscreens: resistiv, da er auf leichte Berührung nicht reagiert, sondern auf einen sanften Druckimpuls wartet.

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Durch die Plastikabdeckung wird das Fahren mit den Fingern über den Monitor ohne jegliche Fettschicht erschwert bis gar nicht möglich gemacht. Ein Verschieben von Fenster geht mit der Maus daher sehr viel komfortabler. Markierungen und Auswahl bestimmter Texte sind hiervon ebenso betroffen. Auf echtem Glas „rutschen“ Finger besser und ermöglichen ein ähnliches Gefühl zu Smartphones.

Zwar kann ein Touchscreen evtl. eine Maus zeitweise ersetzen, doch eine Tastatur wird nach wie vor benötigt, da der Neigungswinkel des Monitors von max. 25° nicht ausreicht, um längere Texte oder Eingaben auf der onscreen Tastatur zu tätigen, ohne Verrenkungen anstellen zu müssen und Gelenkschmerzen zu erhalten. Auch das Schließen von Apps wird zur „Qual“, wenn man bei einem 23“ großen Monitor den Arm von der oberen Kante bis hinunter zur unteren Kante ziehen muss. Auf Tablets mag dies sicher sinnvoll und bequem gehen – auf Desktop-Ebene leider nicht.

Zur Bedienung des Bildschirmes mit den Fingern muss der Arm – müssen die Arme beim beidhändigen Tippen – ständig „in der Luft“ gehalten werden. „Mausschubser“, zu denen auch ich zähle, müssen sich lange Zeit daran gewöhnen, einen Monitor so zu bedienen, da die Muskeln im Bereich des Armes und der Schulter auf diese Art und Weise der Bedienung nicht trainiert sind. Ergonomischer wäre es, den Monitor so stark nach hinten kippen zu können, dass er fast plan auf dem Untergrund aufliegt. In dieser Stellung wird dann jedoch der Nacken stark beansprucht, sodass das Arbeiten revolutioniert werden muss und sich mit einer Touchbedienung radikal ändern wird.

Ein weiteres Problem ist das schlechte Feedback von Windows 8. Sollten keine Programme geöffnet sein und man möchte die linke Charmbar „hineinstreichen“, so passiert nichts. Windows zeigt visuell nicht an, dass keine Programme offen sind. Schade ist ebenfalls, dass man nicht durch das linke Hereinstreichen vom Desktop auf den Metroscreen wechseln kann, sondern rechts reinstreichen und die Windowstaste tippen muss.

Leider zeigt die linke Charmbar auch nicht vollständig alle geöffneten Programme an. Sollte beispielsweise Chrome und andere Fenster auf dem Desktop geöffnet sein, zeigt die Charmbar lediglich den offenen Desktop an. Dass Programme dort ausgeführt werden, ist nicht ersichtlich.

Spiele

Mit 5ms Reaktionszeit sollte der Monitor trotz Touchinterface für Spiele geeignet sein – und das ist er auch. In keinem meiner Spiele habe ich störende Schliere oder Nachzieheffekte entdecken können. Was jedoch ärgerlich ist: In dunkeln Spielszenen ist der Monitor nicht hell genug bzw. reicht der Kontrast nicht aus, sofern viel Tageslicht im Raum ist. Teils noch diffuse Spielszenen sind nur noch schwarz und nicht erkennbar – ich musste meinen Raum abdunkeln, da das viele Licht sich stark auf der Oberfläche spiegelt und ich mich teilweise selbst auf den Monitor sehen konnte.

Betriebsgeräusch

Der Monitor ist im Betrieb selbst lautlos, egal auf welcher Helligkeitsstufe er betrieben wird. Sollte jedoch kein Signal anliegen, gibt der Monitor ein graues Bild mit der Meldung „Signalsuche“ aus. Dabei ist deutlich ein Surren zu hören.

