WinFuture-Forum.de: Vorgehen bei Datenrettung von Samsung-HDD mit defekten Sektoren - WinFuture-Forum.de

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Nachrichten zum Thema: Peripherie & Komplett-PCs
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Vorgehen bei Datenrettung von Samsung-HDD mit defekten Sektoren


#1 Mitglied ist offline   maku 

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geschrieben 12. Juni 2012 - 10:21

Nachdem ich jetzt voraussichtlich Ende der Woche meinen neuen Rechner zusammenbauen werde, eine wichtige Frage zu meiner alten Festplatte:

In meinem alten Rechner habe ich eine Samsung Spinpoint 400GB HDD verbaut (Systempartition und mehrere sekundäre Partitionen vorhanden).

Während einem Acronis Backup bzw. Image-Erstellung meiner C-Partition hat Acronis Sektorenfehler gemeldet und den Backupvorgang abgebrochen (Platte hat angefangen zu klackern).
Das Klackern kam nur an der Stelle mit den defekten Sektoren.

Seither habe ich den Shuttle erstmal aus gelassen und mit meinem Notebook weitergearbeitet.

Die Frage ist - wie gehe ich jetzt am geschicktesten vor, um die Daten noch zu sichern?

Am besten ich baue die Platte als erstes aus und hänge sie in den neuen Rechner an einen freien SATAII-Port, oder?

Sollte ich dann mit HDD Tune, chkdsk oder Ähnlichem versuchen, die defekten Sektoren zu markieren?
Allerdings bekomme ich dann nicht heraus, welche Daten auf diesen Sektoren lagen, oder?


Auf einer externen HDD habe ich noch Images von den Partitionen. Diese sind allerdings schon ca. 3 Monate alt.


Gut wäre z. B. auch, wenn ich eine Software hätte, die wenn sie beim Kopiervorgang bei einem defekten Sektor landet, diesen im Log angibt und dann überspringt bzw. weiter macht.

Ich freue mich über jede Hilfestellung diesbezüglich.
Vielen Dank im Voraus.
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#2 Mitglied ist offline   Stefan_der_held 

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geschrieben 12. Juni 2012 - 11:31

Eine defekte (vorallem "klackernde") HDD sollte nicht mit "irgendwelchen Tools" belastet sondern in ein Labor gegeben werden.

Ein Klackern deutet auf defekte lese/schreib-Mechanik hin und du verringerst zum einen die Changsen einer Datenrettung und: es wird teuer.

Datenrettungen bei mechanischen beschädigungen der Scheiben/Lese/Schreibköpfe fangen aber in der Regel AB 1.000Euro netto aufwärts an.

Wenn also wirklich wichtige Daten drauf sind würde ich die HDD nicht selbst weiter im Betrieb halten.
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#3 Mitglied ist offline   WinFutAl10 

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geschrieben 12. Juni 2012 - 13:39

Naja, ich würde die Platte anstecken und dann !schnellstmöglich! nur die wichtigsten eigenen Dateien sichern. Es macht keinen Sinn, gleich ein Festplattenabbild zu machen. Nur die Dateien, die man noch benötigt, sollten bei einer solchen Aktion gerettet werden. Windows und die Programme kann man ja jederzeit wieder neu installieren.
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#4 Mitglied ist offline   dale 

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geschrieben 12. Juni 2012 - 14:28

Und wieder muß ich mal die Frage stellen:

Heute schon Datensicherung gemacht?
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#5 Mitglied ist offline   maku 

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geschrieben 12. Juni 2012 - 18:46

Beitrag anzeigenZitat (dale: 12. Juni 2012 - 14:28)

Und wieder muß ich mal die Frage stellen:

Heute schon Datensicherung gemacht?


Für eine tägliche Datensicherung fehlt mir irgendwie das passende Konzept.

Also als Vorgehensweise habe ich mir jetzt mal Folgendes überlegt:

1. Images von externer Backup-Festplatte auf neuem Rechner einspielen
2. Festplatte mit defekten Sektoren in neuem Rechner an internen SATA-Port hängen
3. Inhalt der Partitionen mit Beyond Compare vergleichen
4. fehlende/alte Daten mit TeraCopy (vorausgesetzt das ist überhaupt für diesen Zweck geeignet) rüberkopieren

Was haltet ihr davon?
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#6 Mitglied ist offline   WinFutAl10 

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geschrieben 12. Juni 2012 - 19:08

Zitat

3. Inhalt der Partitionen mit Beyond Compare vergleichen

Das würde ich nicht machen, da die Festplatte dann wieder bei den defekten Sektoren hängt. Du wirst doch wohl wissen, welche Dateien du noch benötigst und welche nicht? :blink:
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#7 Mitglied ist offline   Stefan_der_held 

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geschrieben 13. Juni 2012 - 06:54

Beitrag anzeigenZitat (maku: 12. Juni 2012 - 18:46)

Für eine tägliche Datensicherung fehlt mir irgendwie das passende Konzept.

