WinFuture-Forum.de: Ist untertakten sinnvoll? - WinFuture-Forum.de

Zum Inhalt wechseln

Nachrichten zum Thema: Hardware
  • 2 Seiten +
  • 1
  • 2

Ist untertakten sinnvoll? PC-Tuning mal andersrum

#16 Mitglied ist offline   Holger_N 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 3.120
  • Beigetreten: 11. September 10
  • Reputation: 32

geschrieben 06. Dezember 2012 - 18:19

Beitrag anzeigenZitat (sкavєи: 06. Dezember 2012 - 17:10)


Richtige Server-Hardware mit einem N2800 gibt es glaube ich nicht. Eine Alternative waere aber vielleicht sowas (Achtung: nicht ganz guenstig).


Sooo "richtig" muß die Serverhardware nicht sein. Ich dachte vom Anspruch her an sowas wie die typischen zu-Hause-oder-kleine-Firma-NAS so in der Art wie das QNAP 419+ als Dateiserver, dass 4-8 Rechner auf den selben Datenpool zurückgreifen können und ein bißchen Webserver zum "Spielen" also als interner Testserver für ein paar Webseiten. Er soll nur funktionieren wie ein richtiger Server, also da kommt dann Debian drauf und er wird über Netzwerk per SSH und Konsole administriert und sowas. Deswegen sag ich immer Server zu dem eigentlichen Spielzeug.
Eingefügtes Bild
0

Anzeige

#17 _Member_ZERO_

  • Gruppe: Gäste

geschrieben 06. Dezember 2012 - 20:14

Für sowas glaub ich kaum, dass der N2800 langt.
0

#18 Mitglied ist offline   Holger_N 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 3.120
  • Beigetreten: 11. September 10
  • Reputation: 32

geschrieben 06. Dezember 2012 - 21:18

Beitrag anzeigenZitat (Member_ZERO: 06. Dezember 2012 - 20:14)

Für sowas glaub ich kaum, dass der N2800 langt.


Na wie gesagt, momentan "rennt" in der Firma ein kleines NAS-Teil mit 512 MHz Prozessor und der reicht soweit. Mich haben allerdings am N2800 vor Allem die 6,5 Watt beeindruckt.

Wie ist das eigentlich bei den richtigen Boards für Server mit zwei Sockeln? Arbeiten da beide Prozessoren und wenn einer kaputt geht, arbeitet der Verbleibende sozusagen systemrettend im Sparmodus bis der andere ersetzt wird oder arbeitet nur einer und der andere wartet nur darauf, bei einem Ausfall nahtlos einzuspringen, so als Reserve?
Eingefügtes Bild
0

#19 Mitglied ist offline   sкavєи 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 6.447
  • Beigetreten: 20. Juli 04
  • Reputation: 57

geschrieben 07. Dezember 2012 - 00:15

Der N2800 langt locker.

Ich habe hier einen Atom 330 mit 2GB RAM stehen auf dem folgende Dienste laufen:
- Fileserver: smbd, nfsd, pure-ftpd
- Webserver: lighttpd+mysqld+php
- DLNA-Mediaserver: serviio
- rsyncd (für Backups)
- git-daemon (für Versionskontrolle in Eclipse und Visual Studio)
- openvpn-server
- dnsmasq (für DHCP und DNS)

Und das läuft alles noch sehr gut. Im Normalfall ist der Rechner eigentlich fast nur im Idle und da sieht das dann so aus:
last pid: 23820;  load averages:  0.00,  0.00,  0.00                                                                                                         up 34+07:10:54  00:10:48
77 processes:  1 running, 76 sleeping
CPU:  0.0% user,  0.0% nice,  0.9% system,  0.0% interrupt, 99.1% idle
Mem: 60M Active, 57M Inact, 1635M Wired, 17M Cache, 199M Free
Swap: 4096M Total, 82M Used, 4014M Free, 2% Inuse


Zu 2 CPU-Systemen: Wenn eine CPU kaputt geht läuft der Rechner gar nicht mehr. Der Zweck mehrerer CPU's besteht darin die Last aufzuteilen, so bei Dual/Quad/...-Core-CPU's. Einige Mainboards laufen jedoch auch mit nur einer CPU. Dann kann man im Falle eines Defekts natrlich erstmal die defekte CPU rausnehmen und den Server auf nur einer CPU laufen lassen. Dann muss aber der komplette Sockel deaktivierbar sein. Das geht halt nicht bei allen Mainboards.