Stromverbrauch

Der Monitor macht dem Käufer mit dem Label „Energy Saving“ kein Versprechen zu viel. Im Betrieb auf 100% Helligkeit verbraucht er gerade einmal 24,1W – auf niedrigster Einstellung 0% - nur noch 13,5W. Im Mittel auf 75% Helligkeit, welche für die meisten Anwendungen und Umgebungen ausreicht, messe ich 21,5W. Ein sehr guter Wert für einen 23“ Monitor mit LED Beleuchtung.

Sollte der Monitor in den Standby gehen, werden nur noch 0,2W verbraucht. Vorbildlich. Denn nach neusten EU-Richtlinien dürfen Geräte nur noch < 1W im Standby verbrauchen. Schaltet man den Monitor per Touchgeste gänzlich aus, messe ich auch keinen Verbrauch: 0,0W zeigt das Messgerät an. Vorbildlich – eine Steckerleiste mit Schalter entfällt somit.

Anschlüsse

Kommen wir zu den vielfältigen Anschlüssen. Da LG ein VGA-Kabel beilegt besitzt der Monitor natürlich einen angestaubten VGA-Eingang. Zur optimalen Bildqualität empfehle ich jedoch den Betrieb an einer der beiden HDMI-Eingänge. Daneben befinden sich auf der Rückseite noch ein Stromanschluss, ein USB-Eingang für den Touchscreen und ein Kopfhörerausgang zur Weiterleitung des Audiosignals aus dem HDMI-Kabel.

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Bedienung OSD

Im OSD lassen sich viele Parameter einstellen, bis das Bild perfekt und gar zur amateurhaften Bildbearbeitung in Adobe’s Photoshop taugt. Das OSD wird über die berührungsempfindlichen Tasten sehr intuitiv gesteuert, da sie entsprechend beschriftet sind. Nachteil dieser optisch sauberen Lösung: Im Dunkeln tastet man orientierungslos auf dem Monitor daher und erwischt entweder genau den Zwischenraum zweier Tasten oder die falsche Taste. Bis die Bedienung im Dunkeln wie im Hellen funktioniert, vergehen viele Tage und vor allem Nächte. Auch das Ausschalten geht im Dunkeln nur auf „gut Glück“, sofern man die Status LED abgeschaltet hat. Leuchtet sie, lässt sich genau über dem Leuchtpunkt der Ausschalter zielsicher treffen.

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Etwas verwirrend bei einem Touchscreen Monitor: das OSD selbst kann nur über die entsprechenden Tasten am unteren Bildschirmrand gesteuert werden, obwohl man fast immer dazu geneigt ist, die einzelnen Optionen direkt auf dem Display anzusteuern – was leider so nicht funktioniert, da das OSD keine Verbindung zum Touchscreen-Interface herstellt. Schade. So ließen sich viele Punkte komfortabler erreichen.

Bildqualität

Kommen wir zum wichtigsten Teil eines Bildschirmes: der Bildqualität in all ihren Facetten. Zunächst wollen wir das Thema Ausleuchtung behalten, die als gut zu bezeichnen ist. Leider treten auch bei diesem IPS-Panel die typischen Probleme auf, mit denen alle IPS-Panels mehr oder weniger stark zu kämpfen haben. Wie auf dem Bild sehr schön zu erkennen, ist der Monitor vor allem in den Ecken stärker heller als in der Mitte. Das Bild wurde jedoch mit einer erhöhten Verschlusszeit aufgenommen, um die Probleme deutlicher erkennbar zu machen. Das Bild daneben zeigt die Ausleuchtung so, wie das menschliche Auge sie sieht. Im Betrieb fallen selbst diese Unterschiede nicht mehr auf, sofern nicht schwarze Balken dargestellt werden müssen. Hier sind diese Probleme natürlich wieder sichtbar.

