WinFuture-Forum.de: Geldverschwendung Psychosomatik (aka Psychiatrie Light) - WinFuture-Forum.de

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Geldverschwendung Psychosomatik (aka Psychiatrie Light) Sinnlos und ineffizient

#1 Mitglied ist offline   Sepultura 

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geschrieben 18. September 2010 - 12:37

Deutschland ist das einzige Land, dass eine Zweiklassen Psychiatrie hat, die echte Psychiatrie und die Psychiatrie Light (die sich Psychosomatik schimpft).

Zitat

[...]

Dass struktur- und finanzpolitische Hintergründe bei Projekten dieser Größenordnung eine entscheidende Rolle spielen, ist klar. Im Fall der PSO-Großkliniken gehe es allerdings um „psychopathologisches cream skimming“ („Rahm abschöpfen“) mit unabsehbaren ökonomischen und fachlichen Konsequenzen, wie Univ.-Prof. Dr. Heinz Katschnig warnte. „Es droht eine Ressourcenbindung ungeheuren Ausmaßes, bei gleichzeitiger Blockierung der weiteren Entwicklung einer modernen Psychiatrie und auch einer zeitgemäßen psychosomatischen Medizin“, heißt es in einer Experten-Resolution. Eine Überdramatisierung der Situation? Urteilen Sie selbst ...

[...]
Psychosomatisches Denken muss integraler Bestandteil jeder Medizin sein, die Psychosomatik integrierter Bestandteil jedes medizinischen Faches, daher sollen psychosomatische Betten nur an bestehenden Abteilungen anderer Fächer eingerichtet werden dürfen – so sehen es zumindest die Richtlinien des ÖBIG zur psychosomatischen Versorgung vor.
Doch nicht nur der isolierte Betrieb ohne Anbindung an Fachabteilungen ist Kritikpunkt. Es werde auch Etikettenschwindel betrieben, weil: „Depressionen, Panikattacken, Essstörungen, PTSD ... also all das, was dort behandelt wird, das sind alles keine Psychosomatosen, sondern psychische Erkrankungen. Das heißt für mich, dass das keine psychosomatischen Betten sind, sondern es entsteht hier eine „Psychiatrie light“ – und damit eine neue Form der Zweiklassenmedizin“, so Prof. Dantendorfer. Nach dem Motto: Die lieben, braven, harmlosen Psychosomatiker bekommen alles an Therapie, was gut und teuer ist – die schwerkranken Patienten müssen weiter in die „Klapsmühle“. Außerdem schlage die moderne Psychiatrie für die meisten der „leichten Fälle“ ohnehin primär ambulante und nicht stationäre Therapieformen vor.

[...]

Quelle: http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm...p;dspaid=473028

Und hier ein Link, was tatsächlich Psychosomatik ist:
http://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-1...arnoncourt.html

Um Mal alles in einer kleinen Stichpunkten zusammenzufassen:
  • Geldverschwendung: Anstelle teuer Psychosomatische Kliniken aufzubauen, hätten sie das Geld lieber in die modernisierung und Ausbau der Psychiatrien investieren können
  • Alle Therapien, die die Psychosomatik anbietet, gibt es in Psychiatrien schon längst. Ich habe gegooglet und mehrere Kliniken sowohl Psychiatrische als auch Psychosomatische Kliniken angeguckt. In vielen Fällen bot die Psychiatrie wesentlich mehr an, als eine Psychosomatische Klinik
  • Die Psychosomatik verteufelt Psychopharmakas und legt extrem viel Wert auf Psychotherapie, auch wenn Studien belegen, dass eine Medikamentöse Behandlung die Chancen zur Genesung bzw. zur Verbesserung des Krankheitsbildes vorteilhaft sind
  • Einige Psychosomatische Ärzte sind noch Psychoanalytiker, auch wenn die Psychoanalyse extrem kontrovers ist und die Allgemeinheit schon erkannt hat, dass Psychoanalyse nichts bringt.


Meiner Meinung nach, müsste die Psychosomatik wieder eingestampft werden.
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#2 Mitglied ist offline   Computer 

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geschrieben 18. September 2010 - 13:35

Glückwunsch zu dem Mut in einem IT-Forum mit einem etwas jüngeren Publikum ein Thema zu eröffnen, zu schreiben und des ohne wichtige Begriffe vorher grundlegend zu klären.