Edith meint grad noch:
Um aber mal deine eigentlich ursprüngliche Frage wieder aufzugreifen. Du möchtest Untertakten um Strom zu sparen. Ich denke um da wirklich eine sinnvolle Ersparnis zu erzielen solltest du dich an das mehrfach erwähnte Undervolting halten. Meiner Erfahrung nach (das ist aber schon ein paar Jahre her) funktioniert das mit AMD CPU's besser. Eine gute Informationsquelle dafür ist das Forum von Meisterkuehler.de. Ich würde dir empfehlen dort einfach mal ein wenig querzulesen, welche CPU's die dort in ihren kleinen Stromspar-Homeserver-Kisten im Moment verbauen.

Dieser Beitrag wurde von sкavєи bearbeitet: 07. Dezember 2012 - 00:26

Eingefügtes Bild
Eingefügtes Bild
0

#20 Mitglied ist offline   Holger_N 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 3.120
  • Beigetreten: 11. September 10
  • Reputation: 32

geschrieben 07. Dezember 2012 - 00:54

Ich dachte bislang Untervolten wäre Untertakten. Also eigentlich andersrum, ich dachte wenn man einen Prozessor übertakten will, gibt man ihm mehr Volt und dann rennt er schneller, wird wärmer und braucht mehr Strom und die Kunst dabei wäre, knapp unter Kaputtgehen zu bleiben. So und dann hatte ich nur so überlegt, ob man das umdrehen könnte, gibt ihm weniger Volt, er rennt langsamer, weniger Wärme wird erzeugt und er braucht weniger Strom. Ich bin aber davon ausgegangen, dass es nur so eine Idee von mir ist, die noch keiner wirklich gemacht hat. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es den Vorgang tatsächlich gibt.
Eingefügtes Bild
0

#21 Mitglied ist offline   sкavєи 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 6.447
  • Beigetreten: 20. Juli 04
  • Reputation: 57

geschrieben 07. Dezember 2012 - 13:01

Ganz grob erklärt:
Übertakten ist, wie der Name schon sagt, prinzipiell erstmal das anheben des Kerntakts einer CPU. Das lässt sich auf unterschiedliche Methoden erreichen. Der Kerntakt einer CPU (das ist das was von den Herstellern angegeben wird, also z.B. 1600 MHz) basiert auf zwei Werten. Zum einen ist da der Systemtakt (z.B. 200 MHz) und zum anderen hat die CPU einen Multiplikator (z.B. 8). Zusammen ergibt das den Kerntakt einer CPU (200 MHz * 8 = 1600 MHz).
Zum einen Kann man also den Systemtakt erhöhen und zum anderen den Multiplikator, oder halt eine Kombination aus beidem (z.B. 210MHz * 8,5 = 1785 MHz).
Ein höherer Kerntakt der CPU benötigt jedoch auch mehr Spannung um die CPU weiterhin stabil zu betreiben. Bei kleinen Änderungen funktioniert das alles auch noch ohne anheben der CPU-Spannung. Bei größeren Takterhöhungen muss dann jedoch in Betracht gezogen werden auch die CPU-Spannung zu erhöhen.*

Im Gegenzug dazu lässt sich eine CPU natürlich auch Untertakten. Also z.B. durch das Absenken des Systemtaktes und/oder des Multiplikators. Dadurch kann die CPU natürlich auch bei geringeren Spannungen noch stabil arbeiten. Bei starker Untertaktung muss die CPU-Spannung dann sogar gesenkt werden.