Der Kontrast des Displays ist ebenso als gut zu bezeichnen. Farben werden satt und kräftig dargestellt. Weiß ist wirklich strahlend weiß. Die Blickwinkel sind IPS-typisch als gut zu bezeichnen. Auch von der Seite werden die Farben nur kaum verfälscht und bleiben stabil. Spiele sind mit dem Monitor ebenfalls möglich. Die Reaktionszeit ist gering genug, dass von Schlieren oder Nachzieheffekten nicht die Rede sein kann.

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Das größte Manko des Displays ist allerdings seine Helligkeit. In abgedunkelten Räumen bzw. ohne direkte Sonneneinstrahlung ist die Helligkeit mehr aus ausreichend. Seiten mit hohem Weißanteil strahlen dem Nutzer förmlich entgegen, sodass man geneigt ist, die Helligkeit auf ca. 75% zu reduzieren. Scheint jedoch die Sonne lediglich in den Raum (nicht auf das Display selbst!) sind auch 100% Helligkeit zu wenig, als dass man in dunklen Spielszenen (hier getestet mit Crysis 2) alle Details erkennen kann. Dazu spiegelt das Display so stark, dass man zwar die Umgebung sehr schön auf dem Display sieht aber weniger die feinen dunklen Details in Spielen. Ich musste dazu mein Zimmer abdunkeln.

Ein Lichtsensor, der automatisch die Helligkeit je nach Lichtmenge regelt, fehlt. So kann man sich lediglich Shortcut bzw. Profile erstellen und zwischen diesen hin- und herwechseln oder man passt die Helligkeit ständig an. Hier muss LG besonders nachbessern, da eine Helligkeit von angegebenen 250cd/m² bei weitem nicht ausreicht, um bei Lichteinfall dunkle Seiteninhalte darstellen zu können. Tablets mit ebenfalls gleichstark spiegelndem Display bieten Leuchtstärken von ca. 400cd/m².

Verschmutzungsempfindlichkeit / Reinigung

Allgemein lässt sich sagen, dass anfangs nicht allzu viele Fettfinger auf dem Display zu sehen sind, da LG hier scheinbar auf eine entsprechende Schutzschicht setzt. Leider hat dies jedoch zur Folge, dass der Finger nicht über das Display gleiten kann, sondern immer wieder kurz der Kontakt zum Display unterbricht, sodass eine per Finger gezogene Linie in Paint dann unschöne Lücken aufweist. Das hängt auch damit zusammen, dass der Fettfilm unterschiedlich stark auf dem Display vorhanden ist, sodass bei mehr Fett zwischen Finger und Display der Finger mehr gleitet, bevor Zentimeter daneben dann eine Stelle mit weniger Fett (weniger benutzte Stelle) den Finger nur über das Display rubbeln lässt.

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Ein weiterer Nachteil des Displays ist es, dass es zur Bedienung nach hinten gekippt werden muss. Stellt man es senkrecht zur Tischkante ein, ist das Display zu tief, als dass man es bequem mit dem Finger bedienen kann. Der „Bedienungswinkel“ ist dann zu hoch. Dieses nach hinten gekippte Display nimmt dann aber auch sehr schön und stark Staub aus der Luft auf. Dieser setzt sich wie ein weiterer Film auf dem Monitor ab. Zum Vergleich ein an die Wand gehängter gleichgroßer Monitor sammelt nur auf der Kante Staub, jedoch nicht auf dem Display selbst.

Die Reinigung mit einen Mikrofasertuch beseitigt sehr erfolgreich den angesetzten Staub. Der Fettfilm auf dem Display bleibt aber leider vollständig erhalten, sodass dieser nur mit Glasreiniger zu entfernen ist. Dabei wackelt der Monitor wieder sehr stark.

Subjektiver Eindruck

Subjektiv betrachtet ist der Monitor insgesamt als befriedigend zu betrachten, vor dem Hintergrund seiner eigentlichen Nutzung als Touchscreen-Monitor, da er einfach nicht stabil und standfest genug ist, um effektiv darauf arbeiten zu können. Die Schwingungen und das Wackeln nerven. Die Bildqualität ist vergleich mit dem IPS235, da LG wohlmöglich auf das gleiche Panel setzt. Auch das häufige Reinigen wird im Arbeitsalltag auf Dauer nerven.

