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Nachrichten zum Thema: Linux
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[Gentoo] Wechsel der CPU-Architektur

#1 Mitglied ist offline   sкavєи 

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geschrieben 22. November 2012 - 07:17

Hi,

im Laufe des Tages sollte meine neue Hardware eintreffen. Und da ich nächste Woche sowieso nicht zu Hause sein werde (aber trotzdem ab und an mal auf den Rechner schauen kann), habe ich mir gedacht: Das ist das der perfekte Moment um am Ende des Wochenendes das komplette Recompiling des Systems zu starten.
Mein Problem ist jetzt nur, ich weiß nicht wie ich das am besten angehe?

Das bisherige System ist ein Intel Core 2 Quad auf einem P45-chipsatz mit einer Nvidia-GPU (proprietärer Treiber).
Also: "march=core2"

Das neue System wird ein Athlon II X4 (Trinity, FM2) auf einem A75-Chipsatz mit einer AMD-GPU (wird wohl fglrx, zwecks Eyefinity).
Also: "march=bdver2" (Wobei ich dafür erstmal gcc updaten muss)

Die bisherige make.conf:
CFLAGS="-march=core2 -msse3 -O3 -pipe"
CXXFLAGS="${CFLAGS}"

CHOST="x86_64-pc-linux-gnu"

MAKEOPTS="-j5"

[...]


Meine Überlegung war jetzt:
  • gcc auf >=4.7 zu bringen.
  • emerge --depclean nvidia
  • make.conf anpassen
  • Kernel .config anpassen, evtl. auch einfach erstmal eine default-genkernel .config nehmen
  • rebuild world
  • shutdown
  • Hardware-Tausch


Kann das so funktionieren? Oder gibt es da vielleicht noch eine bessere, einfachere Methode?

Viele Grüße,
skaven

P.S.: Theoretisch könnte ich auch das gesamte System zur Sicherheit einmal auf eine zweite (gleiche) HDD spiegeln. allerdings müsste ich dafür erstmal ein Snapshot des Systems machen. Den (striped) pool auflösen und den snapshot auf nur eine HDD wieder zurückspielen. Das ist ziemlich aufwändig. Wobei ich dann natürlich mit dem Snapshot auch gleich ein sicheres Backup rumliegen habe, selbst wenn ich das System auf beiden HDDs zerstören sollte.

P.P.S: Ich seh gerade:

Zitat

core2
Intel Core2 CPU with 64-bit extensions, MMX, SSE, SSE2, SSE3 and SSSE3 instruction set support.
[...]
bdver2
AMD Family 15h core based CPUs with x86-64 instruction set support. (This supersets BMI, TBM, F16C, FMA, AVX, XOP, LWP, AES, PCL_MUL, CX16, MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSE4A, SSSE3, SSE4.1, SSE4.2, ABM and 64-bit instruction set extensions.)
Alles was das core2-flag setzt wird auch vom bdver2 unterstützt. Kann ich dann das nicht angepasste System (also bis auf dem Kernel) einfach so booten?

Dieser Beitrag wurde von sкavєи bearbeitet: 22. November 2012 - 07:36

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#2 Mitglied ist offline   Witi 

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geschrieben 22. November 2012 - 21:55

Also, ich würde erstmal versuchen deinen bisherigen Kernel zu laden. Ich denke auch, dass er ohne Probleme booten sollte.

Ich verwende übrigens seit langem -march=native, der Compiler ist schlau genug die Features der CPU selbst herauszufinden.

Vor dem rebuild world, würde ich noch ein rebuild system machen, also:
emerge -eav system
emerge -eav world


Bei einem gcc update solltest du auch noch das hier beachten: http://www.gentoo.or...upgrade-general
witi@jabber.ccc.de 0xAAE321A2

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#3 Mitglied ist offline   sкavєи 

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geschrieben 23. November 2012 - 00:25

Nein, der Kernel würde so nicht booten, weil die Chipsatztreiber fehlen. Ich entschlanke den immer soweit, dass wirklich nur noch das drin ist, was ich auch wirklich brauche. Dementsprechend ist der aktuelle Kernel nur für Intel-CPUs, Pxx-Chipsätze und Nvidia-Grafik ausgelegt. Da sind Zeilen in der .config wie z.B.:
# CONFIG_MICROCODE_AMD is not set
# CONFIG_HW_RANDOM_AM is not set
Das würde also höchstwahrscheinlich total schiefgehen.