Zunächst sind für mich psychosomatische Störungen/Krankheiten umgangssprachlich Störungen bzw. Krankheiten die wie organische Krankheiten aussehen und sich für den Betroffenen wohl auch so anfühlen, für die es aber keinen organischen Befund gibt, weil alles in Ordnung ist. Ein Kind, dass Bauchschmerzen bekommt, weil sich die Eltern trennen wollen, soll hier als klassisches Beispiel diesen.

Zunächst wollen wir einmal festhalten, dass psychosomatische Probleme bei Menschen aufgrund des Druckes, denn unsere Leistungs- und Informationsgesellschaft auf die einzelnen Menschen ausübt, sie mit Reizen tagtäglich überfrachtet stark im Kommen sprich überproportional anwachsend sind ... darauf hat auch unser Gesundheitssystem und die Pharmaindustrie reagiert. Dies ist, das ist grundsätzlich richtig und es ist notwendig. Hier will auch die Pharmaindustrie Geld verdienen.

Nun bin ich kein Arzt und sicher nur ein schlechter Hobbypsychologe, was ich aber aus diveresen Artikeln weiß, dass man dem pychosomatischen Problemen, wenn sie Krankheitsstatus erreicht haben, weil sie das Leben und die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen erheblich belasten, sehr gut mit verschiedenen psychotherapeutischen Behandlangsmöglichkeiten, sprich dem Mittel der Psychotherapie allein in den Griff bekommen kann und das solche Behandlungen aber langwierig sein können.

Ich möchte weiter anführen dass wenn jemand tatsächlich mit organischem Befund erkältet ist, Naturmethoden allemal besser und schonender sind als immer gleich Antibiotika zu geben. Die schonenderen Methoden sind meist auch preisgünstiger ..

Das Mittel der Antibiotika ist wäre hier im Vergleich die psychiatrische Behandlung. Pychiatrie wäre hier, die Krankheit vorallem Medikamentös zu behandeln. Im ersten Schritt werden die Leute im wesentlichen mit Medikamentencocktails die schwere Nebenirkungen haben ruhiggedtellt werden. Mit Medikamenten kann die Psychiatrie fast alles aus einem Menschen machen, nämlich sein Wesen und seinen Charakter bis zur Unkenntlichkeit unkontrolliert verändern. Dass davor viele Menschen Angst haben ist sicher auch klar. Auch das die Psychiatrie gesellschaftlich immer noch und immer mehr (und des nicht immer zu Recht) geächtet ist. Und um auf unser Thema zurückzukommen, hier würde bei Anwendung mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Und da spielen nicht nur die Kosten und die Dauer der Behandlung sondern auch die Schwere der Nebenwirkungen der Behandlung und die Reduzierung der Schwere der Nebenwirkungen eine Rolle.

Es gibt psychische und da gibt es kein wegdiskutieren Probleme und Krankheiten, wo man nur mit den Mitteln der Psychopharmaka helfen kann und hier ist deren Anwendung sicher auch sehr angebracht und hilfreich .... aber man soll damit sehr vorsichtiug umgehen. Als Beispiele will ich einen akuten Deprssionsschub und Parkinson in einem späteren Stadium nennen.

Sorry, aber wenn du es nicht verstanden haben solltest, aber ich bin hier total gegenteiliger Meinung und finde, dass man hier den richtigen Weg geht, soweit man tatsächlich den Weg geht den du beschreibst.

Dieser Beitrag wurde von Computer bearbeitet: 18. September 2010 - 13:48


#3 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 18. September 2010 - 14:11

Ich verstehe das Ansinnen des Arztes aber anders. Ich mach mal ein praktisches Beispiel:


Nehmen wir mal an Mord und Totschlag würden in verschiedenen Gerichten verhandelt werden. Für Totschlag gibt es ein ganz teures Gericht und für Mord ein Normales. Der will ja jetzt nur, dass der Totschlag auch an dem normalen Gericht verhandelt wird. Es geht ja nicht darum die eigentliche Verhandlung des Totschlags abzuschaffen.

Darum macht das Einstampfen der Psychosomatik gar keinen Sinn, bzw. ist der Artikel gar keine sinnvolle Begründung dafür.
Ich habe mir jetzt den Ferrari aus Protest doch nicht gekauft. Die waren sowas von arrogant zu mir, dass ich gesagt habe "NEIN". Schon alleine die Art und Weise, wie sie meinen Kredit abgelehnt haben…

#4 Mitglied ist offline   Sepultura 

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geschrieben 18. September 2010 - 14:38

Psychiatrien bieten auch Psychotherapie an. In den USA ist der Psychiatrist das was man hier in Deutschland unter Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie versteht. Also ein Arzt der sowohl medikamentös als auch psychotherapeutisch behandeln kann.