Der Monitor kann zudem keine Maus und Tastatur ersetzen, da längere Texte auf der Touchscreen-Tastatur bei dem geringen Neigungswinkel absolut keinen Spaß machen. Die Maus lässt sich zum Teil ersetzen. Wer nun denkt, es ist einfacher die entsprechende Option auf dem Bildschirm anzuklicken anstatt mit der Maus erst zur Option zu fahren, denkt leider, aus meiner Sicht, falsch. Je nach Empfindlichkeit der Maus kann man den ganzen Bildschirm bequem über eine Fläche von 10x10cm erreichen. Bei Fingereingabe muss zunächst der ganze Arm vom Tisch angehoben werden und dann weiter zur entsprechenden „anklickbaren“ Option, die bei einer Größe von 23“ ziemlich weit entfernt liegen kann. Eine ständige Nutzung des Monitors mit Touchscreen wird anfangs Muskelkater und Beschwerden im Armbereich erzeugen, da mit Windows 8 völlig anders gearbeitet werden muss.

Persönlich habe ich mich dabei häufig ertappt, die Touchscreen-Funktionalität gar nicht zu nutzen und ständig mit Maus & Tastatur wie gewohnt zu arbeiten. Dazu ist Windows 8 bisher jedoch nur eingeschränkt ausgelegt, sodass ich zurück zu Windows 7 gewechselt habe. Die Nutzung mit den Fingern ist bisher keine Erleichterung. Zumal das Gleitgefühl wie auf Tablets fehlt.

Fazit

Pro:
  • Gute Bildqualität
  • Spielefähig
  • Geringer Stromverbrauch
  • Innovative Idee


Contra:
  • Standfestigkeit / Befestigung Display am Standfuß
  • Geringe Auflösung
  • Schlechte Ergonomie
  • Verbesserungswürdiger Touchscreen
  • Bedienung unter Windows 8 (mit Maus und Tastatur)
  • Hoher Preis


Falls Ihr jetzt schon Fragen, Kritik und Anregungen habt, könnt Ihr sie mir gern als Antwort in diesen gepinnten Thread schreiben. Im Laufe des Tests werde ich auch Euch eingehen und die Fragen beantworten.

Ich freue mich auf rege Teilnahme!

Grüße
Euer DanielDuesentrieb
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#2 _Member_ZERO_

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geschrieben 20. April 2013 - 03:47

Subjektiver Test?

Also nix mit Messung der Helligkeits- und Kontrastverteilung, sowie Farbtreue? Was für einen Leistungsmesser nimmst du? Kannst du Geräusche im oberen Frequenzbereich des menschlichen Ohres messen (>16kHz)?

Ist halt die Frage, wie subjektiv der Test ausfällt, denn wenn alles subjektiv ist, kann man doch auch die Meinungen aus Amazon und Co. nehmen.

Der eine schreibt hüh, der andere hott. Da meint dann wer, wie hell der TFT sei, wo ich mich schon sage, dass das bei max. 250cd/qm gar nicht sein kann usw.
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#3 Mitglied ist online   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 20. April 2013 - 09:16

Als Vergleich kommt ein 23" IPS LED LCD von LG zum Einsatz. Diesen hat prad.de getestet und ich habe die Farbeinstellungen so vorgenommen, dass sie nach prad.de gut sind.

Da man als Privatperson kein Tricolormeter und Helligskeitsmesser zur Hand hat, kann ich das nur rein subjektiv und anhand von Fotos machen. Möchtest Du exakte ermittelte Werte haben, kann ich Dich nur auf prad.de verweisen. Geräusche über 16kHz kann ich zwar nicht bestätigen, jedoch bin ich als Musiker besonders empfindlich und reagiere auf sehr kleine Geräusche. Darauf habe ich bei meinem Monitor auch geachtet, da ich fiepende oder surrende Monitore nicht ausstehen kann.