Also als Vorgehensweise habe ich mir jetzt mal Folgendes überlegt:

1. Images von externer Backup-Festplatte auf neuem Rechner einspielen
2. Festplatte mit defekten Sektoren in neuem Rechner an internen SATA-Port hängen
3. Inhalt der Partitionen mit Beyond Compare vergleichen
4. fehlende/alte Daten mit TeraCopy (vorausgesetzt das ist überhaupt für diesen Zweck geeignet) rüberkopieren

Was haltet ihr davon?


Wieso willst du eine defekte HDD unnötig belasten? DATEISICHERUNG! (geht auch mit deinem Acronis)

Ein Image kannst du aufgrund zweier TATSACHEN vergessen:
1. beschädigt die HDD nur unnötig weiter und evtl. noch sicherungsfähige Dateien gehen ins Nirvana
2. die HDD kann von jetzt-auf-gleich (auch während einer Imageerstellung oder sonstigen Kopieraktion) vollständig ausfallen

Also:

DATEISICHEURNG
DATEISICHERUNG
DATEISICHERUNG
DATEISICHERUNG

oder: Rette was noch zu retten ist aber ohne die HDD zu sehr zu stressen.
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#8 Mitglied ist offline   maku 

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geschrieben 13. Juni 2012 - 07:38

Mein Hauptproblem ist, dass ich nicht weiß, welche Dateien mir jetzt noch genau fehlen bzw. welche aus meinem Backup-Image veraltet sind.
Ich müsste das also leider irgendwie vergleichen.

Ein neues Image zu erstellen, wird denke ich auch nicht nötig sein - ich muss halt irgendwie die geänderten/fehlenden Dateien ausfindig machen.
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#9 Mitglied ist offline   maku 

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geschrieben 19. Juni 2012 - 21:38

Was mir noch eingefallen ist:
Den Virenscanner werde ich vermutlich unbedingt abschalten müssen, da der sicherlich nur blockiert.
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#10 Mitglied ist offline   maku 

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geschrieben 13. September 2012 - 08:22

Abschließend mal noch für alle Interessierten das Ergebnis von meiner Datenrettung.


Bei der Vorarbeit gab es schon Probleme:

Ich wollte die alten Acronis-Images (Daten) mit der neuen Acronis-Version zurückspielen bzw. "entpacken".
Letztendlich war das leider nicht möglich und ich musste unter einer XP-VM das alte Acronis installieren und damit dann die Images mounten.

Folgendes habe ich danach (gemäß meiner zuvor erstellten Anleitung) durchgeführt:

1. Energieverwaltung auf Dauerbetrieb einstellen
2. Virenscanner komplett abschalten
3. Indexdienst deaktivieren und beenden
4. Dienst „Defragmentierung“
5. automatische Defragmentierung in der Aufgabenplanung deaktivieren
6. Dienst „Windows Defender“ deaktivieren
7. Einstellung in Registry vornehmen, dass letzter Dateizugriff unter NTFS nicht gespeichert wird
8. Rechner runterfahren und Festplatte mit den defekten Sektoren an schnellsten internen SATA-Port anschließen (unbedingt darauf achten: sollte dieser Port mit einem eSATA-Port „geshared“ sein, davor in jedem Fall das eSATA-Gerät vom Port abziehen)

Bei diesem Punkt hatte sich ein Denkfehler eingeschlichen und demnach ist leider auch ein Malheur passiert.

Auf der Platte mit den defekten Sektoren befand sich ja das Windows XP Pro Basissystem von meinem alten Rechner.
Beim Booten wurde dann natürlich komplett der Bootloader bzw. die Startinformationen von meinem Windows 7 System zerschossen.
Mit ziemlichem Aufwand habe ich dann aber wieder Windows 7 zum Laufen gebracht.
Ich habe dann einfach die Platte vom alten System während dem Betrieb von Windows 7 angesteckt.

9. Prüfen, ob unter den Eigenschaften der Partitionen noch der Haken für „Zulassen, dass für Dateien auf diesem Laufwerk Inhalte zusätzlich zu den Dateieigenschaften indiziert werden“ gesetzt ist und ihn ggf. entfernen
10. Inhalt der Partitionen mit Beyond Compare vergleichen/abgleichen (sollte ein anderes Tool zum Einsatz kommen, nach einer evtl. vorhandenen Option „Lesefehler ignorieren und protokollieren“ suchen und diese aktivieren)
11. Festplatte wieder ausbauen und ggf. Einstellungen wieder rückgängig machen


Soweit hatte das alles funktioniert und ich konnte alle Daten wiederherstellen. :)


Über Umwege ist es mir sogar noch gelungen das XP-System von der defekten Platte zu virtualisieren (offenbar lagen keine wichtigen Windows-Files auf den beschädigten Sektoren).
So konnte ich noch Programme öffnen und entsprechende Konfigurationen auslesen.

Was allerdings etwas komisch ist:
Der HDD-Test mit HDTune Pro kam zu dem Ergebnis, dass alles in Ordnung sei.
Laut den ausgelesenen SMART-Werten fällt auch nur der Wert "Current Pending Sector Count: 4" auf.
Gemäß dem abschließenden chkdsk-Test, sind angeblich alle Sektoren in Ordnung.
Habe die Platte mal im Schrank verstaut.
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