Die einzig wahren psychosomatischen Krankheiten sind F45.0 bis F45.9 des ICD-10 (wie z.B. Scheinschwangerschaft). Für eine solche Therapie wäre das Modell von Prof. Dr. Harnencourt eine wesentlich effizientere Methode.

Und die strikte Trennung und dadurch resultierte Segregation von "etwas gestörten" Neurotikern und den "gestörten" Psychotikern ist vollkommen falsch und verursacht eine diskriminierende Isolation von Schwerstkranken. Was zur Folge hat, dass von immer weniger die Leiden und Nöte der Schizophrenen, Bipolaren, etc. verstanden wird. Ich kenne Schizophrene Menschen und die sind eigentlich ganz nette Menschen.

Und es ist ein allgemeines Vorurteil, dass die heutigen Psychiatrien nur mit Medikamenten behandeln. Es gibt dort auch Psychotherapie, Sporttherapie, Selbstsicherheitstraining, etc.

Und das Antibiotika nur für schwere Fälle verschrieben werden sollten, ist keine Erfindung bzw. Entdeckung der Psychosomatiker. Viele Ärzte sprechen sich dafür aus. Meiner Meinung nach sollte nur ein Facharzt für Mikrobiologie und Virologie sowas verschreiben dürfen.

Meiner Erfahrung nach lehnen Psychosomatiker auch Schmerzmittel wie Aspirin und Paracetamol ab. Selbst wenn man nach 10-12 Wochen einmal Kopfschmerzen hat aus nachvollziehbaren Gründen. Ich meine, hey wenn jemand in 3 Monaten ein bis 2 Tabletten Paracetamol/Aspirin nimmt, wird er nicht daran sterben. Aspirin ist harmloser als eine Antibabypille (die tödliche Nebenwirkung haben kann).

und an Computer:
Vielleicht ist es ein wenig überstürzt in einem solchen Forum so ein Thema zu beginnen, aber ich denke wohl, viele hier können sich auch Informationen darüber beschaffen, was die deutsche Psychosomatik ist.


1. Schritt: Allgemeine Infos wie aus Wikipedia
2. Schritt: Tiefgehendere Infos wie Fachartikel
3. Schritt: Tiefgehende Fachliteratur

Dieser Beitrag wurde von Sepultura bearbeitet: 18. September 2010 - 14:39

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#5 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 18. September 2010 - 15:15

Beitrag anzeigenZitat (Sepultura: 18.09.2010, 15:38)

als eine Antibabypille (die tödliche Nebenwirkung haben kann).


Das ist dann keine Nebenwirkung, sondern die eigentlich gewollte Wirkung. Nur ein paar Jahre später.


Nee aber im ernst, in welche Richtung soll die Diskussion denn gehen? Sollen wir jetzt Lösungsvorschläge machen und der Ärztekammer schicken? Das ist ja in Fachkreisen sicherlich ein interessantes Thema aber ich hätte nichtmal gewußt, dass es diese Unterscheidung gibt und jetzt wo ich es weiß, bin ich trotzdem nicht schlauer. Ich fürchte es geht bei der wirtschaftlichen Seite vor allem darum, womit sich mehr verdienen lässt aber wie das Kind heißt und wie die Fachbereiche dabei aufgeteilt sind, ist doch völlig Wurscht.
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#6 Mitglied ist offline   Sepultura 

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geschrieben 18. September 2010 - 16:27

Meine Foderung ist auch:

- Es soll endlich mal ein Vernünftiger Mix aus Pharmakologischer und Psychotherapeutischer Behandlung sein, sowohl zuviel als auch die Verteuflung von Psychopharmaka sind schlecht.

- Eine effiziente und für den Patienten (oder wie Ärzte sie wohl heimlich nennen: Kunden) verständliche und so komfortabel wie möglich Teilung der Fachbereiche.

An Holger N.

Wie es heißt ist nicht Wurscht:
Psychosomatik klingt nicht so schlimm wie die Psychiatrie. Psychiatrie kling wie ein Gefängnis, weil Filme, Unwissenheit und Verteuflung durch die Anti-PSychiatrie-Extremisten es schlecht gemacht haben.

Da es innovativ und neu klingt, gehen Patienten dort hin.
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#7 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 18. September 2010 - 17:18

Beitrag anzeigenZitat (Sepultura: 18.09.2010, 17:27)

An Holger N.