Ich möchte Euch einen Eindruck zum Monitor geben und wie gut es sich mit Windows 8 damit arbeiten lässt. Dabei spielt natürlich die Ergonomie eine zentrale Rolle und die allgemeine Alltagstauglichkeit z.B. auch in Firmen eine Rolle.

Dieser Beitrag wurde von DanielDuesentrieb bearbeitet: 20. April 2013 - 09:42

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#4 Mitglied ist online   Urne 

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geschrieben 01. Mai 2013 - 17:02

Wie ist denn Dein Eindruck betreffs Kratzempfindlichkeit der Oberfläche oder hab ich da was überlesen?
Hast Du bei LG mal angefragt, warum diese Seitenleisten Geschichten nicht korrekt funktionieren (Charmsbar und die andere Seite)?

Wenn wir die Bilder hier auf den Server hochladen sollen, dann können wir das gerne machen. Weiß ja nicht, ob die bei dem Bilderhoster da irgendwann automatisch gelöscht werden.
Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin und nach alter Sitt und Brauch stirbt die andere Hälfte auch.
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#5 Mitglied ist online   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 01. Juni 2013 - 13:12

Zitat

Wie ist denn Dein Eindruck betreffs Kratzempfindlichkeit der Oberfläche oder hab ich da was überlesen?
Die Kratzempfindlichkeit ist recht gering. Ich möchte sie nicht ausreizen, da ich den Monitor heile wieder abgeben muss :D. Generell lässt sich festhalten, dass Fingernägel keinen Einfluss auf das Display haben. Wie das mit spitzeren Gegenständen aussieht, kann ich nicht sagen.
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#6 Mitglied ist online   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 03. Juni 2013 - 20:43

Zitat

Hast Du bei LG mal angefragt, warum diese Seitenleisten Geschichten nicht korrekt funktionieren (Charmsbar und die andere Seite)?
Und promt von LG Antwort erhalten. Interessanterweise musste ich den Bildschirm dekalibrieren. Jetzt funktioniert auch das Reinstreichen von der ganzen rechten Seite :).

Weitere kleine Anmerkung: Der Bootloader von Windows 8 reagiert bereits auf den Touchscreen, sodass sich Windows 8 per Finger booten lässt. Außerdem kann man den angeschlossenen PC per Fingertip auf das Display aus dem Ruhezustand holen.

Dieser Beitrag wurde von DanielDuesentrieb bearbeitet: 03. Juni 2013 - 21:00

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#7 Mitglied ist online   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 07. Juni 2013 - 19:26

Nachtrag: Um dem etwas arg Negativen etwas Positives zu verleihen:

Schön lassen sich touchoptimierte Spiele wie "Cut The Rope" auf dem Bildschirm spielen und auch für Windows 8 angepasste Apps wie z.B. Arte lassen sich gut nutzen. Somit muss auch MS für Word und Exel und Co. eine völlige neue Oberfläche schaffen, da das aktuelle Interface gut mit Maus & Tastatur bedienbar ist aber MS kläglich versucht durch z.B. lediglich größere Buttons diese Anwendungen touchfähig zu machen, was nicht gelingt.
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#8 Mitglied ist online   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 10. Juni 2013 - 12:09

Last Minute: Falls Ihr noch fragen habt, stellt sie mir. Ich habe den Monitor nur noch wenige Tage zum Testen da.
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#9 Mitglied ist online   DanielDuesentrieb 

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geschrieben 28. Juni 2013 - 09:37

Hallo zusammen,

da ich den Monitor doch länger behalten darf, werde ich am Wochenende Windows 8.1 ausprobieren und meine Erfahrungen hier posten. Wenn es Fragen zu Windows 8.1 zusammen mit dem Touchscreen-Monitor gibt, postet sie hier :).

Anbei auch die Änderungen an Windows 8.1 bei WF.
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