Da die Spannungsvorgaben für CPUs per Design in einem sicheren Bereich gewählt werden, lässt sich bis zu einem gewissen Grad auch bei Standardspannungen übertakten bzw. untertakten. Ebenso lässt sich auch bei Standardtakt bis zu einem gewissen Grad die Spannung verändern.

Logischerweise ist die Leistungsaufnahme bei geringerer Spannung ebenfalls gesenkt (P=U*I). Und das ist ja genau das was du erreichen möchtest.


*physikalische Erklärung:
Das ganze erklärt sich aus den physikalischen/elektrotechnischen Formeln zur Frequenzberechnung. Bei höheren Frequenzen muss die Eingangsspannung angehoben werden, damit die Spitzenspannung des Taktsignals innerhalb der Periode erreicht werden kann. Oder andersherum: Wenn man die Frequenz erhöht ohne die Spannung zu erhöhen erreicht das Signal nicht innerhalb der Periode die Spitzenspannung, da es schon vorher wieder abfällt.

Dieser Beitrag wurde von sкavєи bearbeitet: 07. Dezember 2012 - 13:03

Eingefügtes Bild
Eingefügtes Bild
2

#22 Mitglied ist offline   Holger_N 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 3.120
  • Beigetreten: 11. September 10
  • Reputation: 32

geschrieben 07. Dezember 2012 - 18:00

Aaaaaaaaaaahaaaaa, jetzt fällt mir was ein. Ich hatte mir mal vor Jahren, als das mit XP losging ungefähr, einen neuen Prozessor gekauft und der lief nur mit halber Leistung und den mußte ich im BIOS erst anpassen. Da war genau das Problem mit dem Systemtakt. Dann war der praktisch untertaktet und den hab ich auf "normal" hochgetaktet. Das ganze war dann aber unabhängig von der Voltage. Hätte ich den nicht angepasst und die Volt noch auf seinen Bedarf runtergeregelt, dann hätte ich damals schon genau die Spareinstellung gemacht, die ich jetzt vor habe.
Eingefügtes Bild
0

#23 _Member_ZERO_

  • Gruppe: Gäste

geschrieben 07. Dezember 2012 - 21:09

Genau.
0

#24 _Member_ZERO_

  • Gruppe: Gäste

geschrieben 07. Dezember 2012 - 22:12

Das Intel® DN2800MT ist in der c't 11/12 (Seite 62) bezüglich seines Verbrauchs untersucht worden:

Getestet mit SSD Intel X25-M, 2x 2GByte Ram, USB Tastatur, USB Maus, 12V-Netzteil Bicker TRG45A120 (http://www.mini-tft....-3-75A--45.html) (12V, 3.75A, 45W)


Leistungsaufnahme Intel® DN2800MT

Soft-off: 1,5W
ACPI S3: 1,5W
Leerlauf: 10,1W
Vollast CPU: 14,5W
Vollast CPU & GPU: 17,4W
0

#25 Mitglied ist offline   Kirill 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 2.928
  • Beigetreten: 04. Dezember 06
  • Reputation: 47

geschrieben 18. Dezember 2012 - 16:04

Weiss nicht, ob das schon jemand geschrieben hat, aber wozu untertakten? Je schneller der Prozessor mit den Aufgaben fertig ist und sich gemütlich schlafen legen kann, umso weniger Energie braucht man im Endeffekt.
Most rethrashing{
DiskCache=AllocateMemory(GetTotalAmountOfAvailableMemory);}
0

#26 Mitglied ist offline   Holger_N 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 3.120
  • Beigetreten: 11. September 10
  • Reputation: 32

geschrieben 18. Dezember 2012 - 23:45

Beitrag anzeigenZitat (Kirill: 18. Dezember 2012 - 16:04)

Weiss nicht, ob das schon jemand geschrieben hat, aber wozu untertakten? Je schneller der Prozessor mit den Aufgaben fertig ist und sich gemütlich schlafen legen kann, umso weniger Energie braucht man im Endeffekt.