Wie es heißt ist nicht Wurscht:
Psychosomatik klingt nicht so schlimm wie die Psychiatrie. Psychiatrie kling wie ein Gefängnis, weil Filme, Unwissenheit und Verteuflung durch die Anti-PSychiatrie-Extremisten es schlecht gemacht haben.

Da es innovativ und neu klingt, gehen Patienten dort hin.


Jetzt stimmt aber irgendwas nicht mehr in der Argumentationskette. Psychiatrie ist doof, weil es wie Gefängnis klingt und Psychosomatik ist toll, weil es so schön innovativ klingt. Warum willst du dann ausgerechnet die Psychosomatik einstampfen?
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#8 Mitglied ist offline   Sepultura 

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geschrieben 18. September 2010 - 17:27

Beitrag anzeigenZitat (Holger_N: 18.09.2010, 18:18)

Jetzt stimmt aber irgendwas nicht mehr in der Argumentationskette. Psychiatrie ist doof, weil es wie Gefängnis klingt und Psychosomatik ist toll, weil es so schön innovativ klingt. Warum willst du dann ausgerechnet die Psychosomatik einstampfen?


Ich sagte nicht, dass Psychiatrie für mich wie Gefägnis klingt. Aber ich meinte die Leute, die sich nicht so informieren, klingt Psychiatrie wie Gefängnis bzw wie was abstoßendes. Und ich sagte nicht Psychosomatik ist toll. Ich sagte es klingt neu und innovativ, klingen ist nicht gleich sein!!!!
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#9 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 18. September 2010 - 17:37

Beitrag anzeigenZitat (Sepultura: 18.09.2010, 18:27)

Ich sagte nicht, dass Psychiatrie für mich wie Gefägnis klingt. Aber ich meinte die Leute, die sich nicht so informieren, klingt Psychiatrie wie Gefängnis bzw wie was abstoßendes. Und ich sagte nicht Psychosomatik ist toll. Ich sagte es klingt neu und innovativ, klingen ist nicht gleich sein!!!!


Dann muß man aber doch erst recht nicht die Psychosomatik einstampfen und die ganzen Strukturen ändern, dann reicht doch die Aufklärung darüber, dass Psychiatrie kein Gefängnis ist und alles wird gut. Man sollte den Leuten aber erlauben, wenigstens die Geschlossene son bißchen mit Gefängnis zu vergleichen.
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#10 Mitglied ist offline   Sepultura 

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geschrieben 18. September 2010 - 19:08

Beitrag anzeigenZitat (Holger_N: 18.09.2010, 18:37)

Dann muß man aber doch erst recht nicht die Psychosomatik einstampfen und die ganzen Strukturen ändern, dann reicht doch die Aufklärung darüber, dass Psychiatrie kein Gefängnis ist und alles wird gut. Man sollte den Leuten aber erlauben, wenigstens die Geschlossene son bißchen mit Gefängnis zu vergleichen.


Unterschied: Geschlossene Psychiatrie ist auf die Zeit beschränkt bis jemand wieder ungefährlich für sich und andere ist, während Gefängnis eine angegebene Zeit hat.

Deutschland findet sich so toll mit ihrem einzigartigen System der Psychosomatik, trotzdem sind sie im Thema seelische Gesundheit den westlichen Industrienationen hinterher. Die Schweiz z.B. hat ein Konzept zur Vermeidung von Rückfällen bei Sexualstraftätern und Prävention von Sexualstraftaten. In Deutschland gibt es nur wenige Psychiatrien, die ein Konzept haben und die meisten Sexualstraftäter werden gar nicht behandelt. Viele davon gehen vorher zum Arzt und wollen Hilfe, aber werden aus den Arztpraxen rausgeschmissen.

Quelle: ARD "Sexobjekt Kind"

Dieser Beitrag wurde von Sepultura bearbeitet: 18. September 2010 - 19:10

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#11 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 18. September 2010 - 19:19

Ich hab immer noch keine Kenraussage gefunden, die irgendein spezielles Problem in der Sache beschreibt. Das ist doch bis jetzt nur lariefarie. Das die ganzen Ärzte in solchen Krankenhäusern selber bekloppt sind ist ja kein Geheimnis und darum verstehe ich die Aufregung gar nicht. Was soll denn nun konkret da in der Sache passieren?
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#12 Mitglied ist offline   Taxidriver05 

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geschrieben 19. September 2010 - 22:55

Hmmm...

Ich find es bemerkenswert, dass so ein Thema in nem IT-Forum angesprochen wird...

zum Thema:

Wenn ich den Artikel so lese, dann klingt das für mich alles so nach "Massenabfertigung der Ware Mensch nach Schema F"...