Was das emerge angeht: Hast du ja wahrscheinlich schon (an "privaterer" Stelle) gelesen, dass ich gerade beim "emerge -e system" bin und world nach dem Tausch machen wollte.

Ach ja und march habe ich jetzt erst einmal so gelassen und probier das mal. Weil wenn core2 ein subset von bdver2 ist, sollte das ja vorerst funktionieren. Auch ohne großartig erst auf generic zu gehen oder so.

Und die gcc Upgrade-Anleitung habe ich beachtet. Das hat ja auch bisher alles gut geklappt.

Dieser Beitrag wurde von sкavєи bearbeitet: 23. November 2012 - 00:29

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#4 Mitglied ist offline   Thaodan 

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geschrieben 08. Dezember 2012 - 07:31

Der Kernel reagiert in normal Fall nicht auf die Einstellungen in make(pkg).conf. Das setzen der passenden -march -mtune Flags geht über menuconfig. Nur diese hat aktuell ungepatcht nur Support für CPUs bis core2.

Dieser Patch fügt auch alle CPUs bis Haswell hinzu, habe ihn beim bauen von Kernel schon benutzt (über linux-pf aus dem AUR).

BTW: Ich persöhnlich baue immer alles mit , wo bei so gut wie alles als Modul geladen wird.

Dieser Beitrag wurde von Thaodan bearbeitet: 08. Dezember 2012 - 07:34

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#5 Mitglied ist offline   bb83 

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geschrieben 11. Dezember 2012 - 21:13

/offtopic
Wollte vor kurzem auch mal wieder auf Gentoo wechseln, da ich zur Zeit einen Ubuntu-Respin nutze und mittlerweile ein recht umfangreiches, eigenes Repo pflege(aktuelles qemu(1.3) mit spice und ffmpeg(avconv suckt!!) und vielen anderem).
Hatte vermutet das gentoo mir die Arbeit da vereinfacht, nach der ersten Chrome Compiler Orgie(>4h) habe ich dann beschlossen die Zeit lieber in mein Repo zu stecken :).

/ontopic
skaven, hat das ganze denn jetzt geklappt?
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#6 Mitglied ist offline   sкavєи 

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geschrieben 13. Dezember 2012 - 06:26

Beitrag anzeigenZitat (Thaodan: 08. Dezember 2012 - 07:31)

BTW: Ich persöhnlich baue immer alles mit , wo bei so gut wie alles als Modul geladen wird.
Halte ich jetzt nicht unbedingt für sinnvoll. Klar habe ich auch einige Module drin die ich nicht jeden Tag brauche. Aber ansonsten habe ich eigentlich nur die Module drin die ich für das jeweilige System auch wirklich brauche.

Beitrag anzeigenZitat (bb83: 11. Dezember 2012 - 21:13)

/ontopic
skaven, hat das ganze denn jetzt geklappt?
Ja und Nein. Ich habe das emerge -e @system auf dem alten System irgendwann abgebrochen, weil ich für eine Woche weg musste und geplant hatte in dieser Woche schon die neue Hardware drin zu haben und dann remote weiterzumachen. Neuinstallieren ging dann schneller. Ich habe dann einfach iinnerhalb von ca. 3 Stunden ein neues Basis-System auf der neuen Hardware installiert und die ganze X-Installation dann im Laufe der Woche remote gemacht.
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#7 Mitglied ist offline   Thaodan 

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geschrieben 18. Dezember 2012 - 16:09

Beitrag anzeigenZitat (sкavєи: 13. Dezember 2012 - 06:26)

Halte ich jetzt nicht unbedingt für sinnvoll. Klar habe ich auch einige Module drin die ich nicht jeden Tag brauche. Aber ansonsten habe ich eigentlich nur die Module drin die ich für das jeweilige System auch wirklich brauche.

Mag sein, allerdings sind die Module eh nicht besonders groß und verbrauchen nicht besonders viel Zeit beim bauen, gerade bei meinem Notebook baue ich lieber mehr mit. Obwohl alte ich Treiber für sehr alte Hardware schon ausstellen würde allerdings habe ich da noch keine Möglichkeit gefunden.
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#8 Mitglied ist offline   sкavєи 

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geschrieben 03. Januar 2013 - 20:47

Ich verwende immer die Gentoo Kernel Seeds, das sind Minimalkonfigurationen, und passe die dann entsprechend an. die sind natürlich erstmal für die Gentoo Kernel inklusive der Patches ausgelegt, aber ich denke die lassen sich auch für Arch oder ähnliches verwenden.
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