Na meine Überlegung dahinter war, ob beispielsweise ein 3 GHz-Prozessor dessen Leistung durch Untertakten und/oder Untervolten auf 1,5 GHz halbiert wird, vielleicht sparsamer ist und langlebiger als ein "regulärer" 1,5 GHz Prozessor und/oder weniger warm wird insbesondere mit Blick auf einen 24/7-Einsatz.
Eingefügtes Bild
0

#27 Mitglied ist offline   RalphS 

  • Gruppe: VIP Mitglieder
  • Beiträge: 2.836
  • Beigetreten: 20. Juli 07
  • Reputation: 229

geschrieben 19. Dezember 2012 - 03:47

Trugschluß. Man hat stattdessen ein ziemliches Risiko, wenn die CPU untervoltig läuft - Transistoren schalten dann uU nicht, wann und wie sie sollen und Systeminstabilität ist die Folge. Mit 1 Liter Wasser/min aus einem Rohr mit 100mm Querschnitt wird man aus ähnlichen Gründen nicht glücklich. ;o)
Eingefügtes Bild
0

#28 Mitglied ist offline   Kirill 

  • Gruppe: aktive Mitglieder
  • Beiträge: 2.928
  • Beigetreten: 04. Dezember 06
  • Reputation: 47

geschrieben 19. Dezember 2012 - 08:08

Beitrag anzeigenZitat (Holger_N: 18. Dezember 2012 - 23:45)

Na meine Überlegung dahinter war, ob beispielsweise ein 3 GHz-Prozessor dessen Leistung durch Untertakten und/oder Untervolten auf 1,5 GHz halbiert wird, vielleicht sparsamer ist und langlebiger als ein "regulärer" 1,5 GHz Prozessor und/oder weniger warm wird insbesondere mit Blick auf einen 24/7-Einsatz.

Nein. Eine CPU läuft nicht 24/7, sondern pennt einen Großteil der Zeit. Daher ist auch der Sleepmodus für die Energierechnung im Endeffekt ausschlaggebender, als die Maximalaufnahme.
Im Endeffekt ist das immer noch ein Trugschluß.
Most rethrashing{
DiskCache=AllocateMemory(GetTotalAmountOfAvailableMemory);}
0

#29 _Member_ZERO_

  • Gruppe: Gäste

geschrieben 19. Dezember 2012 - 11:03

Beitrag anzeigenZitat (RalphS: 19. Dezember 2012 - 03:47)

Trugschluß. Man hat stattdessen ein ziemliches Risiko, wenn die CPU untervoltig läuft - Transistoren schalten dann uU nicht, wann und wie sie sollen und Systeminstabilität ist die Folge. Mit 1 Liter Wasser/min aus einem Rohr mit 100mm Querschnitt wird man aus ähnlichen Gründen nicht glücklich. ;o)
Naja die meisten CPUs lassen sich problemlos im Referenztakt untervolten und er will ja noch den Takt ändern, also die Flankenzeit der Transistoren erhöhen da passt das immer.

Hm was ist das für ein Vergleich? 1dm³/min durch 100mm Rohr macht stink normale 0,127cm/min also da ist mehr als lahm.

Beitrag anzeigenZitat (Kirill: 19. Dezember 2012 - 08:08)

Nein. Eine CPU läuft nicht 24/7, sondern pennt einen Großteil der Zeit. Daher ist auch der Sleepmodus für die Energierechnung im Endeffekt ausschlaggebender, als die Maximalaufnahme.
Im Endeffekt ist das immer noch ein Trugschluß.

Also ich würde schon mit der Leerlaufleistungsaufnahme rechnen, da nie wirklich gesagt werden kann, welcher Kern mal schläft, da Hintergrundprozesse immer mal was zu tun haben.
0

Thema verteilen:


  • 2 Seiten +
  • 1
  • 2

1 Besucher lesen dieses Thema
Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0