Leider ist es so, dass sowohl Psychosomatik als auch Psychiatrie ein sehr schwer kalkulierbarer Kostenfaktor des dt. Gesundheitswesens ist.
Die Erklärung ist so gesehen recht simpel...
Denn jeder Mensch ist anders. Somit bedarf jegliche Erkrankung psychischer Natur eine individuelle Behandlung. Wirtschaftlich gesehen wird es somit schwierig, einen festen Budgetrahmen zu kalkulieren. So wundert es mich nicht, dass man aus ökonomischer Sicht bestrebt ist, einzusparen, wo man nur kann. Hinzu kommt auch noch der Druck, der durch Krankenkassen(-verbände) auf die Mediziner ausgeübt wird.

Nur muss man sich dann die Frage stellen, inwiefern die ganze Sache ethisch vertretbar ist. Ebenso steht diesem Vorhaben auch der Hippokratische Eid entgegen, welchen jeder Arzt ablegt.

Ich denke, gerade hier ist eine Differenzierung nach Schweregrad der Erkrankung von entscheidender Bedeutung für die weitere gesundheitliche Entwicklung des Patienten.
Außerdem hallte ich es für schlichtweg fahrlässig, den medizinischen Befund eines Menschen in irgendeine Schublade packen zu wollen.

Dass die Psychiatrie als medizinische Disziplin verteufelt wird, kann ich persönlich nicht verstehen.
Natürlich wurde ihr Ruf in ihren "Kindertagen" geprägt. Und ja... Die Psychiatrie kann den Menschen manipulieren. (Diese Erfahrung musste ich leider selber machen). Daher ist gerade in diesem Bereich eine geeignete Medikation von zentraler Bedeutung.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sowas in solchen Großkliniken reibungslos funktioniert.

An diesem Artikel merkt man mal wieder, dass solche Konzepte nur von Leuten kommen können, die sich lediglich theoretisch mit der Materie auskennen.
Ausbaden müssen es im Endeffekt aber wieder die Ärzte an der "Front". Und das auf Kosten der Patienten.
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#13 Mitglied ist offline   Sepultura 

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geschrieben 21. September 2010 - 18:51

Jeder Mensch individuell ist, weiß jeder, aber das hat nix mit Existenz oder nicht Existenz der Psychosomatik zu tun. Ich kenne Psychosomatische Kliniken, die ebenfalls alle fast identisch therapiern. Und es ist ein Vorurteil, dass die Psychiatrie nur "Pillen" verteilt.

Und ich habe mehr als theoretische Erfahrung durch Internet und Fachbücher. Ich selber kenne 2 Kliniken, nicht als Arzt, aber auf der anderen Seite. Die eine hat versucht versucht zu individualisieren, die andere hat nur allen den gleichen Therapieplan vorgesetzt, bis auf kleine Ausnahmen. Wirklich effizient ist die Psychosomatik wirklich nicht. Was ich erlebt habe, ist einfach nur eine Verteufelung von Medikamenten, man könnte meinen, sie wollen ALLE Medikamente verbieten.
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#14 Mitglied ist offline   Computer 

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geschrieben 21. September 2010 - 20:15

Jedes zu seiner Zeit. ich wiederhole mich bei bestimmten Krankheitsbildern geht es nicht ohne Medikamente. Aber und das ist nun mal so eine Menge Psychopharmaka verändert wenn auch per unerwünschter Nebenwirkung oder aufgrund von Wechselwirkungen verschiedener Medikamente die Persönlichkeit und sollte deshalb immer das letzte Mittel sein.

Ein verantwortungsvoller und gut ausgebildeter Arzt wird auch so handeln. Vielleicht sollte man die vielen Methoden ohne Medikamente zu heilen oder zu helfen einfach mal eine Chance geben. Wenn das im Einzelfall oder bei mehreren Einzelfällen nicht geholfen hat, so ist das kein Grund die ganze Methodik in Zweifel zu ziehen. Aber wem sag ich das ...

Dieser Beitrag wurde von Computer bearbeitet: 21. September 2010 - 20:22


#15 Mitglied ist offline   Holger_N 

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geschrieben 21. September 2010 - 21:26

Das klingt jetzt schon fast so ein bißchen danach, als ob jemand ein bestimmtes Krankheitsbild hat, gegoogelt hat, wie man das am Besten behandelt, ins Krankenhaus kam, die Ärzte einfach nicht das gemacht haben, was bei Google stand und nun hier Googlewissen gegen Medizinstudium ausdiskutiert werden soll.
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